Zaziki

Es hat Jahre gedauert, bis ich mein perfektes Zaziki Rezept gefunden habe…dabei ist es doch so einfach, wenn man die Grundregeln beachtet

1. Griechischer Joghurt (wegen des Fettgehalts 10%)

2. Gurken schälen und entkernen

3. Knoblauch mit Olivenöl pürieren

Aber der Reihe nach:

  • 2 Salatgurken
  • 1000 g griechischer Joghurt
  • 100 ml Öl
  • 4-6 Knoblauchzehen
  • Salz und Pfeffer
  •  Weißweinessig

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Gurken schälen, längs vierteln und entkernen, auf der groben Seite der Haushaltsreibe reiben. Mit 2 TL Salz mischen und auf einem Sieb abtropfen lassen (für ca. 15 Minuten).

Öl mit Knoblauch pürieren, mit den abgetropften Gurken zum Joghurt geben und mit Salz, Pfeffer und Weißweinessig würzen….24 Stunden ziehen lassen.

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GEIL!

Griechischer Krautsalat

Erwähnte ich bereits, dass ich ein großer Freund griechischer Küche bin? Nicht? Dann wird man es wohl demnächst merken. Ich weiß sehr wohl, dass das, was man hierzulande in griechischen Restaurant bekommt, nicht wirklich authentisch griechisch ist, aber das ist mir wumpe, weil es einfach lecker ist. Dabei meine ich nicht diese riesig überladenen Fleischplatten, bei deren Anblick man bereits pappsatt ist, sondern das feinwürzige Gyros, das saftige Souvlaki oder eben der wahnsinnig leckere Krautsalat:

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  • 1 mittelgroßen Kopf Weißkohl
  • 100 ml Sonnenblumenöl
  • 60 ml Essig
  • Saft einer Zitrone
  • Salz und Pfeffer
  • 3-4 TL Zucker

Den Weißkohl vierteln und mit Hilfe eines Hobels in dünne Streifen hobeln. 2 TL Salz zufügen und mit den Händen durchkneten, bis das Kraut Flüssigkeit zieht. Jetzt sind nämlich die Zellstrukturen aufgebrochen und das Salz kann den Salat ‚mürbe‘ machen.

Die restlichen Zutaten zu einer Salatsoße mischen, über das Kraut geben, vermischen und (jetzt kommt das Allerwichtigste!) über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.

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Eine geschmackliche Offenbarung!!!

Gemüsepfanne mit Feta

Eins vorweg: ich hasse sprachliche Absurditäten. Wortkreationen wie Ciabattabrot und Fetakäse sind mir ein Gräuel….das aber nur am Rande!

Heute gibt es ein Gericht, das ich erst vor kurzem so oder so ähnlich in einer Strandbude auf Sylt gegessen habe und das mir dermaßen lecker geschmeckt hat, dass eine Nachahmung quasi unumgänglich war. Die Zusammenstellung der Gemüse ist durchaus variabel, die Garzeiten sollten nur einigermaßen miteinander korrespondieren.

  • 1/2 rote Paprikaschote
  • 1/2 gelbe Paprikaschote
  • 1 kleine geviertelte Zucchini
  • 1/2 rote Zwiebel
  • 3-4 braune Champignons
  • 1 gr. Tomate (in Achteln)
  • Salz und Steakpfeffer
  • Olivenöl
  • 150 g Schafskäse

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Mit Ausnahme der Zwiebel und dem Schafskäse alle Gemüsesorten in Olivenöl anbraten und kräftig würzen (mit kräftig meine ich auch kräftig!), Zwiebeln und Schafskäse dazugeben und im vorgeheizten Ofen bei 250 Grad 10 Minuten überbacken.

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Dazu passt ein frisches Baguette, mit dem man prima den Sud aus der Pfanne aufsaugen kann….

Ach…äh…übrigens: irgendwie hat sich doch noch ein Stück Rinderfilet eingeschmuggelt…

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Guten Appetit!

Classic Burger

Die furchtbaren Zeiten, in denen alle Deutsche einen Hamburger von McD für den Inbegriff amerikanischer Burgerkunst hielten, sind glücklicherweise vorbei. Tolle und kreative Burgerläden sprießen aus dem Boden (und viele davon werden genauso schnell wieder verschwinden) und beglücken uns mit großartigen (aber meist auch völlig überteuerten) Burgerkreationen.

Dabei ist so leicht und ganz gewiss kein Hexenwerk, sich einen tollen Burger selber zu bauen.

Dazu braucht es im Wesentlichen 3 Komponenten plus Beiwerk:

1. Die Burgerbrötchen, die im Fachjargon Buns genannt werden. Sie sind mit einigem Aufwand selbst herstellbar. Ich muss zugeben, mich dieser Herausforderung noch nicht gestellt zu haben und habe bislang auf Convenience Buns zurück gegriffen. Diese auf ein Backblech legen und im Ofen unterm Grill bräunen.

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2. Die Patties: diese, in unserem Sprachgebrauch fälschlicherweise auch Frikadellen genannten Hackfleischfladen sind von extrem großer Bedeutung und werden stets frisch zubereitet:

  • 650 g Rinderhack
  • 1 gr. Zwiebel (sehr fein gewürfelt)
  • 2 EL Tomatenketchup
  • 1 EL Dijon-Senf
  • 1/2 TL Worchester Sauce
  • 1/2 TL getr. Oregano
  • Salz und Pfeffer

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Alle Zutaten vermengen, abschmecken und Patties formen. Bis zur Zubereitung kalt stellen.

3. Burgersauce

Eine gute Burgersauce sollte mehrere Komponenten vereinen. Eine ausgewogenes Verhältnis zwischen Süße, Säure und Schärfe ist hier besonders wichtig:

  • 100 g Steaksauce
  • 100 g. Mayonnaise
  • 50 g Dijon Senf
  • Salz, Chiliflocken, Zucker
  • 2 Cornichons (grob zerteilt)

Alle Zutaten in einen Rührbecher geben und fein pürieren.

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Nun sind dem persönlichen Burgerwahnsinn keine Grenzen gesetzt. Geschmacklich hilfreich sind süß-saure Gurkenscheiben, Röstzwiebeln (fertige, oder diese hier), krosse Baconscheiben,  Tomaten, Salat sowie Käse, der auf den gebratenen Patties geschmolzen wird (unterm Grill im Backofen).

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Die Reihenfolge der Schichtung ist egal…Hauptsache, es schmeckt…und das tut es!!!

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Rotes Thai Curry

Ich bin eigentlich erst vor einigen Wochen auf die richtige Thai Küche gestoßen, als ich anlässlich eines Berlin Besuchs erstmalig ein thailändisches Restaurant besucht habe und restlos begeistert war (ebenso wie meine Freundin Britta, auf deren Anraten der Restaurantbesuch überhaupt erst zustande kam). Seitdem habe ich zig Rezepte gewälzt, Bücher gelesen und mich schließlich für die ‚Einstiegsdroge‘ Curry entschieden. Es ist ein -wie immer- sehr einfaches Rezept, das extrem wandelbar ist, sowohl, was die Auswahl des Fleisches als auch die Variationen der Gemüsesorten angeht…dazu sicher ein anderes Mal mehr.

Ich habe hier ein in Scheiben geschnittenes Entrecote verwendet, das der hiesige Supermarkt gelegentlich im Ganzen (zu sensationellen Preisen) anbietet und das ich portionsweise vakumiere und einfriere.

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  • 400g – 500g Rindfleisch (Rumpsteak oder Entrecote)
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln (in Ringe geschnitten)
  • 1 rote Paprikaschote
  • 1 mittlere Zucchini
  • 2 EL rote Currypaste (scharf)
  • 1 Dose Kokosmilch
  • 100 ml – 200 ml Hühnerbrühe
  • 2 getr. Kaffirlimettenblätter
  • 2-3 TL brauner Zucker
  • 2 EL Erdnüsse
  • 2 TL Limettensaft
  • 250 g halbierte Cocktailtomaten
  • 1 EL Fischsauce
  • 1 EL süße Sojasauce

Zunächst das Fleisch in Streifen und Stücke schneiden, scharf anbraten und herausnehmen. Frühlingszwiebeln, in Stücke geschnittene Paprika und Zucchini anbraten, Currypaste hinzugeben und andünsten und mit Kokosmilch ablöschen. Limettenblätter hinzufügen und ca. 5 Minuten einkochen lassen. Restliche Zutaten hinzufügen (ohne Brühe), Fleisch wieder hinzugeben und mit Brühe auf die gewünschte Konsistenz verdünnen. Ggf. mit Salz abschmecken.

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Dazu gibt es natürlich Reis!

Szegediner Gulasch

Mir fällt auf, dass ich einen deutlichen Hang zur K.u.K-Küche zu haben scheine…Wiener Schnitzel, Kaiserschmarrn, dazu einen grünen Veltliner…und jetzt noch dieses wunderbar deftige Gulasch. Eigentlich eher ein Herbst- oder Wintergericht, aber da der Sommer nicht in die Pötte kommt, schmeckts auch jetzt.

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  • 1 kg Rindergulasch (in möglichst großen Würfeln)
  • 3-4 Zwiebeln (geviertelt und in Streifen geschnitten)
  • 1 TL Paprikapulver (edelsüß)
  • 1 TL Tomatenmark
  • 1 gr. Dose Sauerkraut
  • 750 ml Rinderbrühe
  • 1 Becher Schmand
  • Salz u. Pfeffer

Das Fleisch portionsweise in einem weiten Topf scharf anbraten. Dabei darauf achten, dass die Fleischstücke nicht übereinander liegen, denn dann ziehen sie Wasser und werden zäh, herausnehmen und mit Salz und Pfeffer würzen. Zwiebeln andünsten und mit Paprika und Tomatenmark würzen. Fleisch und Sauerkraut dazugeben und mit Brühe aufgießen und insgesamt 90 Minuten bei niedriger Hitze garen, zwischendurch umrühren.

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30 Minuten vor Ende den Schmand dazugeben und kurz vor Ende ggf. mit Stärke oder Soßenbinder etwas andicken.

Dazu gibt es zwingend Salzkartoffeln….

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Mahlzeit!

Geschnetzeltes mit Bresso-Sauce

Das größte Glück des Bloggers ist das gelungene Gericht, das größte Pech das vergessene Foto. So geschehen heute bei einem meiner Lieblingsgerichte der ‚Ruck-Zuck-Fraktion‘. Es geht schnell, ist extrem lecker und ein wahres Freudenfest für Saucenjunkies.

  • 2 Schweinefilets, sauber pariert
  • 2 große Zwiebeln
  • 250 ml Weißwein
  • 2 Packungen ‚Bresso tradizionale‘
  • 2 Becher Sahne
  • 1 EL Rinderbrühe
  • 2 Ecken Schmelzkäse
  • Salz und Pfeffer
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Das Filet in nicht zu dünne Scheiben schneiden, die Zwiebeln vierteln und ebenfalls in Streifen schneiden. Fleisch in sehr heißem Öl anbraten und herausnehmen, anschließend die Zwiebeln bräunen.

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Mit Wein ablöschen und fast völlig einkochen lassen. Frischkäse und Sahne zugeben und schmelzen lassen, dann mit Salz, Pfeffer und Brühe abschmecken und Schmelzkäse unterrühren. Fleisch wieder zugeben und 5 Minuten weitergaren….zack, bumm, fertig!

Dazu passen sowohl Kartoffeln, Nudeln Reis, oder wie in meinem Falle, knuspriges Baguette!

Currywurst!!!

Ich kann von mir behaupten, dieses Rezept professionell behandelt zu haben. Mindestens 20 Rezepte habe ich ausprobiert, abgewandelt und wieder verworfen. Mittlerweile habe ich drei Rezepte in der engeren Auswahl, von denen ich heute das erste präsentiere….Currywurst, wie sie an der Pommesbude schmeckt!

  • 150 g Steaksauce (z.B. von Knorr)
  • 150 g Hela Gewürzketchup delikat (unverzichtbar)
  • 50 g Heinz Tomatenketchup
  • 50 g Heinz Curryketchup
  • 1-3 TL brauner Zucker
  • 1/4 TL Zwiebelpulver
  • 1/4 TL Knoblauchpulver
  • 1/4 TL Senfpulver
  • 2 EL Currypulver
  • 1 TL Paprikapulver
  • Saft einer halben Zitrone
  • Rinderbrühe

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Alle Zutaten (bis auf die Brühe zusammenrühren), abschmecken und mit der Brühe auf die gewünschte Konsistenz verdünnen…  20150614_163213

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Um die Currywurst selbst ranken sich derart viele Mythen, Geschichten und Halbwahrheiten, dass ich mich lieber nicht drauf einlasse….

Ich verwende eine handelsübliche Bratwurst, die zwingend auf dem Grill ihrer finalen Bräunung zugeführt wird. Bitte nicht in der Pfanne braten, denn dann wird sie lediglich von oben und unten braun und der Rest bleibt fahl, was ziemlich dämlich aussieht.

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Schnitzel…against all odds

Kein Fleischgericht hat mich jemals so beeindruckt wie ein (scheinbar) einfaches Wiener Schnitzel, bzw. Schnitzel Wiener Art, wie es ja heißen muss, sofern es vom Schwein kommt. Es kann so saftig, würzig und gleichermaßen knusprig sein, sofern man ein paar Dinge beachtet.

Ich möchte den österreichischen Nachbarn keinesfalls zu nahe treten, aber ihr seit Jahrzehnten propagiertes hauchdünnes Nichts, dass nur durch das ‚Ausbacken in reichlich Fett‘ geschmackliche Nuancen erhält, halte ich für kulinarischen Mumpitz. Aber der Reihe nach: der reinen Lehre nach muss das aus der Kalbsoberschale stammende Fleisch mittels einen ‚Plattiereisens‘ auf wenige Millimeter Dicke bzw. Dünne geklopft werden. Mit anderem Worten: es wird mit einem Fleischhammer platt gedroschen…

Ich präferiere ein mindestens ein Zentimeter dickes Schweineschnitzel aus der Oberschale, das ordentlich mit Salz und Pfeffer gewürzt wird. Danach sollte es ein Bad in verquirltem Ei erfahren, um anschließend in einem guten Paniermehl gewälzt zu werden.

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Dann eine Pfanne mit reichlich neutralem Öl und Butter erhitzen und das Schnitzel unter mehrmaligem Wenden garen….die Fotos sprechen Bände!

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Wer Lust auf Beiwerk hat, brät einige braune Champignons und eine in Streifen geschnittene Zwiebel scharf an und serviert dies dazu….Pommes und Soße dazu stets willkommen….

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Lachstartar mit Mango

Hätte ich zu dieser Stunde schon Alkohol in nicht unerheblichem Maß intus, würde dieses wundervolle Gericht sicher in einem Anfall von Alkoholinfantilismus ‚Mango Nr. 5‘ getauft werden, aber da dem nicht so ist, heißt es so, wie jetzt eben heißt.

Nach dem Urrezept sollte es mit Avocado zubereitet werden, aber mit diesen Biestern ist das ja immer so eine Sache hinsichtlich des Reifegrads, also habe ich kurzerhand eine vollreife Mango verwendet. Das Ergebnis ist tatsächlich noch besser, weil fruchtiger!

  • 250g sehr frischen Lachs (am besten Sushi-Qualität)
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 vollreife Mango
  • 1 kleines Stück Ingwer
  • 1 TL abgeriebene Limettenschale
  • 2 TL Limettensaft
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer und ggf. gemahlene Chiliflocken
  • Schnittlauch zum Dekorieren

Lachs ggf. von der Haut befreien und in kleine Würfel schneiden. Frühlingszwiebeln und Ingwer ebenfalls sehr fein würfeln. Mango schälen, vom Stein schneiden und logischerweise fein würfeln. Mit restlichen Zutaten vermengen und abschmecken, dann kalt stellen.

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Dazu gibt es eine schnelle, schmackhafte Mayonnaise. Dabei bitte darauf achten, dass alle Zutaten die gleiche Temperatur haben, da sie sonst totsicher gerinnt.

  • 1 Eigelb
  • 1-2 TL Dijon-Senf
  • 1 EL Weißweinessig
  • 200 ml neutrales Öl
  • Salz, Pfeffer, etwas Zitronensaft, Zucker

Eigelb, Senf und Essig in eine Rührschüssel geben und mit den Quirlen des Mixers vermengen. Anschließend erst tröpfchenweise das Öl zugeben, dann in kleinen ‚Schlucken‘ und weiter mixen, bis eine feste Konsistenz erreicht ist. Dann abschmecken und mit soviel Milch vermischen, bis sie soßenartig dünn ist.

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Und wenn man dann noch beim Anrichten nicht so hastig ist wie ich, dann sieht es sicherlich sogar gut aus.

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Insgesamt ein sehr einfaches Rezept, das als perfekte Vorspeise durchgeht und geschmacklich ordentlich was hermacht.