Teigröllchen mit Ratatouille-Füllung

Eine passende Beilage zum Grillen zu finden, ist nicht einfach. Klar, Pimientos gehen immer, Salat auch, ist aber auch irgendwie etwas langweilig auf die Dauer. In einer meiner neuesten Kochzeitschriften habe ich ein super Rezept gefunden, das Gemüse und Brot miteinander vereint. Das französische Gemüsegericht, das wegen der Kräuter immer nach Mittelmeer duftet und schmeckt, wird hier in eine Hülle aus vorbereitetem Teig gehüllt und im Ofen gebacken. In Ermangelung eines Filoteigs, der offensichtlich wenig nachgefragt wird, habe ich mich für Flammkuchenteig entschieden. Der ist zwar nicht so dünn, dafür aber etwas schmackhafter und verbindet sich herrlich mit dem Gemüse. Dabei fällt mir ein, dass man den Zeichentrickklassiker auch durchaus mal wieder gucken könnte, denn der war richtig super. Dazu gibt es eine mit diversen Kräutern gepimpte Aioli.

  • 1 Aubergine
  • 1 kl. Zucchini
  • 1 kl. Fenchelknolle
  • 1 Zwiebel
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • Olivenöl, Salz, Pfeffer,
  • getr. Thymian und Rosmarin
  • 1 EL Tomatenmark
  • 150g Gemüsebrühe
  • 50 g Butter
  • 1 Pk. Flammkuchenteig

Aubergine und Zucchini fein würfeln, Fenchel und Zwiebel in feine Streifen schneiden, Knoblauch hacken. Alles getrennt voneinander im Öl anbraten, wieder zusammenführen und mit Salz, Pfeffer und Kräutern mischen, Tomatenmark zugeben und kurz anschwitzen und mit Brühe ablöschen und einkochen lassen, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Jetzt unbedingt abschmecken und ggf. nachwürzen!

Ofen auf 180 Grad Ober/Unterhitze vorheizen, Teig, entrollen, Butter schmelzen und auf den Teig pinseln, Gemüse auf den den vorderen zwei Dritteln verteilen. Teig vorsichtig aufrollen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen und für 15 – 20 Minuten backen, herausnehmen und lauwarm abkühlen lassen. In fingerdicke Scheiben schneiden und servieren…himmlisch!

Dinkel-Joghurt-Baguette

Ich gebe zu, dass ich für knuspriges Baguette wirklich ein Faible habe. Es schadet auch nicht, wenn es zudem noch etwas warm ist. Bestrichen mit etwas salziger Butter oder in einen leckeren Dip getaucht, ist es einfach himmlisch. Leider hat der kulinarische Herrgott vor den Genuss die Arbeit und vor allem das Warten gestellt. Und das ist leider unumgänglich. Hefeteig braucht nun mal seine Zeit, dagegen kann man nichts machen. Wenn man das Baguette so herstellt wie in diesem Rezept, wird man mit einem knusprigen, wohlschmeckenden Brot mit fast fluffigem Innenleben belohnt. Das kann ich hier mal so versprechen. Allerdings wird man um den Kauf eines Baguetteblechs kaum herumkommen. Der Teig ist relativ weich und würde arg in die Breite gehen, wenn man ihn so auf dem Blech zubereiten würde. Die Anschaffung lohnt sich aber, da die Teile unverwüstlich sind.

  • 500 g Dinkelmehl (Typ 630)
  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 2 TL Salz
  • 150 g Naturjoghurt
  • 200 ml Wasser

Seit einiger Zeit habe ich die Low-Budget-Version des Thermomix. Das Gerät soll bei mir niedere Dienste erledigen. Eier kochen geht super, Sauce Hollandaise auch, und eben Hefeteig kneten. Wasser (kann ruhig kalt sein) und zerbröckelte Hefe in den Mixbehälter geben, Temperatur auf 37 Grad stellen und mit Stufe 1 für 2 Minuten mischen. Dann übrige Zutaten zugeben und für weitere 5 Minuten bei Stufe 3 kneten lassen (ohne Temperatur). Fertig ist ein samtweicher Teig, der in einer neuen Schüssel für 2 Stunden aufgehen darf (und es auch hoffentlich tut). Dann den Teig dritteln, zu länglichen Baguettes formen und in die eingeölten Mulden des Baguetteblechs legen. Mit etwas Mehl bestäuben und für weitere 60 Minuten abgedeckt gehen lassen. Den Ofen auf volle Leistung (250 Grad) vorheizen und ein feuerfestes Schälchen mit Wasser auf den Ofenboden stellen, das mit erhitzt wird und schließlich kocht. Die Baguettes mit einem sehr scharfen Messer längs einschneiden zunächst 10 Minuten unter Dampf backen, anschließend die Ofentür öffnen und den Dampf ablassen, das Schälchen herausnehmen, die Tür wieder schließen und bei 210 Grad noch 10-15 Minuten bis zur gewünschten Bräunung weiterbacken.

Sachertorte

Powidl, Schlagobers und Marillen sind die sprachlichen Geheimwaffen der Österreicher, Dass Marillen hierzulande Aprikosen heißen tut ja eigentlich nichts zur Sache, außer man kauft in einem hiesigen Supermarkt ein und sucht sich im Marmeladenregal einen Wolf, um Marillenkonfitüre zu finden, wie es das Rezept für Sachertorte vorsieht. Besagte Torte ist ein Kalorienbiest höchster Klasse, denn allein die Glasur aus Schokolade und Zuckersirup kann einen aus den Latschen hauen. Allerdings gibt die Konfitüre einen guten Gegenpart mit der leicht bitteren Note, dennoch bleibt eins gewiss: Schlagobers kann man getrost weglassen!

  • 150 g Butter
  • 150 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 6 Eier
  • 120 g Zartbitterkuvertüre
  • 120 g Mehl
  • 2 EL Kakaopulver
  • 200 g Aprikosenmarmelade
  • 200 g Zucker
  • 200 g Zartbitterschokolade (mind. 70 % Kakao)

Den Backofen auf 160 Grad Umluft vorheizen. Eine Springform (24 cm) am Boden mit Backpapier auslegen. Den Rand einfetten und mit Mehl bestäuben.

Butter in einer großen Rührschüssel mit den Quirlen des Mixers schaumig rühren. 100 g Zucker, Salz und Vanillezucker unterrühren. Eier trennen und die Eigelbe einzeln darunterschlagen, Kuvertüre schmelzen und lauwarm unterheben. Eiweiß mit 50 g Zucker sehr steif schlagen (ich mach das immer in der Küchenmaschine!) , auf die Eimasse geben, Mehl und Kakao darübersieben und alles vorsichtig unterheben.

In die Springform geben und ca. 50-55 Minuten backen, anschließend herausnehmen, den Rand lösen und kurz auskühlen lassen, dann den Kuchen umdrehen und Boden und Backpapier entfernen.

Üblicherweise wird jetzt der gesamte Kuchen in waagerecht in zwei Teile geschnitten. Da ich jedoch nachtischgerechte Küchlein haben wollte, habe ich mit einem Ausstecher (ca. 8 cm) vier kleine Kuchenausgestochen. Den übriggebliebenen Kuchen kann einfach so wegsnacken. Die Törtchen werden dann ebenfalls waagerecht halbiert und auf die untere Hälfte reichlich von der Marmelade geschmiert und wieder zusammengesetzt.

Nun geht’s an die Glasur. Hierfür Zucker und 120 g Wasser aufkochen. Anschließend die Schokolade in der etwas abgekülten Zuckerlösung schmelzen. Jedes Küchlein nun auf einen eigenen Teller legen, mit etwas Guss begießen und durch Schwenken des Tellers verteilen, bis es am Kuchenrand hinunterläuft. Anschließend die Ränder mit einem Messer oder kleiner Palette verstreichen und alles abkühlen lassen.

Es schmeckt nicht nur vorzüglich, sondern ist auch einer optischer Leckerbissen, vor allem, wenn man handwerklich geschickter ist als ich!

Hackbraten (Falscher Hase)

Während der Sommer ein Sabbatical macht, schwinge ich sofort die grobe Keule der Deftigkeit und widme mich einem Klassiker der deutschen Küche. Als ich im Vorfeld Freunden berichtet habe, was ich zu kochen gedenke, kamen ausnahmslos nur positive Rückmeldungen. Die Begriffe ‚Oma‘, ‚Kindheit‘ und ‚lecker‘ fielen des Öfteren. Dabei ist die Zubereitung ziemlich einfach und macht relativ wenig Aufwand. Deshalb habe ich als Beiwerk noch ein Paprikagemüse gemacht und den in der kulinarischen Tradition nicht minder bedeutungsvollen Kartoffelbrei, wobei mir der ‚Brei‘ ganz wichtig ist. Denn er ist frei von Stücken und ausgesprochen sämig, was ihn vom hippen ‚Stampf‘ unterscheidet.

Doch zurück zum Hackbraten. Wieso er ausgerechnet falscher Hase genannt, erschließt sich mir nicht genau. Es mag an der Form liegen, in die er gebracht wird. Ohne Brille und mit ein paar Gläser Wein intus könnte man tatsächlich auf die Idee kommen, er läge ein Hase in der Bratform. Drollig!

Im Grunde ist es eigentlich nur eine große Frikadelle, die mit fein gewürfelten Gewürzgurken eine leicht säuerliche Nuance erhält und die im Gegensatz zur kleinen Schwester im Ofen und nicht in der Pfanne zubereitet wird.

  • 750 g Gehacktes (halb und halb)
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Eier
  • 1-2 Brötchen
  • 1 EL Senf
  • 3-4 kleingewürfelte Gewürzgurken
  • 1/2 Liter Brühe
  • etwas Sahne bzw. Creme Fraiche

Brötchen in Würfel schneiden und in warmen Wasser einweichen und nach 5 Minuten herausnehmen und kräftig ausdrücken.. Die Zwiebeln fein würfeln und in etwas Butterschmalz andünsten, anschließend mit Hack, Eiern, Senf, Brötchenwürfel und Gurken gründlich vermengen. Ich mache dies immer in meiner Küchenmachine auf kleinster Stufe. Das garantiert beste Vermischungsergebnisse – ehrlich! Den Hackkloß in Form bringen und in eine ausreichend große Auflaufform legen. Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad (Umluft 180 Grad) insgesamt 60 Minuten garen, nach 30 Minuten Brühe und Sahne/Creme fraiche zugeben. Nach 60 Minuten herausnehmen und die Soße ggf. binden.

Käse-Makkaroni

„Ich hätte gerne einen Bagel mit Chia-Topping…belegt mit veganem Käse und Ponzu-Soja-Crème – das Salatblatt ist doch sicher bio, oder?“ Die Deutschen sind ganz groß darin, auch wirklichen jeden Firlefanz aus Amiland mitzumachen. Wir schauen keinen Kinofilm mehr, sondern natürlich einen ‚Blockbuster‘, auch isst man kein schnödes Steak mehr, sondern mit abgespreiztem kleinen Finger ein ‚Sirloin‘. Und ein Brötchen ist selbstverständlich kein Brötchen mehr, sondern neuerdings ein fancy ‚Bagel‘, mit einem Loch in der Mitte, das die Verwandschaft zum zuckrig-klebrigen Halbbruder, dem Donut offenbart. Beide sind natürlich völlig sinnfrei, schließlich ist es der übliche Krempel wie früher, nur in neue Formen gegossen. Daher bereite ich heute Käse-Makkaroni, und nicht ‚Mac & Cheese‘ zu, wie der angloamerikanische Systemgastronom es anpreisen würde.

Besondere Bedeutung kommt hier dem Käse zu. Mit ihm steht und fällt das ganze Gericht. Ich kann nur dringend von abgepacktem, fertig geriebenem Gouda abraten: Zum Einen ist er nahezu geschmacksneutral, zum Anderen ist er mit chemischen Trennmitteln besprüht, damit der Käse schön locker bleibt und nicht zusammenklebt. Ich empfehle hier einen guten, mittelalten Gouda oder sogar einen nicht zu reifen Bergkäse…die freundliche Käsethekenfachkraft wird euch schon richtig beraten.

Ach ja: ich habe noch eine Packung Würfelschinken drangetan…ist einfach geiler!

  • 1 Stange Lauch
  • 2 El Butter, weich
  • Salz
  • Pfeffer
  • 200 g Makkaroni
  • 250 g Schmand
  • 4 El Milch
  • 2 Tl mittelscharfer Senf
  • 0.25 Tl Cayennepfeffer
  • 200 g mittelalter Gouda
  • 1 Büffelmozzarella, (125 g)
  • 3 El Semmelbrösel
  • ggf. Würfelschinken nach Belieben

Lauch putzen, längs halbieren, gründlich waschen und in 1/2 cm breite Stücke schneiden. 1/2 El Butter in einem Topf schmelzen. Lauch darin 5 Min. dünsten und mit Salz und Pfeffer würzen.

Nudeln in reichlich kochendem Salzwasser nach Packungsanweisung bissfest garen. Schmand mit Milch und Senf glattrühren. Mit Salz und Cayenne würzen. Gouda raspeln und Mozzarella würfeln. Käse unter die Schmandmischung rühren. Nudeln abgießen, gut abtropfen lassen und mit dem Käseschmand, Lauch und ggf. Schinken mischen.

Eine hohe Auflaufform mit 1/2 El Butter fetten. Nudeln in die Form füllen und mit Semmelbröseln bestreuen. 1 El Butterflöckchen darauf verteilen. Im heißen Ofen bei 180 Grad im unteren Ofendrittel 25 Min. backen. (Umluft nicht empfehlenswert).

Eins noch: eigentlich wollte ich dieses Rezept nicht posten, weil so Nudelgedöns in den seltensten Fällen appetitlich aussieht. Aus Jux habe ich das fertige Teil ein paar Sekunden lang gefilmt und bei Facebook gepostet…mit für meine Dimensionen zahlreichen Reaktionen. Daher jetzt hier doch das Rezept, aber mit vergleichsweise wenigen Fotos.

Speck-Lachs mit Kartoffel-Erbsen-Stampf

Ein Lachs ist ein Lachs ist ein Lachs…so oder so ähnlich kann man den hierzulande wohl beliebtesten Fisch treffend umschreiben. Heute gibt es eine Variante mit Bacon, denn der macht alle glücklich – immer! Und da Fisch immer auch etwas Säure benötigt, bekommt die flüssige Kressebutter für den Stampf noch eine ordentliche Portion Zitrone verpasst. Schnell – lecker – dekorativ!!!

  • 750 g Kartoffeln
  • Salz
  • 600 g Lachsfilets ohne Haut, (Mittelstück)
  • Pfeffer
  • 12 Scheiben durchwachsener Speck, (ca. 220 g)
  • Öl für das Blech
  • 1 Zitrone (unbehandelt)
  • 60 g Butter
  • 300 g TK-Erbsen
  • 100 ml lauwarme Milch
  • 1 Beet Gartenkresse

Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden und in Salzwasser gar kochen.

Ofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Lachs in 4 Tranchen schneiden, leicht salzen und gut pfeffern, mit jeweils 3 Scheiben Bacon umwicken und auf ein Backblech mit Backpapier setzen und im Ofen 12-15 Minuten garen.

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Zitrone heiß waschen, trocken tupfen und die Schale hauchdünn abschälen und in kurze, feine Streifen schneiden. Butter in einem kleinen Topf aufschäumen lassen und von der Kochstelle nehmen. Zitrone unterrühren und die Butter warm halten.

 

Kurz bevor die Kartoffeln gar sind Erbsen zugeben und zusammen zu Ende garen. Kartoffeln und Erbsen abgießen, mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken, dabei die Milch unterarbeiten. Kresse vom Beet schneiden, unter die Butter rühren. Lachs mit Kartoffel-Erbsen-Stampf und Zitronen-Kresse-Butter anrichten.

 

Sehr feines Gericht!!!

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Brötchen

Ich habe ewig und drei Tage nach einem einfachen, aber tollen Rezept für Sonntagsbrötchen gesucht, die man, so irre es klingt, auch samstags essen kann. Aber wie es immer so ist im Leben, irgendwann läuft einen das richtige Rezept einfach um! Der unschätzbare Vorteil dieses Rezepts ist, dass es bereits am Vorabend fix und fertig vorbereitet wird und die Hefe über Nacht ihre Arbeit verrichten kann, so dass am Morgen lediglich noch gebacken muss!

  • 500 g Mehl (ich habe hier Dinkel verwendet)
  • 2 TL Salz
  • 2 TL Backmalz
  • 30 g Hefe
  • 270 g Wasser

Mehl, Salz, Backmalz in einer großen Schüssel (idealerweise die der Küchenmaschine) mischen, Hefe im Wasser auflösen, zugeben und ca. 10 Minuten zu einem eher festen Teig verkneten, ggf. noch etwas Mehl zugeben. Der Teig darf auf keinen Fall zu weich sein, sonst ‚zerfließen‘ die Brötchen über Nacht im Kühlschrank.

Aus der Teigmasse 6 Brötchen formen und auf ein mit Backpapier oder Backalufolie ausgelegtes Backblech legen, mit einem sehr scharfen Messer einen leichten Längsschnitt setzen, mit etwas Mehl bestäuben und mit einem Tuch abgedeckt über Nacht im Kühlschrank gehen lassen.

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Morgens dann nur noch das Blech in den kalten Ofen schieben, Herd auf maximale Ober/Unterhitze einstellen und ca. 12-15 Minuten backen, dann die Hitze auf 180 Grad zurückdrehen und die gleiche Zeit weiterbacken, bis sie schön braun sind. Zwischendurch immer mal wieder mit kaltem Wasser bespühen (sorgt für eine geile Kruste).

Brötchen auf einem Gitter abkühlen lassen.

Flammkuchen

Treue Leser meiner kleinen Kochsammlung werden sich jetzt wundern, denn vor geraumer Zeit hatte ich schon einmal ein Rezept gepostet, und zwar dies hier.

Dieses Rezept allerdings beruht auf einem anderen Teig und wird ohne Form gebacken und schmeckt, wie ich finde, ganz anders und irgendwie besser. Die magische Geheimzutat in diesem Rezept ist Buttermilch. Sie sorgt dafür, dass der Teig so herrlich kross wird…vermute ich zumindest.

  • 15 g Hefe
  • 375 g Mehl
  • 150 ml Buttermilch
  • 4 El neutrales Öl
  • 250g Creme fraiche
  • Salz und Pfeffer
  • 100 g Würfelschinken
  • 2 rote Zwiebeln

Die Hefe in 50 ml lauwarmen Wasser auflösen. Mehl in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben, eine Mulde hineindrücken und das Wasser/Hefegemisch hineingeben. Mit etwas Mehl vom Rand vermischen und 15 Minuten stehen lassen (bis die Hefe anspringt). Dann die zimmerwarme Buttermilch, 1 1/2 Tl Salz und Öl zugeben und mind. 5 Minuten mit dem Knethaken durchkneten lassen, bis ein glatter Teig entstanden ist. Diesen ca. 2 Stunden gehen lassen.

Zwiebel in sehr dünne Scheiben hobeln, Creme fraiche mit wenig Salz und ordentlich Pfeffer würzen und kräftig durchrühren.

Teig in vier bis sechs Portionen teilen und sehr dünn ausrollen. Ich habe hier die ovale Form gewählt, weil es irgendwie einfacher erscheint und zudem ganz nett aussieht. Der Teig ist sehr elastisch und neigt dazu, sich immer wieder ein wenig zusammenzuziehen, daher sollte man in mehreren Etappen ausrollen.

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Ofen auf 250 Grad vorheizen und ein Backplech mit aufheizen (mind. 30 Minuten!)

Den Teig nun zunächst mit Creme fraiche bestreichen (dabei außen einen schmalen Rand frei lassen), dann mit Zwiebeln und Schinken belegen, auf ein Stück Backpapier ziehen und das Backpapier vorsichtig auf das Backblech ziehen. Die Backzeit variiert sehr stark…so ungefähr 5 Minuten werden es wohl sein. Der Teig sollte an den Rändern braun und knusprig sein.

Dazu ein Glas Rivaner aus der Pfalz (der vom Weingut ‚Metzger‘ ist mein derzeitiger Liebling).

Creme citronelle mit Himbeer-Passionsfrucht-Ragout

Zitronen sind einfach nur super! Ob nun als Hauptzutat wie in diesem Rezept, Geschmacksgeber wie im völlig unterschätzen Limoncello oder als natürlicher Geschmacksverstärker im Zaziki…ich liebe sie!

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Meine Freundin ist bekennde Nachspeisenliebhaberin. ‚Etwas Süßes geht immer‘, bekomme ich oft zu hören. Für einen Hauptspeisentyp wie mich zwar nur sehr schwer nachvollziehbar, habe ich mich mal darangesetzt, ein paar feine, aber nicht zu pompöse Nachspeisen zu recherchieren. Und bums: hier die Nr. 1

  • 2 unbehandelte Zitronen
  • 125g Zucker
  • 200g Creme fraiche
  • 3-4 Passionsfrüchte
  • 2 Eier und 4 Eigelbe
  • 1 TL Speisestärke
  • Agavendicksaft oder Honig
  • 4-5 Creme Brulee-Schälchen sowie 1 große Form
  • 250g Himbeeren (frisch oder TK)

Ofen auf 120-130 Grad vorheizen (keine Umluft).

Von einer Zitrone die Schale sehr fein abreiben, dann beide Zitronen auspressen (100ml). Zitronensaft, Schale, 1 TL Speisestärke, 125 g Zucker, Eier und Eigelbe sowie Creme fraiche glattrühren. Masse auf die Schälchen verteilen, diese in die große Form stellen und soviel heißes Wasser angießen, dass die Förmen zu zwei Drittel im Wasser stehen, in den Ofenstellen und 45 Minuten stocken lassen. Anschließend herausnehmen, abkühlen lassen und mit Klarsichtfolie abgedeckt einige Stunden (besser: über Nacht) im Kühlschrank durchkühlen lassen.

Passionsfrüchte halbieren, Kerne mit einem Löffel herauskratzen, mit Agavendicksaft oder Hönig nach Belieben süßen und vorsichtig mit den frischen oder aufgetauten Himbeeren mischen.

Vermählung: Creme aus dem Kühlschrank nehmen, Folie abnehmen (logisch!), etwas Ragout darauf verteilen und nach Bedarf mit Minzblättchen und Puderzucker garnieren.

Voilà!

 

 

 

 

Ofenlachs mit geschmolzenen Tomaten und Blattspinat

Lachs – ein unfassbar toller, schmackhafter und vielseitiger Fisch. Und wenn man ihn dann noch in Bioqualität oder als Wildlachs bekommt (und bereit ist, die horrenden Preise dafür zu bezahlen), dann wird daraus eine echte Delikatesse. Überhaupt finde ich die Kombination aus Fisch – Spinat – Tomate echt klasse!

Da trifft es sich doch prima, dass ich von Frau Poletto ein Rezept ausgebuddelt habe, das so herrlich einfach ist und dazu auch optisch etwas hermacht…und mal ganz ehrlich: hört sich ‚geschmolzene Tomaten‘ nicht megalecker an?

  • 750 g Tomaten
  • 5 EL Öl (gerne gutes Olivenöl)
  • 2 EL Butter
  • Fleur de Sel
  • Pfeffer aus der Mühle
  • Zucker
  • 700 g Blattspinat (ich hab hier 450g geforenen genommen)
  • 2 Schalotten
  • 2 Knoblauchzehen
  • frisch geriebene Muskatnuss
  • 600 g Lachsfilet (ohne Haut)
  • Pfeffer aus der Mühle

Die Tomaten an der Oberseite kreuzweise einschneiden, in eine ausreichend große Schüssel legen und mit kochendem Wasser übergießen und warten, bis sich die Haut zu lösen beginnt. Dann herausnehmen, kalt abschrecken, häuten, vierteln, entkernen und in kleine Stücke schneiden. In einer Pfanne 2 EL Öl und Butter erhitzen, Tomatenstückchen zugeben und bei milder Hitze dünsten, mit Salz und Pfeffer würzen.

 

 

Schalotten und Knoblauch schälen und fein würfeln und in restlichem Öl dünsten, Spinat zugeben, mit Salz, Pfeffer und frischem Muskat würzen, kurz weiterdünsten und beiseite stellen.

Backofen auf 180 Grad vorheizen. Den Lachs in zwei Tranchen schneiden, würzen. Den Spinat portionsweise (ungefähr in der Größe der Lachsscheiben)  in eine Auflaufform stzen, Lachs darauflegen und darauf die Tomatenwürfel drappieren.

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Für ca. 15-18 Minuten im Ofen garen. Ggf. noch mit etwas Pfeffer und wer hat und mag, mit frisch gehacktem Estragon bestreuen.