Rindfleisch ‚Kung Pao‘

Ursprünglich wird dieser Klassiker der traditionellen chinesischen Küche mit Hühnchen zubereitet und heißt dann konsequenterweise ‚Kung Pao Chicken‘, aber in der Auslage der Fleischabteilung lagen so wunderbare Ribeye-Steaks, so dass ich das Rezept kurzerhand transformiert habe. Die Rezeptvorlage, die ich natürlich bis zur Unkenntlichkeit modifiziert habe, hatte den wunderbaren Untertitel: ‚lecker, wie vom Chinesen‘. Dem möchte ich entschieden widersprechen. Den Schlangenfraß, den man mitunter in chinesischen Restaurants bekommt, bekomme ich vor lauter Monoglutamat schon lange nicht mehr durch den Hals. Und wenn man es zeitgemäß interpretiert, schmeckt es garantiert erheblich besser als beim Chinesen.

Marinade:

  • 500 g Rindfleisch, (Roastbeef oder Ribeye (Zwischenrippenstück), Filet ist viel zu kostbar)
  • 3 EL Sojasauce
  • 2 EL Reiswein (ich habe ‚Mirin‘ verwendet)
  • 1-2 EL Speisestärke

Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden. Die restlichen Zutaten miteinander verrühren und Fleisch darin marinieren.

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Nun die Soße mischen:

  • 8 EL Sojasauce
  • 4 EL Chilisauce (süß/scharf)
  • 4 EL Reiswein (ich habe ‚Mirin‘ verwendet)
  • 4 TL Zucker
  • etwas Pfeffer
  • 4 TL Sesamöl
  • 4 TL Speisestärke
  • 12 EL Wasser
  • 2 TL Fischsauce ‚Nam Pla‘

Zutaten für die Soße vermischen und beiseite stellen. Hinweis zur Soßenmenge: dies hier ist die doppelte Menge, da ich ausgesprochener Soßenfreak bin. Im Ursprungsrezept war nur die Hälfte angegeben, was mir bei weitem zu wenig erschien…aber jeder Jeck ist halt anders!

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weitere Zutaten:

  • 1 Knoblauchzehe (fein gewürfelt)
  • 4 Frühlingszwiebeln (geputzt und schräg in Ringe geschnitten)
  • 1 gr. Zwiebel (geviertelt und in Streifen geschnitten)
  • 40 Cashewkerne (geröstet und gesalzen)
  • 3-4 braune Champignons (in Stücke geschnitten bzw. geviertelt)
  • 50-75 g Bambussprossen (aus dem Glas, geschnitten)

Öl in einer Pfanne oder Wok erhitzen. Fleisch bei nicht zu großer Hitze anbraten (durch die Speisestärke brennt alles ziemlich fix an) und herausnehmen.

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Die ‚weiteren Zutaten‘ im Bratfett andünsten und die Soße dazugießen und aufkochen, Fleisch dazugeben und erhitzen. Dazu Reis (und nein, Kochbeutelreis ist keine Schande!)

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2 Kommentare zu „Rindfleisch ‚Kung Pao‘

  1. Hallihallo,
    als Koch muss ich sagen, dass mir das Rezept etwas zu eingedeutscht (Champignons) ist und etwa Fischsauce eher in Thailand eingesetzt wird. Aber sei es drum, da lässt sich drüber streiten.
    Natürlich gibt das Internet auch nicht viel her, wenn man nicht intensiv sucht, z.B. unter folgendem Link:
    http://www.foodnetwork.co.uk/recipes/kung-pao-beef.html
    Das Gericht kommt dann auch ganz ohne Mononatriumglutamat und Schlangen aus 😉
    Schönes Wochenende und viele Grüße!

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    1. Moin Moritz, das eingedeutschte Rezept ist natürlich dem Umstand geschuldet, dass man frische Shiitake Pilze hier eher selten findet. Ansonsten finde ich, dass es ziemlich lecker schmeckt, und das ist doch schließlich die Hauptsache! Trotzdem vielen Dank für deinen Hinweis und den Link…

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