Pasta – Fettucine – Bandnudeln

Die Geschichte der Pasta ist eine sehr umstrittene. Die Italiener behaupten, sie hätten sie erfunden, tatsächlich kommt die Nudel wohl aber tatsächlich aus China. Unumstritten ist für mich in jedem Fall, dass die Italiener die weltbesten Gerichte rund um die Pasta entwickelt haben. Neulich bin ich durch puren Zufall auf eine Netflix Serie namens ‚Chef’s Table‘ gestoßen. Hier werden Spitzköche aus der ganzen Welt portraitiert, und zwar auf eine äußerst sympathische Art und Weise. Die Folge, die ich gesehen habe, handelte von Massimo Bottura. Einem Drei-Sterne-Koch, der als einer der besten Köche der Welt gilt. In seiner Osteria Francesca in Modena kreiert er Gerichte, die wahre Kunstwerke darstellen. Der geneigte Leser kann sich ja bei Gelegenheit mal ‚The crunchy part of the lasagna‘ ansehen…einfach nur genial!

Heute sind wir einige Etagen weiter unten im kulinarischen Regal und befassen uns mit der Herstellung einfacher Pasta…wobei die frisch hergestellten auch eine wahrliche Delikatesse sind und so viel geiler schmecken als die fertig gekauften. Allerdings ist eine Nudelmaschine vonnöten, die das gleichmäßige Ausrollen übernimmt. Die Nonna in Modena erledigt dies selbstverständlich händisch mit einem risengroßen Nudelholz, aber ich vermute, als Ungeübter würde dieses Unterfangen in einer Katastrophe enden.

Das Grundrezept ist so einfach: 2 Teile Hartweizengrieß (ich verwende Semola di Grano Duro), 1 Teil Mehl, je Teil ein Ei, etwas Olivenöl, Salz und fertig…

  • 200g Hartweizengrieß
  • 100 g Mehl
  • 3 Eier
  • etwas Salz
  • etwas Olivenöl
  • ggf. ganz wenig Wasser

Alle Zutaten in der Küchenmaschine zun einem festen, aber homogenen Teig verarbeiten. In Folie im Kühlschrank nindestens 3 Stunden ruhen lassen. Erst danach vierteln und Stück für Stück in der Nudelmaschine von Stufe 1 bis Stufe 5 durchdrehen. Anschließend die Bahnen ordentlich mehlieren, aufrollen und mit einem scharfen Messer in Streifen schneiden. Abschließend nochmal ordentlich mit Grieß vermengen (damit nichts anklebt) und bis zum Kochen im Kühlschrank parken.

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Lachs-Nudelpfanne mit Zucchini

Es gibt Gerichte, die ich mit meinen Bordmitteln einfach nicht so fotografieren kann, dass sie auch nur halbwegs lecker aussehen. Dieses Gericht gehört auch dazu, genauso wie dies und dies – das aber nur am Rande!

Wenn man auf der Suche nach einem schnellen, schmackhaften Pastagericht ist und dabei noch gerne Lachs isst, dann ist man bei diesem Geschmacksallrounder genau richtig. Wichtig ist lediglich, dass man die Zucchini in nicht zu dünne Stücke schneidet, sonst sind sie schnell zu weich und die ganze Chose driftet schnell in Richtung Kantinenessen ab. Ist aber das Gemüse knackig, die Nudeln al dente und Lachs gut angebraten, wird aus diesem relativ einfachen Gericht eine wahre Delikatesse.

Ich nehme übrigens tiefgefrorenen Lachs (Wildlachs), den ich nur antauen lasse und dann in nicht zu kleine Würfel schneide.

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  • 600 g Lachsfilet
  • 1 EL Öl
  • 1 kleingehackte Zwiebel, 1/2 kleingehackte Knoblauchzehe
  • 150 ml Wermut (Noilly Prat)
  • 250 ml Sahne
  • 2 EL Zitronensaft
  • Salz und Pfeffer
  • 400 g kurze Nudeln
  • 1 Zucchini (ca. 300g)

Lachs in Würfel schneiden und im Öl bei mittlerer Hitze anbraten,  herausnehmen. Zwiebel und Knoblauch im Bratfett andünsten und mit Wermut ablöschen und einköcheln lassen. Sahne zugeben und erneut auf kochen lassen, mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen, vom Herd ziehen und Lachswürfel zurück in die Pfanne geben.

 

Nudeln nach Packungsanweisung in gut gesalzenem Wasser kochen. 3 Minuten vor Ende der Garzeit die in stattliche Würfel geschnittene Zucchini zufügen. Abgießen und ca. 100 ml Nudelwasser auffangen. Nudel/Zucchini-Mischung in die Pfanne zu Lachs geben, Nudelwasser zufügen und alles erneut kurz aufkochen.

In tiefe Teller füllen, ggf dekorieren (Basilikum oder Schnittlauch) und sofort essen!

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Makkaroni-Torte alla Carbonara

Verrückt! Anstatt hier eine anständige Carbonara zu kochen wie diese hier, kann ich mal wieder nicht die Finger von gewagten Variationen lassen. Zur reinen Lehre: Spaghetti Carbonara ist ein klassisches Nudelgericht aus Spaghetti, Speck, Ei und Käse. Dieses Rezept hier ersetzt beispielsweise den Speck (Pancetta) durch Tiroler Speck, der eigentlich ein Schinken ist, aber Speck genannt wird. Zudem verhelfen, Milch, Sahne und Tomaten zu etwas mehr Schmelz auf der Zunge.

  • 250 g kurze Makkaroni
  • 150 g Kirschtomaten
  • 100 ml Sahne
  • 50 ml Milch
  • 1/2 EL Speisestärke
  • 100 g Parmesan (oder Pecorino)
  • 100 g Mozzarella
  • 2 Eier
  • 10 Scheiben dünn geschnittener Tiroler Speck

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Ofen auf 160 Grad Umluft vorheizen. Die Makkaroni ca. 5 Minuten vorkochen (7 Minuten lt. Packungsanleitung), sie garen im Ofen noch nach, abgießen und abtropfen lassen. Kirschtonaten halbieren oder vierteln.

Sahne, Milch und Speisestärke verrühren. Eier unterrühren. Geriebenen Parmesan und kleingeschnittenen Mozzarella zugeben und kräftig mit Pfeffer würzeln, abschmecken und bei Bedarf etwas salzen.

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Eine kleine Springform (22 cm) mit Backpapier auskleiden, übriges Backpapier wegschneiden und mit Speck auslegen. Die Scheiben sollten sich leicht überlappen.

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Nudeln zurück in Topf geben, Tomaten und Eiersahne zugeben und alles verrühren. Die die ausgespeckte Form geben und den überhängenden Speck darüberklappen.

Im Ofen insgesamt 50 Minuten backen, nach 30 Minuten die Temperatur auf 180 Grad erhöhen!

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Saulecker!!!

Lasagne auf ‚gregorianische‘ Art

Ich liebe Lasagne! Sie ist zwar ein ganz klein wenig arbeits- bzw. vorbereitungsintensiv aber das Ergebnis rechtfertigt die Investitionen allemal. Das Geheimrezpt ihres Erfolgs ist die Kombination einer würzigen Hackfleischsauce (eigentlich sogar die Sauce hier) mit einer fein abgeschmeckten, gut eingekochten Bechamelsauce sowie den üblichen Lasagneplatten…Soulfood halt!

Für die Hackfleischsauce:

  • 500 g Gehacktes (halb und halb)
  • ca. 100 g durchwachsenen Speck
  • neutrales Öl zum Anbraten
  • 1 große Zwiebel, in feine Würfel geschnitten
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 2 EL Tomatenmark
  • 200 ml Rotwein
  • 1 kl. Dose Tomatenstücke
  • je 1/2 TL getrockneten Rosmarin und Thymian
  • Salz und Pfeffer
  • 1-2 TL Zucker
  • ggf. Gemüsebrühe zum Verdünnen

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Durchwachsenen Speck grob würfeln und im Blitzhacker zerkleinern, mit dem Gehackten, Zwiebel und Knoblauch in Öl krümelig anbraten. Tomatenmark zufügen und kurz anschwitzen, mit Rotwein ablöschen und einkochen lassen. Dosentomaten zufügen und mit den angegebenen Gewürzen abschmecken und beiseite stellen.

Für die Beschamelsauce:

  • 50 g Butter
  • 50 g Mehl
  • 700 ml Milch
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • 1 Lorbeerblatt
  • 50-60 g frisch (!) geriebenen Parmesan
  • ggf. Gemüsebrühe zum Verdünnen

zusätzlich:

  • 5-6 Lasagenplatten

Butter schmelzen, Mehl hinzufügen und kurz anschwitzen, nach und nach Milch zufügen und langsam unter Rühren zum Kochen bringen. Salz, Pfeffer, Muskat und Lorbeer zufügen und 15 Minuten leicht köcheln lassen und immer wieder umrühren. Zum Schluss Parmesan unterheben, erneut abschmecken und ggf. mit Gemüsebrühe verdünnen. Die Bechamelsauce sollte eine dickliche, aber nicht breiige Konsistenz haben.

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Nun wird geschichtet: In eine Lasagne- oder Auflaufform, die etwas größer ist als ein Lasagneblatt ist, zunächst etwas Bechamel verstreichen, darauf ein Blatt Lasagne legen, dann eine gute Schicht Hacksauce, und so weiter, bis die Form fast voll ist. Die oberste Schicht sollte unbedingt Bechamel sein!

Jetzt nur noch für 30 Minuten in den auf 200 Grad vorgeheizten Ofen geben…fertig!

Vegetarische Sauce Bolognese

Das mir sowas mal passieren würde! Ausgerechnet ich und eine vegetarische Bolo? Niemals…hätte ich vor zwei Jahren noch gesagt. Aber seitdem sich in meinem engeren Freundeskreis eine Vegetarierin befindet, die zudem auch noch ein wahrer Gourmet ist, werde ich immer mal wieder ‚genötigt‘, Neues auszuprobieren. Im Grunde bin ich dafür sogar sehr dankbar, denn so habe ich schon das eine oder andere leckere Gericht ausprobiert und für gut befunden.

Um es vorweg zu nehmen: die vegetarische Variante steht der fleischigen in nichts nach….also zumindest fast! Großer Vorteil dieser Variante: sie muss nicht stundenlang schmoren, sondern ist zügig verzehrbereit.

  • 600 g Champignons (am besten braune)
  • 150 g Zwiebeln
  • 100 g Möhren
  • 100 g Staudensellerie
  • 3 EL Öl
  • 4 Zweige Thymian
  • 2 Zweie Rosmarin
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Tomatenmark
  • 250 ml Gemüse Brühe
  • 150 ml Rotwein
  • 300-400 g stückiges Tomatenragout
  • Salz, Pfeffer, Zucker

Wo viel Licht ist, ist natürlich auch ein wenig Schatten: weil dieses Gericht nicht annähernd so lange köchelt wie das Original, muß das Wurzelgemüse entsprechend kleiner geschnitten werden, damit es gar ist und etwas Bindung abgeben kann.

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Pilze putzen und klein schneiden. Wurzelgemüse ebenfalls kleinschneiden (s.o.)! Gesamtes Gemüse in Öl solange anbraten, bis die Flüssigkeit der Pilze verdampft ist und die ganze Chose etwas gebräunt ist. Thymian, Rosmarin, fein gehackten Knoblauch sowie Tomatenmark zugeben, kurz anschwitzen lassen und mit Rotwein und Brühe ablöschen. Tomaten zugeben und ca. 15 Minuten einkochen lassen, abschmecken….fertig!

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Pasta alla Ragù aka ‚Spaghetti Bolognese‘

The King of Klugscheißing is back! Und zwar mit einer Erkenntnis, die das kulinarische Deutschland in seinen Grundfesten erschüttern wird: Spaghetti Bolognese gibt es gar nicht! Als ich mit der monatelangen Recherche für dieses Rezept begonnen habe, musste ich feststellen, dass es wieder einmal nur eine deutsche Erfindung ist.

Aber der Reihe nach: im norditalienischen Bologna (eine Stadt, die mich sowohl kulinarisch als auch musikalisch zu verfolgen scheint) wird seit Jahrhunderten eine Sauce (Ragù) aus Hackfleisch, Gemüse, Rotwein und Gewürzen gekocht, die man dort traditionell zu selbstgemachten Bandnudeln (Tagliatelle) reicht.Als dieses wundervolle Gericht, dass seine Vollendung erst nach stundenlangem Schmoren erreicht, dann auch in Deutschland angekommen war, hatten die kulinarischen Totengräber natürlich nichts Besseres zu tun, als das Rezept auf wenige Komponenten und die Garzeit auf ein Mindestmaß zu reduzieren, so dass von dem ursprünglichen Gericht rein gar nichts mehr übrig blieb. Als Beilage mussten natürlich Spaghetti herhalten, denn andere Pasta kannten die Deutschen bis dato nicht. Später kam die unvermeintliche Spirelli-Nudel hinzu (die eigentlich Fusilli heißt). Ihre beiden Betätigungsfelder: Nudelsalat (mit ordentlich Mayo) und Kindermittagessen mit Ketchup – aber das ist ein anderes Thema!

So wird uns seit Jahren vorgegaukelt, Spaghetti Bolognese sei der italienische Pastaklassiker schlechthin und man findet sie auf (fast) jeder Speisekarte italienischer Restaurants…was’n Ding!

Nun aber zurück zur Kulinarik: die ‚Bolo‘, wie mein Hamburger Kochidol immer zu sagen pflegt, ist ein wahnsinnig tolles Rezept. Das Zusammenspiel der Aromen entfaltet sich tatsächlich erst nach mindestens zweistündiger (besser noch: dreistündiger) Kochzeit, für die hier eher der Begriff Schmorzeit zutrifft.Man braucht also gut und gerne einen halben Tag, um die Sauce zuzubereiten und dann sollte sie am besten noch über Nacht stehen. Belohnt wird man mit der perfekten Nudelsauce, die sich übrigens toll zum portionsweisen Einfrieren eignet.

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  • 250 g Zwiebeln
  • 4-5 Knoblauchzehen
  • 250 g Möhren
  • 200 g Staudensellerie
  • 100-200 g durchwachsenen geräucherten Speck
  • 600 g frische Tomaten
  • 6 EL Öl
  • 1 kg Hackfleisch
  • 3 EL Tomatenmark
  • 1/2 – 3/4 l Rotwein
  • 20 g getrocknete Steinpilze
  • 2 Lorbeerblätter
  • 8 Thymianzweige
  • 4 Rosmarinzweige
  • 3 EL Zucker
  • 1 große Dose Tomaten (850 g EW)
  • Salz, Pfeffer und ggf. Chiliflocken

Zwiebeln, Knoblauch, Möhren und Sellerie in feine Würfel schneiden. Ich mache das immer in einer Art großen Blitzhacker (Quick Chef von Tupperware), das geht schnell und ist sehr praktisch, denn hier kommt es nicht auf Schönheit an. Speck ebenfalls zerkleinern (Moulinette o.ä.), bis es fast eine Farce geworden ist; fein würfeln geht natürlich auch.Die Tomaten anritzen und kurz in kochendes Wasser legen, bis sie sich zu häuten beginnen, herausnehmen, abschrecken, Haut abziehen, vierteln, Kerne entfernen und Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden.

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Öl in einem großen Topf erhitzen, Hack und Speck krümelig anbraten, würzen. Gemüsewürfel dazugeben und ca. 5 Minuten mitbraten, dann Tomatenmark zufügen und ebenfalls andünsten. Mit ca. 0,5 l Rotwein ablöschen. Steinpilze ggf. etwas kleiner schneiden und mit den Kräutern, Dosentomaten und frischen Tomaten zugeben und kräftig umrühren.

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Jetzt mindestens 2, eher 3 Stunden mit geschlossenem Deckel köcheln lassen und immer wieder Rotwein angießen. Zum Schluß mit Salz, Pfeffer, Chili und Zucker abschmecken.

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Übrigens: auf dem Titelbild sieht man neben dieser Bolognese noch eine zweite stehen…es ist natürlich die vegetarische Variante, die hier in Kürze auftauchen wird!

 

 

Nudelpfanne aus dem Ofen

Tja, was soll ich sagen? Ich wollte eigentlich nur schnell mal was mit Nudeln und Hack machen….herausgekommen ist eine extrem leckere und einfache Kombination, die ein klein wenig an eine sahnige Bolognese erinnert (obwohl ich sehr wohl weiß, dass eine Bolo nie sahnig zu sein hat). Nur wer’s ausprobiert und nachkocht, wird die Magie erleben 😉

  • 200 g Bandnudeln
  • 1 gr. Zwiebel
  • Öl
  • 300 gemischtes Hack
  • 150-200 ml Rotwein
  • 1 Dose Tomatenmark (140 g)
  • 1/2 TL Thymian
  • Salz, Chiliflocken, Paprikapulver, Zucker
  • 1 Becher Sahne (250 g)
  • 120 g geriebener Greyerzer Käse

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Die in kleine Würfel geschnittene Zwiebel in Öl andünsten, dann das Hack dazugeben und alles krümelig braun anbraten, mit Thymian, Chili, Paprika, Salz und Zucker würzen, anschließend mit dem Tomatenmark ‚tomatisieren‘, also weiter anbraten. Dann den Wein zugeben und etwas einkochen lassen. Herd abstellen und Sahne zugießen und alles pikant abschmecken.

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Nudeln kochen und ca. 1-2 Minuten kürzer kochen als empfohlen, da sie im Ofen noch ordentlich nachgaren, abgießen und zu dem Sud geben und vermischen.

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Alles in eine Auflauf oder Gratinform geben, mit dem Käse bestreuen und in dem auf 200 Grad vorgeheizten Ofen ca. 25-30 Minuten backen.

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Kurz, knackig, lecker!

Ravioli mit Spinat-Ricotta-Füllung

Wer an einem regnerischen Sonntag mal nichts Besseres vor hat und seinem Besuch etwas Eindrucksvolles präsentieren möchte, der sollte sich diesem wunderbaren Rezept widmen. Zugegeben, es macht ordentlich Arbeit und man muss auch einigermaßen sorgfältig arbeiten (was insbesondere mir schwer fällt), aber das Ergebnis sind extrem schmackhafte und aromatische Teigtaschen. Großes Plus bei diesem Gericht: man kann die Ravioli hervorragend vorbereiten. Sie benötigen nach dem Eintreffen der Gäste nur wenige Minuten im köchelnden Wasser.

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Der Nudelteig entspricht im Wesentlichen diesem hier, allerdings habe ich ihn gestern auf Basis von 300 g Hartweizengrieß (Semola!!!) zubereitet.

Füllung:

  • 250 g Ricotta
  • 100 g geriebenen Parmesan
  • 75 g-100 g TK-Blattspinat
  • 1 Zwiebel
  • frisch geriebene Muskatnuss
  • 1 Eigelb
  • 1 Ei
  • Salz und Pfeffer

Zwiebel grob hacken und in wenig Olivenöl andünsten, Spinat dazugeben lassen und bei geringer Hitze auftauen lassen, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Spinat in ein feines Sieb geben und kräftig ausdrücken, anschließend im Blitzhacker fein pürieren.

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Alle übrigen Zutaten mit dem Spinat in einer großen Schüssel vermengen und abschmecken.

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Nudelteig vierteln und bis zur Stufe 6 durch die Nudelmaschine jagen.

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Aus den Teigbahnen Kreise ausstechen (ca. 8 cm Ø). Diese mit verquirltem Ei bestreichen und mit je TL Füllung versehen, mittig zusammenklappen und mit den Zinken einer Gabel festdrücken. Auf einem bemehlten Brett zwischenlagern.

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In leicht siedendem Salzwasser ca. 5 Minuten ziehen lassen, bis die Ravioli an die Oberfläche steigen.

Mit Tomatensauce und frisch gehobeltem Parmesan servieren.

 

 

Homemade Pasta

Heute greifen wir kulinarisch mal etwas höher ins Regal. Vorurteil: selbstgemachte Pasta sind kompliziert und aufwändig. Wahrheitsgehalt: 100%! Dabei ist viel weniger die Zusammensetzung der Zutaten als eher das Handling mit der Pastamaschine und die optimale Konsistenz des Teigs, die Mut, Nerven und Duchhaltevermögen verlangen. Belohnt wird man am Ende des Tages mit wunderbar schmackhaften Nudeln, die man so nirgends kaufen kann.

Ich verwende ‚Semola‘, eine Art Hartweizengrieß, es geht natürlich auch normales Mehl oder ggf. eine Mischung von beidem (werde ich beim nächsten Pizzateig mal ausprobieren).

  • 500 g Mehl / Hartweizengrieß
  • 5 Eier
  • 5 Prisen Salz
  • etwas Olivenöl

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Alle Zutaten vermischen und (idealerweise in der Küchenmaschine) zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Anschließend -und das soll das Geheimnis eines jeden Pastateigs sein- unbedingt noch 5-10 Minuten mit der Hand weiterkneten. In Klarsichtfolie wickeln und ca. 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

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Nun gehts los: den Teig vierteln (die übrigen 3 Partien wieder zurück in den Kühlschrank packen) und mit dem Nudelholz zu einem länglichen Fladen rollen.

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In der Nudelmaschine auf Stufe 1 durchdrehen. Weiter so verfahren bis einschließlich Stufe 4, dann den Teig mittig teilen, da er sonst zu lang wird und einen unfallfreies Walzen nicht mehr möglich ist. Dann jedes Stück weiter walzen bis einschließlich Stufe 6. Zwischendurch immer mal wieder mit Mehl/Grieß bestäuben. Zum Schluß nun der Länge nach aufrollen und in 2 Zentimeter dicke Stücke schneiden, abrollen und in einer großen Schüssel mit reichlich Mehl/Grieß mischen. Mit den restlichen Stücken genauso verfahren.

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Beim Kochen (natürlich in reichlich Salzwasser) darauf achten, dass die Nudeln eine weitaus kürzere Garzeit haben (max. 2-3 Minuten). Sie sind fertig, wenn Sie an die Wasseroberfläche steigen.

Auf besonderen Wusch wurde aus den Bandnudeln schließlich dieses Rezept.

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Tomatensauce nach meiner Art

Ich habe jahrelang nach einer richtig guten Tomatensauce gesucht. Einfach nur passierte Tomaten mit Sahne und ein paar Gewürzen zusammenzuklatschen war mir auf die Dauer zu wenig. In der vorletzten Ausgabe meines Lieblings-Männermagazins fand ich ein Dossier über die Zubereitung diverser Grundsaucen, darunter auch Tomatensauce. Da das Rezept ebenso einfach wie wohlschmeckend klang, habe ich es heute in leicht abgeänderter Form nachgekocht.

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  • 1 große Dose Tomaten
  • 1-2 Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • etwas Olivenöl
  • 1 kl. Dose Tomatenmark (70g)
  • 1 TL Zucker
  • 200 ml Gemüsefond
  • einige Stängel Oregano und Basilikum

Zunächst Zwiebel und Knoblauch grob hacken. Da sie zum Schluss ohnehin noch püriert werden, ist ein aufwändiges Würfeln in Miniaturgrösse entbehrlich.

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Beides zusammen in Olivenöl in einem ausreichend großen Topf anschwitzen.

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Tomatenmark und Zucker zufügen und kurz mit anrösten. Unbedingt darauf achten, dass die Temperatur nicht zu hoch ist, da das Tomatenmark sehr schnell verbrennt und dann fürchterlich bitter wird.

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Mit Fond und Tomaten (samt Saft) ablöschen. Im Originalrezept steht etwas von Tomaten sehr klein schneiden. Diesen Schritt spare ich mir, indem ich nun mit einem Kartoffelstampfer die Tomaten einfach grob zerkleinere bzw. zerdrücke. Kräuter zufügen und 30 Minuten auf sehr kleiner Flamme köcheln lassen.

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Nun die Kräuter entfernen und das Ganze entweder mit dem Pürierstab oder mit dem Standmixer pürieren. Ich empfehle letztere Methode, da ein Standmixer durch die größere Power einfach besser püriert.

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Jetzt mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Fertig ist eine tolle Tomatensauce für alle Gelegenheiten. Ich habe übrigens vor dem Pürieren noch jeweils etwas getrockneten Oregano und Basilikum zugefügt….schmeckt noch würziger.

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Ach übrigens: wer jetzt zum Zeitschriftenhändler rennt und die letzten Ausgaben des Playboys nach den Saucenrezepten durchsucht, wird enttäuscht sein. Ich meinte natürlich dieses Männermagazin:

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