Hackbraten (Falscher Hase)

Während der Sommer ein Sabbatical macht, schwinge ich sofort die grobe Keule der Deftigkeit und widme mich einem Klassiker der deutschen Küche. Als ich im Vorfeld Freunden berichtet habe, was ich zu kochen gedenke, kamen ausnahmslos nur positive Rückmeldungen. Die Begriffe ‚Oma‘, ‚Kindheit‘ und ‚lecker‘ fielen des Öfteren. Dabei ist die Zubereitung ziemlich einfach und macht relativ wenig Aufwand. Deshalb habe ich als Beiwerk noch ein Paprikagemüse gemacht und den in der kulinarischen Tradition nicht minder bedeutungsvollen Kartoffelbrei, wobei mir der ‚Brei‘ ganz wichtig ist. Denn er ist frei von Stücken und ausgesprochen sämig, was ihn vom hippen ‚Stampf‘ unterscheidet.

Doch zurück zum Hackbraten. Wieso er ausgerechnet falscher Hase genannt, erschließt sich mir nicht genau. Es mag an der Form liegen, in die er gebracht wird. Ohne Brille und mit ein paar Gläser Wein intus könnte man tatsächlich auf die Idee kommen, er läge ein Hase in der Bratform. Drollig!

Im Grunde ist es eigentlich nur eine große Frikadelle, die mit fein gewürfelten Gewürzgurken eine leicht säuerliche Nuance erhält und die im Gegensatz zur kleinen Schwester im Ofen und nicht in der Pfanne zubereitet wird.

  • 750 g Gehacktes (halb und halb)
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Eier
  • 1-2 Brötchen
  • 1 EL Senf
  • 3-4 kleingewürfelte Gewürzgurken
  • 1/2 Liter Brühe
  • etwas Sahne bzw. Creme Fraiche

Brötchen in Würfel schneiden und in warmen Wasser einweichen und nach 5 Minuten herausnehmen und kräftig ausdrücken.. Die Zwiebeln fein würfeln und in etwas Butterschmalz andünsten, anschließend mit Hack, Eiern, Senf, Brötchenwürfel und Gurken gründlich vermengen. Ich mache dies immer in meiner Küchenmachine auf kleinster Stufe. Das garantiert beste Vermischungsergebnisse – ehrlich! Den Hackkloß in Form bringen und in eine ausreichend große Auflaufform legen. Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad (Umluft 180 Grad) insgesamt 60 Minuten garen, nach 30 Minuten Brühe und Sahne/Creme fraiche zugeben. Nach 60 Minuten herausnehmen und die Soße ggf. binden.

3 Kommentare zu „Hackbraten (Falscher Hase)

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