Kartoffelpuffer

Als ich unter Kollegen erwähnt habe, dass es dieses Gericht geben soll, ging ein großes ‚Oh‘ und ‚Ah‘ durchs Büro. Offenbar bin ich nicht der einzige, der hiermit gewaltig schöne Kindheitserinnerungen verbindet und zudem dem simplen Charme dieses Klassikers hoffnungslos erlegen ist. Die Zubereitung ist denkbar einfach und die Beilage klar wie Kloßbrühe: Apfelmus!

  • 1,5 kg Kartoffeln (ideal: mehligkochende)
  • 3 Eier
  • 3 kleine Zwiebeln
  • 3-5 EL Haferflocken
  • Salz und Pfeffer

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Die Zubereitung sollte zeitnah zum Servieren stattfinden, denn die Kartoffelmasse färbt sich unschön dunkel und zieht gewaltig Wasser, wenn sie zu früh zubereitet wird.

Kartoffeln auf der Haushaltsreibe groß reiben und in einem Küchenhandtuch kräftig ausdrücken.

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Zwiebeln fein reiben und mit den Eiern unterrühren und würzen, Haferflocken zufügen.

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Öl in einer Pfanne erhitzen und mittelgroße Plätzchen ich die Pfanne setzen, flach drücken und nach ca. 2 Minuten wenden. Fortfahren, bis der Teig aufgebraucht ist. Fertige Puffer im 80 Grad warmen Ofen warm halten.

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Wem dies nicht schmeckt, dem ist kaum noch zu helfen!

Remoulade

Eine gut abgeschmeckte Remoulade ist absolut toll zu Sauerfleisch und Roastbeef. Bei diesen Außentemperaturen verzichte ich auf die Zubereitung einer Mayonnaise und greife auf ein qualitativ sehr hochwertiges Fertigprodukt zurück. Sie ist das perfekte Bindeglied zwischen dem sauren Fleisch und den knusprig würzigen Bratkartoffeln…ich liebe sie!

  • 2 hartgekochte und klein gehackte Eier
  • 100 g klein gwürfelte Gewürzgurken aus dem Glas
  • 1 EL Gurkensud
  • 1 klein geschnittene Zwiebel
  • 20 g gehackte Kapern
  • je 3 TL TK-Petersilie und Schnittlauch
  • 125 g. Mayonnaise
  • 100 g Joghurt
  • 2 TL Senf
  • 1 EL Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer, Zucker

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Alle Zutaten miteinander verrühren und kräftig abschmecken….fertig!

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gregordressing (Joghurt-Kräuterdressing)

Ein gutes Dressing ist extrem wichtig für den Geschmack eines jeden Salats. Ich habe mir über die Jahre verschiedene Dressingrezepte antrainiert, die je nach Salatkategorie zum Einsatz kommen.

Es ist natürlich nicht wirklich kalorienarm, schmeckt aber um Längen besser als diese Industrieplempe aus dem Supermarkt.

Dieses hier ist mit Abstand das älteste von allen. Es ist eine Adaption der Joghurtsauce meiner Mutter, die immer mit Kräutern aus dem Garten verfeinert wurde, dazu der selbst angebaute Kopfsalat meines Vater und ein paar Tomaten, mehr brauchte es nicht zur sommerlichen Glückseligkeit.

  • jeweils 150 g Mayonnaise, Joghurt und Schmand
  • Salz und Pfeffer
  • 1-2 TL süßen Senf (Weißwurstsenf)
  • 1-2 TL Zitronensaft
  • 1 EL gehackte, gemischte Kräuter (frisch oder TK)
  • Milch

Alle Zutaten miteinander verrühren und soviel Milch dazugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Gut durchkühlen.

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Sie ist so lecker, dass ich sie pur weglöffeln könnte!

Aioli

Heute abend kommt vegetarischer Grillbesuch…Lachs in Folie, Ofengmüse, vielleicht ein paar Oliven, Kräuterbutter, Baguette und diese spanische Köstlichkeit, die mit warmen Brot fast als Hauptgericht durchgehen könnte. Und ja…Aioli schmeckt stark nach Knoblauch und das muss so sein! Wer sie einmal (aus)probiert hat, wird sie immer wieder machen. Garantiert! Noch ein Hinweis zur Zubereitung: Alle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben. Ansonsten wirds gerinnen.

Auf dem Foto sieht man die dreifache Menge…ist für eine Party vorgesehen.

  • 250 ml Rapsöl (sehr wichtig!)
  • 1 Ei
  • 1 EL Weißweinessig
  • 1 TL Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 1 TL Senf
  • 1 große Knoblauchzehe (oder 2 kleinere)

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Ei, Essig, Zucker, Salz, Senf und Knoblauch in einem hohen Rührbecher pürieren. Nach und nach das Öl langsam zugeben und solange mixen, bis eine ausreichend feste Konsistenz erreicht ist. Nun unbedingt im Kühlschrank ordentlich durchkühlen lassen….das war’s!

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Tomatensauce nach meiner Art

Ich habe jahrelang nach einer richtig guten Tomatensauce gesucht. Einfach nur passierte Tomaten mit Sahne und ein paar Gewürzen zusammenzuklatschen war mir auf die Dauer zu wenig. In der vorletzten Ausgabe meines Lieblings-Männermagazins fand ich ein Dossier über die Zubereitung diverser Grundsaucen, darunter auch Tomatensauce. Da das Rezept ebenso einfach wie wohlschmeckend klang, habe ich es heute in leicht abgeänderter Form nachgekocht.

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  • 1 große Dose Tomaten
  • 1-2 Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • etwas Olivenöl
  • 1 kl. Dose Tomatenmark (70g)
  • 1 TL Zucker
  • 200 ml Gemüsefond
  • einige Stängel Oregano und Basilikum

Zunächst Zwiebel und Knoblauch grob hacken. Da sie zum Schluss ohnehin noch püriert werden, ist ein aufwändiges Würfeln in Miniaturgrösse entbehrlich.

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Beides zusammen in Olivenöl in einem ausreichend großen Topf anschwitzen.

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Tomatenmark und Zucker zufügen und kurz mit anrösten. Unbedingt darauf achten, dass die Temperatur nicht zu hoch ist, da das Tomatenmark sehr schnell verbrennt und dann fürchterlich bitter wird.

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Mit Fond und Tomaten (samt Saft) ablöschen. Im Originalrezept steht etwas von Tomaten sehr klein schneiden. Diesen Schritt spare ich mir, indem ich nun mit einem Kartoffelstampfer die Tomaten einfach grob zerkleinere bzw. zerdrücke. Kräuter zufügen und 30 Minuten auf sehr kleiner Flamme köcheln lassen.

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Nun die Kräuter entfernen und das Ganze entweder mit dem Pürierstab oder mit dem Standmixer pürieren. Ich empfehle letztere Methode, da ein Standmixer durch die größere Power einfach besser püriert.

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Jetzt mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Fertig ist eine tolle Tomatensauce für alle Gelegenheiten. Ich habe übrigens vor dem Pürieren noch jeweils etwas getrockneten Oregano und Basilikum zugefügt….schmeckt noch würziger.

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Ach übrigens: wer jetzt zum Zeitschriftenhändler rennt und die letzten Ausgaben des Playboys nach den Saucenrezepten durchsucht, wird enttäuscht sein. Ich meinte natürlich dieses Männermagazin:

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Überbackener Schafskäse

Heute mal veggie: natürlich hat auch dieses kleine Gericht seine kleine Geschichte. Damals in den Neunzigern hatten wir in unserem kleinen Nest bei Bielefeld ein wahnsinnig tollen Griechen. Statt des standardmäßigen Zazikis haben wir uns irgendwann mal die Empfehlung der Küche servieren lassen…und waren sofort hin und weg. Seitdem gehört diese Vorspeise zum generalstabsmäßigen Ritual eines jeden griechischen Essens.

  • 1 Packung Feta
  • 5-6 kleine oder 3 große Tomaten
  • 3-4 eingelegte Peperoni
  • 1 Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 75 ml Olivenöl
  • Salz und Pfeffer würzen und mit Olivenöl vermischen

Zunächst die Tomaten vierteln, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Mit Schalotte und Peperoni genauso verfahren. Knoblauch sehr fein würfeln oder durch die Presse drücken. Mit wenig Salz und ordentlich Pfeffer würzen. Olivenöl zugeben und vermischen.

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Feta in eine kleine Auflaufform legen und die Mischung darüber geben.

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Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad ca. 15 Minuten garen….dazu passt Baguette.

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Backkartoffeln ‚Flammkuchen Art‘

Ich liebe Kartoffeln…in allen Zubereitungsarten und Rezeptvariationen! Egal ob als einfache Salzkartoffeln, knusprige Pommes Frites, saftigem Kartoffelsalat oder fluffigem Kartoffelkloß: Kartoffeln sind Weltklasse.

Und weil ich vom Grillbesuch der letzten Woche noch welche übrig hatte, habe ich mir kurzerhand ein neues Rezept für Backkartoffeln ausgedacht.

  • 4-5 große Kartoffeln (‚extra dicke‘)
  • Öl
  • 200 g Schmand
  • 100 g Greyerzer Käse (am besten den höhlengereiften)
  • 4 Frühlingszwiebeln (geputzt und in Ringe geschnitten)
  • 100 g Bacon in Stücken
  • Salz und Pfeffer

Kartoffeln längs halbieren, die Schnittfläche mit Öl einpinseln , leicht salzen, in eine mit Alufolie ausgelegte Auflaufform legen und ca. 30 Minuten bei 200 Grad garen.

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Alle restlichen Zutaten vermischen, auf die Kartoffeln streichen und 60 Minuten weitergaren, bis sie ordentlich braun sind…..fertig!

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Ach, und warum sie ‚Flammkuchen Art‘ heißen? Meine Tochter grübelte die ganze Zeit beim Essen, woran sie der Geschmack erinnern würde….eben!!!

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Spaghetti Carbonara deluxe

Sucht man ein Rezept zu diesem Gericht, wird man vermutlich erfolglos bleiben, denn ich habe es erst heute erfunden. Eine ordinäre Carbonara ist nicht wirklich spektakulär und so habe ich mir ein Rezept für eine etwas feinere ausgedacht.

Spaghetti Carbonara gehörte Anfang der Achtziger zu meiner kulinarischen Sozialisierung. Ich möchte jetzt ungern von damals erzählen, aber mit diesem Gericht verbindet mich mehr als nur eine Erinnerung (Wolfgang Krywult!)

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  • 100 g Bacon
  • 2 Knoblauchzehen
  • 350 g. Rinderfilet
  • 200 g. Parmesan
  • 50-100 ml Sahne
  • 4-5 Eier
  • 300 g. Kirschtomaten
  • 1 TL Tomatenmark
  •  1 Pk. Spaghetti

Bacon würfeln und mit geschältem und leicht angedrücktem Knoblauch andünsten und aus der Pfanne nehmen, Knoblauch entfernen.

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Rinderfilet in Streifen schneiden und im heißen Fett kurz scharf anbraten, herausnehmen und im 80 Grad warmen Ofen warm halten.

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Zum Parmesan möchte ich kurz ein Plädoyer halten: Bitte nicht, niemals, unter keinen Umständen den fertig geriebenen Parmesan aus dem Kühlregal kaufen. Der ist kompletter Schrott und riecht und schmeckt nach alten Socken. Parmesan ist hoch aromatischer Käse, dessen Aroma kurz nach dem Reiben verfliegt.

Eier, Sahne, Parmesan und Tomatenmark in einer riesigen Schüssel (in der die übrigen Zutaten noch Platz finden) verrühren. Ich weiß sehr wohl, dass in einer originären Carbonara Sahne verpönt ist, aber das ist völlig egal, weil es dem Geschmack des Endprodukts sehr zuträglich ist…

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Spagetti kochen und parallel die Tomaten in einer Panne anbraten, bis sie platzen.

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Alle Zutaten zu der Parmesanmischung geben und gut verrühren. In eine große Servierschüssel umfüllen….und nicht den Vino Rosso vergessen…..

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Zaziki

Es hat Jahre gedauert, bis ich mein perfektes Zaziki Rezept gefunden habe…dabei ist es doch so einfach, wenn man die Grundregeln beachtet

1. Griechischer Joghurt (wegen des Fettgehalts 10%)

2. Gurken schälen und entkernen

3. Knoblauch mit Olivenöl pürieren

Aber der Reihe nach:

  • 2 Salatgurken
  • 1000 g griechischer Joghurt
  • 100 ml Öl
  • 4-6 Knoblauchzehen
  • Salz und Pfeffer
  •  Weißweinessig

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Gurken schälen, längs vierteln und entkernen, auf der groben Seite der Haushaltsreibe reiben. Mit 2 TL Salz mischen und auf einem Sieb abtropfen lassen (für ca. 15 Minuten).

Öl mit Knoblauch pürieren, mit den abgetropften Gurken zum Joghurt geben und mit Salz, Pfeffer und Weißweinessig würzen….24 Stunden ziehen lassen.

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GEIL!

Griechischer Krautsalat

Erwähnte ich bereits, dass ich ein großer Freund griechischer Küche bin? Nicht? Dann wird man es wohl demnächst merken. Ich weiß sehr wohl, dass das, was man hierzulande in griechischen Restaurant bekommt, nicht wirklich authentisch griechisch ist, aber das ist mir wumpe, weil es einfach lecker ist. Dabei meine ich nicht diese riesig überladenen Fleischplatten, bei deren Anblick man bereits pappsatt ist, sondern das feinwürzige Gyros, das saftige Souvlaki oder eben der wahnsinnig leckere Krautsalat:

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  • 1 mittelgroßen Kopf Weißkohl
  • 100 ml Sonnenblumenöl
  • 60 ml Essig
  • Saft einer Zitrone
  • Salz und Pfeffer
  • 3-4 TL Zucker

Den Weißkohl vierteln und mit Hilfe eines Hobels in dünne Streifen hobeln. 2 TL Salz zufügen und mit den Händen durchkneten, bis das Kraut Flüssigkeit zieht. Jetzt sind nämlich die Zellstrukturen aufgebrochen und das Salz kann den Salat ‚mürbe‘ machen.

Die restlichen Zutaten zu einer Salatsoße mischen, über das Kraut geben, vermischen und (jetzt kommt das Allerwichtigste!) über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.

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Eine geschmackliche Offenbarung!!!