Test: Meater 2 Plus

Ich halte mich für einen einigermaßen routinierten Hobbykoch. Die Zeiten, in denen mit großen Fragezeichen vor einem Rezept gesessen habe, sind wohl vorbei. Ich erinnere mich, als ich zu Beginn meiner Kochlaufbahn in einem Rezept den Begriff „Schnittlauchröllchen“ las. Ich fragte meine Frau, ob sie wisse, was das denn wohl sei, weil ich davon ausgegangen war, dass es sich um fertiges Produkt gehandelt hat. Erst Jahre später fiel der Groschen, als ich in einem Rezept las, dass man ‚Schnittlauch auch hervorragend mit einer Schere zu Schnittlauchröllchen‘ verarbeiten könne.

Allerdings bin ich bei einem Skill immer noch miserabel: Dem richtigen Abschätzen des Gargrads. Schrecklich, furchtbar, unmöglich! Jedes Mal, wenn ich ein tolles Stück Fleisch habe, das keinesfalls ‚durch‘ serviert werden sollte, komme ich ins Schlingern. Egal ob Rumpsteak, Filet oder Rücken, den richtigen Gargrad bekomme ich selten hin! Und gelingt es mir und ich bin stolz wie Bolle, geht es beim nächsten Mal garantiert wieder so richtig in die Hose!

In einem der mittlerweile immer seltener werdenden passablen Kochpostillen macht der österreichische Sternekoch und Grinsekatze Johann Lafer Werbung für ein Fleischthermometer, das das Braten revolutionieren soll. Es misst die Temperatur im Fleisch, die Umgebungstemperatur und gibt eine Prognose ab, in welcher Zeit die Zieltemperatur erreicht sein wird. Diese wird zu Beginn des Garvorgangs aus einem einfachen Menü ermittelt. Ein idiotensicheres Ding, also genau das richtige für einen wie mich!

Was soll ich sagen? Das Teil funktioniert bestens und man kann sich getrost darauf verlassen. In diesem Fall war es Schweinerückensteak, ziemlich dick geschnitten. Nach dem scharfen Anbraten kam es in den 150 Grad heißen Backofen und sollte da 20 Minuten verweilen. Der Gargrad war perfekt und das Fleisch noch saftig. Ich habe den Meater jetzt auf dem Gasgrill, Holzkohlegrill und im Backofen verwendet. Das Ergebnis war stets perfekt.

Übrigens: Nein, ich bekomme keine Kohle dafür, dass ich Werbung mache. Ich finde das Teil so genial, dass ich das einfach so mache!

Feuertonne mit Grillplatte (Plancha)

Heute mal kein Rezept, sondern lediglich ein paar visuelle Impressionen von meinem neuen Grillsportgerät. Es ist mein absolutes Lieblingsspielzeug, das unheimlich vielseitig ist und wahnsinnig Spaß macht. Es ist eine Tonne mit einem Grillkorb, darauf liegt eine Stahlplatte von 10 mm Dicke, die allein schon 60 kg wiegt.

Die Funktionsweise ist denkbar einfach: Holz in den Feuerkorb schichten, anzünden und ca. 30 Minuten vorheizen lassen. Die Platte erhitzt sich locker auf 250 – 300 Grad und darauf lassen sich Steaks, Gemüse und sogar Bratkartoffeln hervorragend braten.

Toll ist selbst der Reinigungsvorgang. Wenn die Platte erkaltet ist, einfach mit einem vernünftigen Spachtel die Reste von der Platte kratzen, mit Sonnenblumenöl einfetten und fertig!

Miesmuscheln

Kaum ein Gericht ist mit soviel Kindheitserinnerungen behaftet wie dieses hier. Als Kind war ich mit meinen Eltern häufiger auf Sylt. Meiner Vater schwor auf ein kleines, unprätentiöses Fischrestaurant, das „Alter Seebär“ oder so ähnlich hieß und das es schon lange nicht mehr gibt. Dort gab es laut meinem Vater die ‚besten Miesmuscheln‘ der Welt. Wenn man als kleiner Junge derart angefixt wird, hat man praktisch keine Chance, dieses Gericht doof zu finden. Es ist kein kulinarisches Schwergewicht, die Zubereitung ist selbst für Küchendeppen denkbar einfach. Bevor man sich an diese Köstlichkeit wagt, sollte man sich sicher sein, das der eigene Körper eine ausreichende Resilienz gegenüber Eiweiß besitzt, denn ansonsten könnte es passieren, dass sie zweimal durch den Körper befördert werden, und zwar in verschiedene Richtungen. Saison hat sie von September bis April (alle Monate mit einem ‚r‘) und man kann sie in sehr sortierten Supermärkten mit Fischtheke oder natürlich beim Fischhändler kaufen. Bei der Zubereitung gilt folgender Grundsatz. Beim Kauf sind sie geschlossen und öffnen sich selbstständig beim Garen. Tun es einige nicht, sollte man diese Kollegen entsorgen, sie sind verdorben.

  • 1kg Miesmuschel
  • 1 Knoblauchzehen
  • 1 Bund Suppengrün
  • 2 Zwiebeln
  • 2EL Butter
  • 350ml trockener Weißwein
  • Salz und Pfeffer
  • frische Petersilie nach Belieben

Die Muscheln aus der Verpackung nehmen und im Waschbecken kurz abbrausen. Ein übermäßiges Bürsten oder Reinigen ist entgegen der Darstellung in anderen Rezepten aus meiner Sicht nicht erforderlich. Zwiebeln in Streifen, Suppengrün in feine Würfel schneiden und Knoblauch durchpressen und alles in der Butter in einem ausreichend dimensionierten Kochtopf anschwitzen. Die Muscheln tropfnass dazugeben und mit dem Gemüse ordentlich vermengen. Dann mit dem Wein ablöschen, würzen und 10 -15 Minuten im geschlossenen Topf kochen. Hin und wieder umrühren oder Topf schütteln. Wenn sich die Muscheln geöffnet haben, sind sie servierbereit. Dazu verwende ich die ansonsten ungenutzte Suppenterrine.

Soße mit ’scharf‘

Jeder, der mich einigermaßen kennt, weiß, dass ich kein riesengroßer Freund des Döners bin. Gammelfleischskandale haben mir damals schon die Lust genommen, mich kulinarisch näher damit auseinanderzusetzen. Anders als beim griechischen Halbbruder Gyros wird im Döner auch Hackfleisch verarbeitet. Konsesequenterweise müsste der Spieß an einem Tag verbraucht werden…wird er aber in aller Regel nicht. Den Rest kann man sich zusammenreimen oder es vielleicht lieber lassen.

Dabei ist Döner eigentlich ein total geiles Gericht. Knuspriges Brot, Salate, Fleisch und Soße sind eine absolut leckere Kombination. Vor allem die rote, scharfe Soße hat es mir angetan. Also habe ich so ein Döner/Gyros-Pitanachbau gestartet, um die rote Soße nachzuahmen. Der heutige Star ist also lediglich die Soße. Es empfiehlt sich, die Soße einen Tag früher zuzubereiten, damit sie gut durchziehen kann.

  • 150 g griechischer Joghurt
  • 150 g Mayonnaise
  • 125 g Ajvar
  • 40 g Ketchup
  • 1 Knoblauchzehe (gerieben oder gepresst)
  • 1 EL Zucker
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 EL Paprikapulver
  • 1/2 TL Chili
  • Salz, Koriandersaat, Kreuzkümmel nach Gusto
  • Dill, Schnittlauch, Petersilie

Alle Zutaten vermischen – fertig!

One-Pot-Pasta (Mac and Cheese)

Ich bin wieder hier, in meinem Revier. War nie wirklich weg, hab mich nur versteckt! Ob wohl irgendjemand dem Westernhagen mal gesagt hat, dass sich ‚weg‘ und ‚versteckt‘ überhaupt nicht reimt? Egal! Auf jeden Fall geht’s mal wieder los hier und ich hoffe auch in hübscher Regelmäßigkeit. Es ist in der Zwischenzeit eine ganze Menge passiert in meinem Leben, Schönes, aber leider auch Unschönes. Es sind neue Menschen in mein Leben getreten, andere wieder verschwunden, manche sogar beides. Ich freue mich riesig, dass ich wieder Lust am Schreiben verspüre, denn das war beileibe nicht immer so.

Zum heutigen Gericht gibt es eigentlich nicht allzuviel zu sagen: Ein Klassiker der angloamerikanischen Küche, leicht adaptiert von einem Niedersachsen mit veritabelem Appetit. Der unschätzbare Vorteil dieses Gerichts ist natürlich, dass Faulpelze wie ich im Anschluss nur wenig zu Spülen haben, weil der ganze Bums in nur einem Topf gekocht wird – eigentlich! Ich röste zusätzlich noch eine handvoll Schinkenwürfel an und füge sie nach dem Kochen dazu und mache zusätzlich und ein klitzekleines, schmales Tomatensößchen dazu, das macht es alles etwas runder wie ich finde.

  • 250 g kurze Maccaroni
  • 650 ml Vollmilch
  • einen Stich Butter (ca. 100g)
  • Salz, Pfeffer und etwas Senf
  • ca. 250 g (würzigen) geriebenen Käse

Die Zubereitung fällt in die Kategorie ‚Ruck-Zuck‘. Milch, Butter, Salz, Pfeffer und Senf vorsichtig aufkochen und anschließend die Pasta gemäß Packungsanweisung kochen. Dabei aufpassen, das die Milch nicht über kocht. Anschließend den Käse unterrühren und abschmecken.

Nebenbei brate ich noch kleine Schinkenwürfelchen a, die ich mit dem Käse unterrühre und dazu gibt es noch eine kleine Tomatensoße.

Rührei aus dem Ofen

Ja, ich muß zugeben: die ganz hohe Schule ist das nun mal wirklich nicht, aber irgendwie schmeckt es saulecker und insbesondere für Gäste kann man durchaus einen kleinen ‚Wow-Effekt‘ erzielen. Merke: je frischer die Eier, desto höher türmt sich Ei aus der Souffléform. Und das Tollste an dem Gericht ist, dass es so herrlich unkompliziert daherkommt und man nicht dauernd rühren und aufpassen muss, dass nichts anbrennt.

Zutaten je Förmchen:

  • 2 kleine Eier
  • 40 ml Milch
  • Salz und weißer Pfeffer
  • ggf. etwas Schnittlauch oder gebratene Speckwürfel etc.

Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Eier mit Milch, Salz und Pfeffer verquirlen, ggf um weitere Zutaten (s.o.) ergänzen, in eine gefettete (!!!) Souffléform gießen. Diese darf keinesfalls mehr als zu 2/3 gefüllt sein, sonst gibts ne Sauerei im Ofen. Die Formen in eine flache Auflaufform stellen (ich verwende hier immer eine flache GN-Schale) und dann für ungefähr 20 Minuten (oder auch ein paar mehr) in den Ofen stellen.Anschließend sofort servieren, weil sich der ‚Turm‘ leider nicht lange hält.

Creme citronelle mit Himbeer-Passionsfrucht-Ragout

Zitronen sind einfach nur super! Ob nun als Hauptzutat wie in diesem Rezept, Geschmacksgeber wie im völlig unterschätzen Limoncello oder als natürlicher Geschmacksverstärker im Zaziki…ich liebe sie!

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Meine Freundin ist bekennde Nachspeisenliebhaberin. ‚Etwas Süßes geht immer‘, bekomme ich oft zu hören. Für einen Hauptspeisentyp wie mich zwar nur sehr schwer nachvollziehbar, habe ich mich mal darangesetzt, ein paar feine, aber nicht zu pompöse Nachspeisen zu recherchieren. Und bums: hier die Nr. 1

  • 2 unbehandelte Zitronen
  • 125g Zucker
  • 200g Creme fraiche
  • 3-4 Passionsfrüchte
  • 2 Eier und 4 Eigelbe
  • 1 TL Speisestärke
  • Agavendicksaft oder Honig
  • 4-5 Creme Brulee-Schälchen sowie 1 große Form
  • 250g Himbeeren (frisch oder TK)

Ofen auf 120-130 Grad vorheizen (keine Umluft).

Von einer Zitrone die Schale sehr fein abreiben, dann beide Zitronen auspressen (100ml). Zitronensaft, Schale, 1 TL Speisestärke, 125 g Zucker, Eier und Eigelbe sowie Creme fraiche glattrühren. Masse auf die Schälchen verteilen, diese in die große Form stellen und soviel heißes Wasser angießen, dass die Förmen zu zwei Drittel im Wasser stehen, in den Ofenstellen und 45 Minuten stocken lassen. Anschließend herausnehmen, abkühlen lassen und mit Klarsichtfolie abgedeckt einige Stunden (besser: über Nacht) im Kühlschrank durchkühlen lassen.

Passionsfrüchte halbieren, Kerne mit einem Löffel herauskratzen, mit Agavendicksaft oder Hönig nach Belieben süßen und vorsichtig mit den frischen oder aufgetauten Himbeeren mischen.

Vermählung: Creme aus dem Kühlschrank nehmen, Folie abnehmen (logisch!), etwas Ragout darauf verteilen und nach Bedarf mit Minzblättchen und Puderzucker garnieren.

Voilà!

 

 

 

 

Lachs-Nudelpfanne mit Zucchini

Es gibt Gerichte, die ich mit meinen Bordmitteln einfach nicht so fotografieren kann, dass sie auch nur halbwegs lecker aussehen. Dieses Gericht gehört auch dazu, genauso wie dies und dies – das aber nur am Rande!

Wenn man auf der Suche nach einem schnellen, schmackhaften Pastagericht ist und dabei noch gerne Lachs isst, dann ist man bei diesem Geschmacksallrounder genau richtig. Wichtig ist lediglich, dass man die Zucchini in nicht zu dünne Stücke schneidet, sonst sind sie schnell zu weich und die ganze Chose driftet schnell in Richtung Kantinenessen ab. Ist aber das Gemüse knackig, die Nudeln al dente und Lachs gut angebraten, wird aus diesem relativ einfachen Gericht eine wahre Delikatesse.

Ich nehme übrigens tiefgefrorenen Lachs (Wildlachs), den ich nur antauen lasse und dann in nicht zu kleine Würfel schneide.

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  • 600 g Lachsfilet
  • 1 EL Öl
  • 1 kleingehackte Zwiebel, 1/2 kleingehackte Knoblauchzehe
  • 150 ml Wermut (Noilly Prat)
  • 250 ml Sahne
  • 2 EL Zitronensaft
  • Salz und Pfeffer
  • 400 g kurze Nudeln
  • 1 Zucchini (ca. 300g)

Lachs in Würfel schneiden und im Öl bei mittlerer Hitze anbraten,  herausnehmen. Zwiebel und Knoblauch im Bratfett andünsten und mit Wermut ablöschen und einköcheln lassen. Sahne zugeben und erneut auf kochen lassen, mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen, vom Herd ziehen und Lachswürfel zurück in die Pfanne geben.

 

Nudeln nach Packungsanweisung in gut gesalzenem Wasser kochen. 3 Minuten vor Ende der Garzeit die in stattliche Würfel geschnittene Zucchini zufügen. Abgießen und ca. 100 ml Nudelwasser auffangen. Nudel/Zucchini-Mischung in die Pfanne zu Lachs geben, Nudelwasser zufügen und alles erneut kurz aufkochen.

In tiefe Teller füllen, ggf dekorieren (Basilikum oder Schnittlauch) und sofort essen!

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Butterschmalz

Hä? Wie bitte? Spinnt der? So, oder so ähnlich dürften die allermeisten Reaktionen auf dieses Rezept ausfallen. Als ich neulich einem Freund davon erzählte, sagte dieser nur flapsig: „Wieso, das kann man doch super kaufen!“ Stimmt, kann man. Ist aber Industriezeugs, was man da erwirbt. Unter Hinzugabe von Unmengen von Mittelchen für Konsistenz, Farbe und Geschmack, ja Geschmack. Eigentlich pervers, dass man einem Produkt, das eigentlich nur nach Butter schmecken soll, noch etwas beimengt, damit es (noch mehr) nach Butter schmeckt.

Wer es einmal selbst hergestellt hat, wird das Fertigzeugs nie wieder anrühren. Der Geschmack ist buttrig und leicht nussig, es verleiht angebratenem Fleisch nicht nur ein wunderbares Aroma, sondern auch eine nie gekannte Bräune…einfach nur göttlich!

Entstanden ist das Ganze nur, weil ich neulich für einen Kuchen zuviel Butter eingekauft hatte und sogar noch das obligatorische Reservestück im Kühlschrank hatte und nicht wusste, was ich damit anfangen sollte. Ich habe dann ein wenig im Netz herumgedödelt und bin auf mehrere Lubhudeleien bezüglich selbst hergestellten Schmalzes gestoßen. Es ist übrigens ungekühlt ca. 9 Monate, gekühlt sogar noch sehr viel länger haltbar.

Die Herstellung erfordert lediglich etwas Zeit, Geduld und ein wenig Fingerspitzengefühl…und natürlich gute Butter; ich habe übrigens irische Butter verwendet.

  • 750 g Butter

Die Butter in einem großen Topf schmelzen lassen und langsam soweit erhitzen, dass sie ganz leicht(!) zu köcheln beginnt. Nun solange auf kleinster Stufe weiterköcheln, bis sie aufhört, zu blubbern. Zwischendurch mit einer Schaumkelle die Molke, die sich oben absetzt, abschöpfen. Anschließend durch ein mit einem Blatt Küchentuch ausgelegtem Sieb gießen… fertig!

Bitte unbedingt ausprobieren!

 

Spit-roasted Ribs (Spareribs vom Drehspieß)

„Verdammte Hacke, ist das lecker!“ So oder so ähnlich waren die Reaktionen meiner Gäste, als sie die Rippchen (die man auf deutsch mit ‚p‘, auf englisch mit ‚b‘ schreibt!) zum ersten Mal probiert haben…aber der Reihe nach.

Spareribs sind in den USA seit ewigen Zeit ein fester Bestandzeil der Grillkultur. Sie werden in verschiedenen Grillzyklen stundenlang (insgesamt bis zu 6 Stunden!) auf dem Rost gegart, bis sie irgendwann so zart und weich sind, dass sie praktisch vom Knochen fallen. Abgesehen davon, dass das Fleisch, das man dann eher lutscht als kaut, jedwede Struktur drangegeben hat, finde ich die Zeit  sowie die eingesetzte Energie doch etwas überdimensioniert.

Also habe ich mal wieder etwas gestöbert und bin auf ein Rezept gestoßen, dass meinen Wünschen und Neigungen in vollem Umfang entspricht. Knapp 90 Minuten Zubereitungs- bzw. Garzeit und ein Geschmack, der alles getoppt hat, was ich bisher ‚ribsmäßig‘ gegessen habe. Voraussetzung ist allerding ein Grill mit elektrischem Drehspieß.

  • ca. 1,5 kg Schälrippchen
  • Magic Dust Rub

An der Rückseite der Rippchen befindet sich eine (fast unsichtbare) Silberhaut, die man entfernen muss. Dazu mit einem spitzen Messer zwischen Haut und Knochen fahren, um so ein kleines Stück Haut anzuheben, dann die Hautecke fest anfassen und komplett abziehen. Das funktioniert besser als es sich jetzt anhört.

Anschließend die Rippchen größzügig mit dem Rub bestreuen und in einen großen Gefrierbeutel legen, fest verschließen und über Nacht marinieren. Magic Dust eine Trockenmarinade auf Paprikabasis, die man in exzellenter Qualität hier kaufen kann.

Am nächsten Tag die Ribs ‚in Schlaufen‘ auf den Drehspieß stecken und auf dem Grill positionieren.  Bei 180 – 200 Grad eine Stunde grillen. Mit einer süßscharfen Sauce bestreichen, 10 Minuten weitergrillen, Vorgang wiederholen…fertig!

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Vorschlag für die Würzsauce: Apricot Glaze

  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 kl. Stück Ingwer
  • 3-4 getrocknete Chilis (klein)
  • etwas Butterschmalz
  • 50 ml Brandy

Zwiebel und Knoblauch schälen und grob zerteilen, Ingwer schälen und in kleine Würfeln schneiden. Alles zusammen mit den Chilis andünsten, mit Brandy ablöschen und etwas einkochen lassen.

  • 1 kl. Dose Aprikosenhälften
  • 1 TL Senf
  • 75 ml Ketchup
  • 1 EL Sojasauce
  • 1 EL Worchestersauce
  • 1/2 TL getr. Thymian
  • 3 EL Honig
  • 1-2 EL Essig
  • ca. 400 ml Pfirsichsaft

Aprikosen auf einem Sieb abgießen und den Saft auffangen. Aprikosen und alles anderen Zutaten (außer dem Saft) zugeben und ca. 30 Minuten sanft köcheln lassen. Den aufgefangenen Saft mit dem Pfirsichsaft auf 500 ml auffüllen, zugießen und anschließend pürieren, mit Salz abschmecken. Die jetzt noch vorhandene Schärfe verliert sich beim Aufwärmen noch etwas.

Lecker war es!!!