Lammkarree mit Kräuterkruste, Rotweinjus und Ofengemüse

„Ich mag kein Lamm!“ Ich weiß nicht, wie oft ich diesen Satz schon gehört habe. Es gibt ja wirklich Menschen, die diesen eigenwilligen Geschmack tatsächlich nicht mögen. Meistens ist die Abneigung schlechten Erfahrungen in Qualität oder Zubereitung von Lammfleisch geschuldet. Bei uns gab es früher häufig ‚Irish Stew‘, ein Kohleintopf mit Hammelfleisch. Der Geschmack war streng bis penetrant und das Haus hat tagelang nach diesem widerwärtigen Essen gestunken. Meine Aversion hielt bis Mitte der Neunziger Jahre, bis ich zum ersten Mal in einem Sternerestaurant gegessen habe, zufälligerweise ein Lammkarree mit Kräuterkruste. Fortan war meine Abneigung perdu.

Ich verwende ausschließlich irisches Lammfleisch, es ist hinsichtlich Qualität einfach unschlagbar und um Längen besser als das prominente Neuseelandlamm.

  • 2 Lammkarrees
  • 2 rote Zwiebeln
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 Zweig Rosmarin (optional)
  • 300 ml Rotwein
  • 400 ml Fond (Rind oder Geflügel)
  • 1 EL Creme fraiche
  • Salz, Pfeffer, Zucker, ggf. Rinderbrühpulver
  • 2 TL Speisestärke

für die Kräuterkruste:

  • 4-5 Stiele glatte Petersilie
  • je 2-3 Stiele Thymian Rosmarin, Basilikum und Oregano
  • 75 g Butter
  • 4 Scheiben Toastbrot
  • Salz und Pfeffer

Zunächst das Fleisch sorgfältig von Fett und Sehnen befreien.

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Die Abschnitte mit einer grob gehackten Zwiebel in etwas Öl kräftig anbraten, Tomatenmark zufügen und kurz mit anrösten, dann mit Rotwein und Fonds ablöschen, Rosmarin zufügen und auf die Hälfte einkochen lassen. Dann durchsieben, erneut aufkochen und würzen. Mit Creme fraiche verfeinern und mit der in Wasser aufgelösten Stärke auf die gewünschte Konsistenz binden. Beiseite stellen.

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Für die Kräuterkruste zunächst das Weißbrot im Mixer bröselig mahlen, dann die Blätter von den Stielen abzupfen, Butter schmelzen lassen. Kräuter und Butter im Mixer pürieren, mit den Brotbröseln mischen und zu einer Paste verkneten. Ebenfalls beiseite stellen.

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Ich liebe Ofengemüse! Es ist großartig, wenn man sich beim Kochen auf die Hauptspeise konzentrieren kann und nicht dauernd hier und da noch würzen, rühren, oder pürieren muss. Daher ist dieses Rezept mein neuer Liebling:

  • 500g kleine Kartoffeln (ideal: ‚La Ratte‘)
  • 3-4 rote Zwiebeln
  • 300 g Kirschtomaten
  • je 1 grüne und gelbe Zucchini
  • 1-2 TL getr. Oregano
  • 4-5 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

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Kartoffeln und Zucchini in nicht zu kleine Stücke würfeln, Zwiebeln schälen und achteln, mit den restlichen Zutaten gründlich vermischen (wie immer: mutig sein beim Würzen), in eine ofenfeste Form geben und bei 180 Grad ca. 45 Minuten garen, zwischendurch einmal wenden.

Das Lamm mit Salz und Pfeffer würzen und in einer sehr heißen Pfanne von beiden Seiten kräftig anbraten und im Ofen ca. 20-30 Minuten garen (angepeilte Kerntemperatur ca. 60 Grad), dann aus dem Ofen nehmen und in Alufolie gewickelt 10 Minuten ruhen lassen.

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Die Kräutermasse dünn auf die Karrees auftragen und im Ofen unter dem Grill 3-5 Minuten gratinieren.

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Rinderfiletspieß mit Mojo rojo

Immer nur Bratwurst grillen? Niemals! Wer mich bzw. meinen Blog kennt, weiß, dass ich eher der experimentelle Typ bin. Heute hatte ich Lust auf eine Kombination aus Rind und scharf…Projekt gelungen!

  • 350 g Rinderfilet
  • 2-3 Schalotten
  • 3-4 Peperoni (aus dem Glas)

Das Fleisch in große Würfel scheiden, Schalotten pellen und halbieren, Peperoni in Stücke schneiden.

Alle Zutaten abwechselnd auf Spieße stecken, mit grobem Meersalz würzen und kalt stellen.

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Für die Mojo rojo:

  • 3 Paprikaschoten (geviertelt und geputzt)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Peperoni
  • 1 TL Paprika
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Kreuzkümmel
  • 100 ml Olivenöl

Paprikaschoten mit der Hautseite nach oben auf ein mit Alufolie ausgelegtes Backblech legen, auf oberster Schiene in den Ofen schieben und unter dem Grill solange grillen, bis die Schoten schwarz sind. Herausnehmen und 15 Minuten in einen Gefrierbeutel legen, dann die schwarze Haut abziehen. Mit allen anderen Zutaten in einen hohen Rührbecher geben und mit dem Schneidstab pürieren….einfach nur lecker!

20150722_152619 20150722_15373520150722_155630 20150722_160251Den Spieß auf direkter starker Hitze von jeder Seite 2-3 Minuten grillen, dann indirekt 5-7 Minuten ziehen lassen.

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Tomatensauce nach meiner Art

Ich habe jahrelang nach einer richtig guten Tomatensauce gesucht. Einfach nur passierte Tomaten mit Sahne und ein paar Gewürzen zusammenzuklatschen war mir auf die Dauer zu wenig. In der vorletzten Ausgabe meines Lieblings-Männermagazins fand ich ein Dossier über die Zubereitung diverser Grundsaucen, darunter auch Tomatensauce. Da das Rezept ebenso einfach wie wohlschmeckend klang, habe ich es heute in leicht abgeänderter Form nachgekocht.

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  • 1 große Dose Tomaten
  • 1-2 Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • etwas Olivenöl
  • 1 kl. Dose Tomatenmark (70g)
  • 1 TL Zucker
  • 200 ml Gemüsefond
  • einige Stängel Oregano und Basilikum

Zunächst Zwiebel und Knoblauch grob hacken. Da sie zum Schluss ohnehin noch püriert werden, ist ein aufwändiges Würfeln in Miniaturgrösse entbehrlich.

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Beides zusammen in Olivenöl in einem ausreichend großen Topf anschwitzen.

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Tomatenmark und Zucker zufügen und kurz mit anrösten. Unbedingt darauf achten, dass die Temperatur nicht zu hoch ist, da das Tomatenmark sehr schnell verbrennt und dann fürchterlich bitter wird.

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Mit Fond und Tomaten (samt Saft) ablöschen. Im Originalrezept steht etwas von Tomaten sehr klein schneiden. Diesen Schritt spare ich mir, indem ich nun mit einem Kartoffelstampfer die Tomaten einfach grob zerkleinere bzw. zerdrücke. Kräuter zufügen und 30 Minuten auf sehr kleiner Flamme köcheln lassen.

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Nun die Kräuter entfernen und das Ganze entweder mit dem Pürierstab oder mit dem Standmixer pürieren. Ich empfehle letztere Methode, da ein Standmixer durch die größere Power einfach besser püriert.

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Jetzt mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Fertig ist eine tolle Tomatensauce für alle Gelegenheiten. Ich habe übrigens vor dem Pürieren noch jeweils etwas getrockneten Oregano und Basilikum zugefügt….schmeckt noch würziger.

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Ach übrigens: wer jetzt zum Zeitschriftenhändler rennt und die letzten Ausgaben des Playboys nach den Saucenrezepten durchsucht, wird enttäuscht sein. Ich meinte natürlich dieses Männermagazin:

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Cordon Bleu

Heute gibts die kulinarische Keule aus den Siebzigern. Wem ein ordinäres Schnitzel nicht reicht, der kann hier bedenkenlos zugreifen. Kochschinken und Käse adeln schnödes Schweineschnitzel zu einer saftigen und aromatischen Angelegenheit.

Hier ist natürlich (eigentlich wie immer) besonderes Augenmerk auf die Auswahl der Zutaten zu legen.

Kochschinken ist insgesamt schon ein heikles Thema, seitdem er fast ausschließlich aus geklebten Fleischbrocken zusammengeschustert  wird. Dabei erinnere mich zu gern an die Schlachterei der Eltern meines besten Kumpels aus der Kindheit. Dort garte einmal pro Woche ein in Kindesaugen gigantisches Stück Fleisch im Konvektomaten, bis es endlich mit all seinen Düften aus dem Metallpranger befreit wurde….wir bekamen immer das Kantenstück auf Brötchen. Mir läuft jetzt noch das Wasser im Mund zusammen. Das war noch echte Schlachterkunst!!!

  • 3 doppelt dick geschnittene Schweineschnitzel
  • 3 Eier
  • Salz und Pfeffer
  • Paniermehl
  • 3 gr. Scheiben Kochenschinken
  • 6 Scheiben aromatischen Käse (Beemster pikant)

Die Schnitzel mit einem Plattiereisen flach klopfen. Dieser Vorgang widerstrebt mir jedes Mal aufs Neue,ist aber unumgänglich. Schnitzel quer halbieren.

Kochschinken und Käse halbieren und auf die Schnitzel legen, zusammenklappen und mit Rouladennadeln fixieren.

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Salzen und pfeffern, erst in verkleppertem Ei, dann in Paniermehl wälzen, in reichlich Fett bei mittlerer Hitze braten.

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Mögliche Beilagen?

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Ofenkartoffeln (Mallorca-Art)

Der Titel lässt vermuten, dass die Kartoffeln auf mallorquinische Art zubereitet seien….weit gefehlt. Wir haben bei unserem Mallorcaurlaub vor 2 Jahren quasi jeden Abend gegrillt. Und diese Ofenkartoffeln haben sich dabei herausgemendelt und sind seither ein absolut fester Bestandteil eines jeden Grillabends.

  • 400 g Kartoffeln
  • Rapsöl
  •  Salz und frisch gemahlener Pfeffer
  • 1/2 TL Paprikapulver edelsüß
  • 1 rote Zwiebel (halbiert und in Streifen geschnitten)
  • 150 g Greyerzer Käse (grob gerieben)

Kartoffeln schälen und in 2 cm große Würfel scheiden. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen, ca. 3 EL Öl zugeben, umrühren und ca. 30 Minuten beiseite stellen.

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Ofen auf 200 Grad vorheizen, Kartoffeln erst in ein Sieb und anschließend in eine Auflaufform geben und in den Ofen schieben. Nach 15 Minuten Zwiebeln zugeben, umrühren und mit Käse bestreuen. Weitere 30 Minuten im Ofen garen. Eine perfekte Grillbeilage!

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Und dazu? Tomatensalat mit Schafskäse und gregordressing!!!

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Jägerbuletten (frei nach Tim Mälzer)

Es ist Zeit für ein erstes Outing: Ja, ich liebe Tim Mälzer! Also jetzt nicht auf erotischer, sondern ausschließlich auf kulinarischer Ebene. Ich mag seine Kochsendungen (die jetzt nicht mehr so hektisch sind wie damals zu VOX-Zeiten), ich verehre seine ungewöhnlichen Rezepte, zudem ist er längst aus dem Schatten seines Mentors Jamie Oliver herausgetreten und ich mag ihn als Person mit seiner unkoventionellen, kodderschauzigen Art! Ich bin ihm vor einigen Jahren kurz nach der Eröffnung der Bullerei in die Arme gelaufen. Wir waren zu Gast im ‚deli‘, dem Bistro der Bullerei und ich habe einen Blick ins Hauptlokal gewagt, das natürlich restlos besetzt war. Plötzlich fasst mir jemand auf die Schulter und sagt: „geil, oder?“ Ich drehe mich um und nicke stumm. Eine sehr sympathische Begegnung.

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  • 1 Brötchen
  • je 150 ml Wasser und Milch (lauwarm)
  • 15 g getrocknete Steinpilze
  • 300 g Champignons
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Bund Petersilie
  • Öl
  • 600 g Hack (halb und halb)
  • 1 Ei und 1 Eigelb
  • 1 EL mittelscharfer Senf
  • Salz und Pfeffer
  • 1 EL Tomatenmark
  • 100 ml Rotwein
  • 300-400 ml Sahne
  • 1/2 TL rosenscharfes Paprikapulver

Brötchen in Würfel scheiden und in der Milch/Wassermischung einweichen, Steinpilze in 200 ml heißem Wasser einweichen. Champignons in Scheiben schneiden, Zwiebeln fein würfeln, Petersilie fein hacken.

Öl in einer großen Pfanne erhitzen, die Hälfte der Zwiebeln mit der Hälfte der Petersilie andünsten und aus der Pfanne nehmen.

Brötchen ausdrücken, mit Hack, Eiern, Senf, und der angedünsteten Zwiebelmischung vermengen, mit Salz und Pfeffer kräftig würzen und ca. 8 Buletten formen.

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Weiteres Öl in der Pfanne erhitzen, Buletten darin von beiden Seiten kurz braun anbraten und in einen Bräter umbetten.

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Pilze und Zwiebeln im Bratfett andünsten, Tomatenmark hinzufügen, kurz mitbraten und mit Rotwein und Sahne ablöschen und aufkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Paprika würzen. Eingeweichte Steinpilze ausdrücken, kleinschneiden und zufügen, Pilzfond ebenfalls zufügen.

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Aufkochen und ggf. mit Soßenbinder leicht binden, über die Buletten geben und in den auf 180 Grad heißen Ofen geben und 20 Minuten garen.

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Dazu?

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Hähnchengeschnetzeltes mit Kartoffel-Pancakes

Geflügel geht immer….und in Kombination mit meinem Lieblingssommergemüse Zucchini sogar noch öfter

Die Pancakes sind ein echter Kracher: sie sind extrem einfach in der Zubereitung, machen optisch richtig was her und schmecken großartig zu allen Gerichten mit Soßen. Was für ein Zufall, dass es heute ein Geschnetzeltes dazu gibt. Ich garantiere, dass alle Kinder sie lieben werden.

  • 200 ml Milch
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 250 g Mehl
  • Salz, Pfeffer, Zucker
  • 250 g Kartoffeln
  • 2 Eier

Milch lauwarm erhitzen, Hefe hineinbröckeln und auflösen. 250g Mehl, 1 TL Zucker und Salz mischen. Kartoffeln schälen und mittelfein raspeln, mit Mehlmischung, Hefemilch verrühren und mit Salz und wenig Pfeffer würzen, Eier hinzufügen und mit einem Holzlöffel kräftig verschlagen. Zugedeckt an einem warmen Ort 45 Minuten gehen lassen.

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Nun zum Geschnetzelten:

  • 600 g Hähnchenbrustfilet
  • 2 rote Zwiebeln
  • 400 g Zucchini
  • Öl, Salz und Pfeffer
  • 200 ml Weißwein
  • 300 ml Gemüsebrühe
  • 300 ml Sahne
  • 2-3 EL dunklen Soßenbinder
  • 200 g TK-Erbsen
  • 1-2 TL Hühnerbrühe

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Hähnchenbrust in Scheiben schneiden, Zwiebel schälen, vierteln und in Streifen schneiden, Zucchini längst vierteln und in Würfel schneiden.

Fleisch scharf anbraten, salzen, pfeffern und herausnehmen.

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Zwiebel und Zucchini ins heiße Bratfett geben und kurz andünsten, mit Weißwein ablöschen und kurz einkochen lassen. Brühe und Sahne zufügen, aufkochen und 5 Minuten einkochen lassen Fleisch und Erbsen zufügen mit Hühnerbrühe und Soßenbinder versehen und erneut abschmecken.

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Fett in einer Pfanne erhitzen. Mit einer Suppenkelle 4 Klekse Teig hineingeben und von beiden Seiten braten.

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Jaja, ich weiß: Hühnerbrühe aus dem Glas ist kein Naturprodukt, aber für die Alltagsküche darf und muss man auch mal alle Fünfe gerade sein lassen können. Ich werde demnächst mal ein echtes Demi-Glace kochen, um zu beweisen, dass ich auch anders kann…

Überbackener Schafskäse

Heute mal veggie: natürlich hat auch dieses kleine Gericht seine kleine Geschichte. Damals in den Neunzigern hatten wir in unserem kleinen Nest bei Bielefeld ein wahnsinnig tollen Griechen. Statt des standardmäßigen Zazikis haben wir uns irgendwann mal die Empfehlung der Küche servieren lassen…und waren sofort hin und weg. Seitdem gehört diese Vorspeise zum generalstabsmäßigen Ritual eines jeden griechischen Essens.

  • 1 Packung Feta
  • 5-6 kleine oder 3 große Tomaten
  • 3-4 eingelegte Peperoni
  • 1 Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 75 ml Olivenöl
  • Salz und Pfeffer würzen und mit Olivenöl vermischen

Zunächst die Tomaten vierteln, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Mit Schalotte und Peperoni genauso verfahren. Knoblauch sehr fein würfeln oder durch die Presse drücken. Mit wenig Salz und ordentlich Pfeffer würzen. Olivenöl zugeben und vermischen.

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Feta in eine kleine Auflaufform legen und die Mischung darüber geben.

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Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad ca. 15 Minuten garen….dazu passt Baguette.

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Rouladen nach Art meiner Oma

Der Rezepttitel lässt es bereits erahnen: heute gehts zurück in die Vergangenheit. Und bei den Gerichten, die mich an meine Kindheit erinnern, bin ich auch relativ konservativ, was die Zubereitung angeht. Klassische Rindsrouladen benötigen keine modernen Zubereitungsmethoden…futtern wie bei Muttern ist angesagt. Das Besondere an diesem Rezept meiner Großmutter ist, dass der Speck nicht durchwachsen, sondern fett ist. Rouladenfleisch ist extrem mager und neigt zur Trockenheit. Diesem Umstand wird mit dem fetten Speck Rechnung getragen, zudem hat der durchwachsene, geräucherte Speck viel zu viel Eigengeschmack und würde der Roulade ihren gesamten Charme nehmen.

  • 6 Rinderrouladen aus der Ober- oder Unterschale
  • 18 Scheiben fetten Speck
  • 6 Gewürzgurken
  • 2 Zwiebeln
  • 6 TL Senf
  • Salz und Pfeffer
  • 6 Rouladennadeln
  • 250 ml Rotwein
  • 500 ml Rinderfonds
  • 1 Becher Sahne
  • Soßenbinder nach Bedarf (oder in Wasser aufgelöste Speisestärke)
  • 1 EL Joghurt (vorzugsweise griechischen)

Rouladen nebeneinander auf die Arbeitsplatte legen und mit Senf bestreichen, salzen und pfeffern und mit Speck belegen. Gurken und Zwiebeln zerkleinern (gern auch im Universalzerkleinerer) und auf dem vorderen Drittel der Rouladen verteilen und aufrollen. Hierbei wird klar, weshalb ich schon aus rein humanitären Gründen kein Gehirnchirurg geworden bin…unter diabolischem Fluchen wird versucht, die Füllung im Zaum bzw. in der Roulade zu halten. Mit den Nadeln feststecken.

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Fett in einer großen, schweren und hohen Pfanne stark erhitzen und die Rouladen von allen Seiten anbraten und in einen Bräter mit Deckel umbetten.

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Das Bratfett mit Rotwein, Fond und Sahne ablöschen und kurz aufkochen lassen.

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Zu den Rouladen geben und im Ofen bei ca. 150 Grad ungefähr 2 Stunden schmoren lassen.

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Aus dem Ofen nehmen, Rouladen herausnehmen und den Fonds aufkochen lassen und leicht andicken. Kräftig mit Salz und Pfeffer und Joghurt abschmecken. Bitte unbedingt gelegentlich nachkochen … die Kindheit wird zurückkehren … versprochen!

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Chicken Wings

Was für ein großartiger Gaumenschmaus. Viele Jahre als minderwertig angesehen, erleben die Hähnchenflügel ihr völlig berechtigtes Comeback. Wenn Sie richtig zubereitet werden, sind sie leckerer als so manches Steak. Dieses Zusammenspiel aus salzig, süß und scharf ist einfach große Klasse. Die Zubereitung auf dem Grill erfordert zwar einige Grillkenntnisse, sollte aber im Notfall auch im Backofen funktionieren. Dann in jedem Fall ein mit Alufolie belegtes Backblech unter der Rost schieben, sonst wird es fies!

Wir bedienen uns hier wieder einer Technik, die versierte Blogverfolger bereits vom Gyrosbraten kennen: eine Trockenmarinade (Rub):

  • 2 TL Paprika edelsüß
  • 2 TL Salz
  • 2 TL Curry süß
  • 1 TL Curry scharf
  • 1 TL Pfeffer schwarz (frisch gemahlen)
  • 1 TL Paprika scharf
  • 1 TL Thymian
  • 1 TL Selleriesalz

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Alle Zutaten mischen und die Wings damit einreiben (die Mischung reicht für ca. 20 Wings). In einen großen Gefrierbeutel geben, mit einem Clip verschließen und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.

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Am nächsten Tag die Wings grillen. Dazu den Grill auf 200 Grad erhitzen und für indirektes Grillen vorbereiten. Tipps dafür gibts hier. Die Wings auf den Rost legen legen und 75 Minuten indirekt grillen. Ein Wenden ist nicht erforderlich.

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Dann eine Sauce vorbereiten, mit der die Wings bestrichen werden. Dazu benutze ich:

  • 8 EL Grillsauce nach Belieben
  • 2 EL scharfe Chilisauce
  • 2 EL Obstessig

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Nach 75 Minuten die Wings von beiden Seiten mit der Sauce bestreichen und 15 weitere Minuten weiter grillen, bis sie knusprig sind.

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Fertig sind die wohl besten Wings meines Lebens. Das Rezept habe ich in weiten Teilen übernommen von meinem Lieblings-Grillblog :

http://oldmountainbbq.com/2014/08/18/tipps-fur-wings/.

Ob’s geschmeckt hat?

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