Bratenfond /-jus

Als ich vor rund einem halbem Jahr in der illustren Kochfernsehshow mitgemacht habe, war ein wesentlicher Bestandteil meiner Hauptspeise die selbstgemachte Cognac-Pfefferrahmsauce, die auf einem selbst gekochten Bratenfond basierte.

Unzählige Male (ok, das war gelogen, aber zumindest) gelegentlich werde ich auf das dazugehörige Rezept angesprochen, das ich nun im Folgenden zum Besten geben werde. Entscheidender Vorteil gegenüber dem Fertigprodukt ist natürlich der konzentrierte Fleischgeschmack, der den Zutaten geschuldet ist und nicht, wie beim Industrieprodukt, ’natürlichen‘ und naturidentischen‘ Aromastoffen. Wo viel Licht ist, ist auch Schatten, insofern will ich nicht verheimlichen, dass die Zubereitung schon gut und gerne 8-10 Stunden in Anspruch nimmt, aber das Ergebnis rechtfertigt den Aufwand allemal.

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  • 3-4 kg Rinderknochen
  • Butterschmalz
  • 2 Möhren
  • 200 g Knollensellerie
  • 1 Lauchstange
  • 2 Zwiebeln
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 Flasche trockenen Rotwein
  • 6 angedrückte Wacholderbeeren
  • 2-3 Gewürznelken
  • 1 EL grob zerstoßenen Pfeffer
  • 2-3 Lorbeerblätter
  • 3-4 Tymianzweige
  • 2-3 Rosmarinzweige
  • Salz und Pfeffe

Los geht’s: Butterschmalz in einem sehr großen Topf erhitzen und die Knochen darin unter Rühren 10-15 Minuten kräftig anrösten und herausnehmen.

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Geputztes, klein geschnittenes Gemüse und Tomatenmark zugeben und weitere 5-10 Minuten anrösten, dann den Wein in drei Etappen zugeben und immer wieder fast vollständig verkochen lassen.

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2,5 Liter eiskaltes Wasser, Gewürze und Kräuter zugeben, aufkochen lassen und bei leicht geöffnetem Deckel auf kleinster Stufe mind. 3 Stunden köcheln (’simmern‘) lassen. In dieser Zeit verbinden sich die Aromen von Fleisch, Wein, Gemüse und Kräuter aufs Vortrefflichste. Wichtigster Faktor hierbei ist die Zeit. Ernst hierdurch wird der unnachahmliche Geschmack der späteren Sauce erreicht.

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Knochen mit einer Schaumkelle entfernen, den Fond durch ein feines Sieb in einen kleineren Topf umfüllen. Wer es jetzt nicht allzu dogmatisch mag, kann nun 1 Glas Rinderfond angießen und alles bei starker Hitze auf einen knappen halben Liter reduzieren. Puristen lassen den fertigen Fond einfach weg.

Den Bratenfond erst jetzt mit Salz und Pfeffer abschmecken…fertig ist das Aromawunder!

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Es gibt nun mehrere Möglichkeiten: entweder den Fond halbieren und als Grundsubstanz für eine Pfefferrahmsauce einfrieren. In diesem Fall einfach nach dem Auftauen 50 ml Cognac und 150 ml Sahne sowie einige grüne Pfefferkörner zufügen…fertig ist die perfekte Fleischsauce.

Oder aber den Fond in 10 Portionen je 50 ml einfrieren, um eine schnelle Sauce aus einem Bratenansatz zu zaubern.

Echt geiler Scheiss!!!

Boeuf Stroganoff

Als ich damals mein erstes richtiges Geld verdient habe, und meine Kochvorhaben durchaus etwas kostspieliger sein durften, habe ich erstmalig dieses hinreißende Gericht gekocht. Es verbindet genau jene Komponenten, die ich so gerne habe: es ist sehr einfach in der Zubereitung, macht optisch und geschmacklich ordentlich was her und es lässt sich exzellent vorbereiten und kann auch ruhig ein halbes Stündchen auf seine Gäste warten. Aber Obacht: das Rinderfilet lässt sich nicht durch ein preiswerteres Stück vom Rind substituieren. Ich kaufe immer ganze Rinderfilets, und friere zunächst das Mittelstück ca. 600-700 g vakumiert ein und der Rest kann z.B. für sowas hier herhalten.

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  • 3 mittelgroße Zwiebeln
  • 350 g braune Champignons
  • 4 mittelgroße Gewürzgurken
  • 600 g Rinderfilet (s.o.)
  • Öl, Salz, Pfeffer, Zucker
  • 1 geh. EL Mehl
  • 2 TL Gemüsebrühe
  • 300 g Creme Fraiche
  • 1 EL Senf

Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Streifen schneiden. Pilze putzen und in Scheiben schneiden, Gurken ebenfalls.

Fleisch in Scheiben schneiden und portionsweise in extrem heißer Pfanne mit Öl kurz und kräftig anbraten, herausnehmen und mit Salz und Pfeffer würzen. Pilze und Zwiebeln im Bratfett andünsten,mit Mehl bestäuben und anschwitzen, mit Wasser ablöschen, aufkochen und Brühe einrühren. Alle restlichen Zutaten zufügen und noch einmal kurz sachte aufkochen lassen, abschmecken und servieren.

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LECKER!!!

Ich füge immer 1-2 TL Demi Glace (stark eingekochter, sirupartiger Rinderfond) hinzu. Ersatzweise funktionieren auch 2 TL Rinderbrühe.

Frankfurter grüne Soße (Frankfotter Grie Soß)

Auch wenn hier viele womöglich die Augen verdrehen, aber dieses Gericht ist ein besonderes Highlight meiner Kindheit. Mein damaliger bester Kumpel war zugezogener Hesse. Abgesehen von der unglaublichen Herzlichkeit und Freundlichkeit dieses Menschenschlags sowie der vollständigen Unfähigkeit, auch nur ein genießbares Pils zu brauen, sticht vor allem dieses Gericht aus der Tristesse der Kulinarik hervor. Jedes Mal, wenn wir in den Ferien Eikes Oma in Giessen besuchten, hatte sie dieses hinreissende Essen vorbereitet: keine kalte Sauce werde ich jemals wieder so lieben!

Das Geheimnis dieser Sauce ist natürlich die Kräutermischung, die im Original aus 7 Kräutern besteht. Über die Zusammensetzung scheiden sich die Geister, aber das Zwischennetz mag da sicher hilfreich sein!

  • 1 Packung/Bund Kräuter für grüne Soße
  • 2 hartgekochte, fein gehackte Eier
  • 250 g Creme fraiche
  • 150 g Joghurt
  • 250 g Mayonnaise
  • 2 TL Senf
  • 1-2 TL Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer, Zucker

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Creme fraiche, Joghurt, Senf und Mayo verrühren und würzen. Kräuter von den Stielen befreien, in die Sauce geben und mit dem Pürierstab pürieren. Eier dazu geben, erneut abschmecken und kalt stellen.

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Dazu gibt es einen gekochten Kalbstafelspitz. Dazu ein Bund Suppengrün sowie eine (ungeschälte) Zwiebel grob würfeln und in ca. 2 Liter Wasser 30 Minuten kochen. Den Tafelspitz zufügen und bei ganz kleiner Hitze (Wasser darf nur sieden, nicht kochen!) ca. 90 Minuten garen. Quer zur Faser aufschneiden!

Ich liebe es!!!!

Gefülltes Schweinefilet

Das wohl beliebteste Stück vom Schwein (vermutlich neben dem Schnitzel) ist außerordentlich vielseitig und kommt in meiner kargen Küche häufiger zum Einsatz. Ich möchte hier mit allem Nachdruck noch einmal klar stellen, dass Schweinefleisch keinesfalls komplett durchgebraten sein darf, so wie man das vielleicht von früher noch kennt. Im Gegenteil, es sollte unbedingt noch rosa sein in der Mitte, da es ansonsten blitzschnell furztrocken und faserig wird.

Faustformel: das Filet (möglichst im Ganzen) von allen Seiten anbraten und anschließend im Ofen bei 160 Grad weitergaren, bis die Sauce fertig ist (15-20 Minuten).

Heute kommt das Filet mal als schweinisches Rollkommando daher, denn ich fülle es erst mit Spinat und Schafskäse und wickele es dann noch ein einen Baconmantel.

  • Ein langes Schweinefilet 500-600g
  • ca. 75 g TK-Spinat
  • 1-2 Schalotten
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • 1/2 Packung Schafskäse
  • 150 g Bacon

Zuerst das Schweinefilet aufschneiden. Dazu mit einem scharfen (!) Messer der Länge nach ein-, aber nicht durchschneiden. Dann jeweils an den aufgeklappten Seiten das gleiche ein bis zwei Mal wiederholen, bis eine Fläche entstanden ist.

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Den Spinat in einer kleinen Kasserolle mit wenig Olivenöl dünsten, bis er vollständig aufgetaut ist, dann die fein gehackte Schalotte(n) zugeben und mit andünsten. Würzen, in ein Sieb geben und mit einem Löffelrücken ausdrücken (wichtig!).

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Das Fleisch (ausnahmsweise mal vorsichtig) würzen, mit Spinat und zerbröseltem Schafskäse belegen und aufrollen.

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Den Bacon leicht überlappend auf der Arbeitsfläche ausbreiten, das Fleisch darauf setzen und alles schön zusammenrollen.

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Auf der ‚Naht‘ zuerst anbraten, dann vorsichtig Stück für Stück umdrehen und weiter anbraten. Anschließend ist eine Auflaufform setzen und ca. 30 Minuten bei 160 Grad im Ofen garen.

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Im Bratfett dann diese Soße zubereiten, die u. U. sogar noch mit etwas Schafskäse ergänzt werden kann.

Dazu dies:

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Ein wirklich köstliches Essen, das dazu auch optisch was hermacht und somit extrem gästekompatibel ist!

Roastbeef (aus dem Ofen)

Ich komme noch aus einer Zeit, als die Zubereitung eines solchen Stücks Fleisch als ‚hohe Kunst‘ galt. Kein Wunder, denn die Qualität des Grundprodukts war sehr unterschiedlich, Bratenthermometer waren nicht vorhanden und die Backöfen hielten kaum eine Temperatur über längere Zeit konstant.

Ich weiß nicht mehr aus welchem vorsintflutlichen Kochbuch ich das Rezept entnommen habe, kann mich aber dunkel daran erinnern, dass man das rohe Fleisch auf ein Backblech setzte, in den auf maximale Hitze vorgeheizten Ofen schob und mit einem viertel Liter flüssigem, extrem heißen Palmfett begoss, damit sich die Fleischporen schließen sollten…die daraus resultierende Sauce war ebenso gruselig wie das zu keiner Zeit korrekt gegarte Fleisch….abenteuerlich!

Heute ist glücklicherweise alles anders: der Metzger meines Vertrauens besorgt mir ein schönes Stück Fleisch mit ordentlichem Fettdeckel, das Thermometer verrichtet zielsicher seinen Dienst und Dank mittlerer Temperaturen hat man genügend Zeit für die Zubereitung der Beilagen.

  • ca. 1,5 kg Roastbeef
  • Salz und Pfeffer

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Das Fleisch salzen und bei extrem starker Hitze in der Pfanne von allen Seiten anbraten. Heraussnehmen, pfeffern und mit einem Bratenthermometer versehen.

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In eine passende Auflaufform legen und im vorgeheizten Ofen (150 Grad Ober-/Unterhitze) bis zu einer Kerntemperatur von ca. 57 Grad garen. In Alufolie ca. 10 Minuten ruhen lassen und dünn aufschneiden. Mit den üblichen Verdächtigen Bratkartoffeln und Remoulade servieren.

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Soulfood!!!

Porree-Möhren-Kartoffelauflauf mit Kasseler aus dem Bratschlauch

Heute ist Retro-Küche angesagt…ich mache Kasseler im Bratschlauch! Wozu man heute sowas noch braucht? Keine Ahnung, aber auf jeden Fall wollte ich das schon immer mal ausprobieren, gerade weil es so herrlich retro ist.

Für alle diejenigen, die mit dem Begriff Bratschlauch nichts anfangen können, hier eine kurze Erläuterung: Man gart das Fleisch nicht einfach im Ofen, sondern packt es mit etwas Flüssigkeit eine Art Folie und verschließt diese. Die Wärme innerhalb der Folie dehnt sich aus und bläst diesen Ballon quasi auf. Das Fleisch gart so schonend und der Ofen bleibt sauber…vorausgesetzt er war es vorher auch ;-)!

  • 600 g Kasseler im Stück (vom Rücken oder Nacken)
  • 1 gr. Zwiebel in Streifen geschnitten
  • 250 ml Gemüsebrühe

Man schneidet vom Bratschlauch (gibts in jedem Supermarkt, liegt bei der Alufolie) ein ausreichend großes Stück abschneiden und auf der einen Seite mit den beiliegenden Klipsen verschließen. Erst die Zwiebel, dann darauf das Kasseler geben und die Flüssigkeit angießen. Anschließend das zweite Ende verschließen. Auf ein kaltes Backblech geben und in den kalten Ofen schieben und ca. 1 Stunde bei 200 Grad Ober/Unterhitze garen (alternativ 180 Grad Umluft).

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Dazu gibt es einen sehr leckeren Auflauf, der so lecker ist, weil die Soße aromatisch ist. Sie kann beim Abschmecken ruhig ein klein wenig überwürzt schmecken, das verliert sich später.

  • 400 g Möhren (geputzt und in Stücke geschnitten)
  • 800 g Kartoffeln (geschält und in Stücke geschnitten)
  • 1 Stange Porree (geputzt und in dicke Ringe geschnitten)
  • 200 g Kräuterfrischkäse
  • 250 ml Sahne
  • 150 g Joghurt (wers fetter mag: Creme Fraiche)
  • 1 TL Senf
  • Salz, Pfeffer und Zucker
  • etwas Zwiebel- u. Knoblauchpulver
  • ggf. gemahlene Chiliflocken
  • etwas geriebener würziger Käse (z.B. Greyerzer)

Das Gemüse nacheinander in kochendem Salzwasser bis knapp vor den Garpunkt kochen, mit einer Schaumkelle herausnehmen und in eine ausreichend große Auflaufform füllen.

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Für die Soße alle Zutaten zusammenrühren und kräftig abschmecken, über das Gemüse geben (ggf. den Käse darüberstreuen) und ca. 30 Minuten in den Ofen mit zu dem Kasseler geben.

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Ein sehr leckeres Wintergericht!

Putengulasch

Geflügelwochen im Hause Eichberger! Jede Neujahrsdiät fordert ihren Tribut…kleiner Scherz: die Tatsache, dass es mehrfach Pute in der jüngeren Vergangenheit gab, lässt mitnichten darauf schließen, dass ich unter die Diätjünger gegangen wäre. Ein Putengulasch geht fix, ist konsensfähig und mit etwas Chili sogar recht frech!

  • 1 kg Putenfleisch (in 2 cm große Würfel geschnitten)
  • 2-3 große Zwiebeln (geviertelt und in Streifen geschnitten)
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1-2 TL Paprikapulver, Chiliflocken
  • 500 ml Hühnerbrühe
  • 200 ml Weißwein
  • 200 ml Sahne
  • je eine rote und gelbe Paprikaschote, geputzt und in Rauten geschnitten
  • etwas Soßenbinder oder Speisestärke

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Fleischwürfel in heißem Öl kurz, aber kräftig anbraten.

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Herausnehmen und mit Salz und Pfeffer würzen. Zwiebeln im Bratfett andünsten.

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Tomatenmark dazugeben, kurz mitbraten und mit Weißwein ablöschen und etwas einkochen lassen.

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Mit Brühe auffüllen und ca. 1 Stunde garen. 15 Minuten vor Garende Sahne und Paprika zufügen. Ggf. binden!

Dazu passen Salzkartoffeln oder Kartoffelpüree.

Szegediner Bolo

Emsige Beobachter dieses kleinen, aber feinen Blogs werden Zweierlei feststellen: zum Einen war ich hier länger abwesend, zum Anderen gab es hier schon mal ein Gericht mit ähnlichem Namen.

Beides ist richtig! Allerdings war es damals das Szegediner Gulasch, das ich hier feilgeboten habe. Dies ist quasi die Expressvariante der fixen 30-Minuten-Küche und nicht minder lecker.

Wer allerdings glaubt, dass der Rezepttitel von mir stammt, der irrt gewaltig: mein Vorbild und Grundsympath Tim Mälzer zeichnete sich dafür verantwortlich.

  • 1 Zwiebel
  • 500 g gemischtes Hack
  • 2-3 EL Öl
  • Salz, Pfeffer und Zucker
  • 1 kl. Dose Sauerkraut (550 g)
  • 500 ml Brühe
  • 2 EL Tomatenmark
  • je 1 TL scharfes und mildes Paprikapulver
  •  150 ml saure Sahne

Hack und in Streifen geschnittene Zwiebel im heißen Öl anbraten.

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Tomatenmark und Paprika zufügen und kurz anrösten, mit Brühe ablöschen und Sauerkraut zufügen. Würzen und ca. 35 Minuten garen. Zum Schluss die saure Sahne zufügen und erneut abschmecken.

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Apfelrotkohl

Es gibt nur ganz wenige Gemüsebeilagen, die sich ohne nennenswerte Qualitätsverluste einfrieren lassen…diese gehört dazu. Auch bei diesem wunderbaren Rezept gehört die Referenzversion zu meiner Großmutter. Wenn es bei uns zu Hause Reh- (rücken oder keule) gab, gehörte immer zwingend Rotkohl dazu. So ist es im übrigen auch heute immer noch. Man möge an dieser Stellle nur mal meine Tochter befragen.

  • 1 Rotkohl von mind. 2 kg
  • 125 g. Gänseschmalz
  • 4 große aromatische Äpfel
  • 6 Zwiebeln
  • 2 Lorbeerblätter
  • 5 Wacholderbeeren (angedrückt)
  • 250 ml Rotweinessig
  • 1 kl. Glas Johannisbeergelee
  • 250 g. durchw. Speck
  • 1-2 TL Salz

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Rotkohl vierteln und den Strunk entfernen. Kohl in schmale Streifen schneiden oder hobeln. Ich verwende hierfür einen ‚V-Hobel‘, mit dem das ganz passabel zu bewerkstelligen ist.

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Äpfel und Zwiebeln schälen bzw. pellen und fein würfeln, im heißen Gänseschmalz in einem sehr großen Topf andünsten. Allein dieser Geruch ist großartig! Klein geschnittenen Rotkohl zufügen und zusammenfallen lassen. Dann alle übrigen Zutaten zufügen…und ja, auch den Speck, und zwar im Ganzen. Die Säure des Essigs und die Süße des Gellees bewirken eine tolle Geschmacksbalance.

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Dies alles nun ca. 90 Minuten köcheln lassen und gelegentlich umrühren.

Nun kommt der wichtigste Schritt: über Nacht kalt stellen und durchziehen lassen. Erst dann schmeckt der Rotkohl wirklich lecker. Am Folgetag Speck und Lorbeer entfernen, ggf. erneut abschmecken.

Ich friere davon mind. 8-10 kleine Portionen ein, die ich je Bedarf auftauen kann.

Linsensuppe

Der Sommer ist vorbei und schwuppdiwupp hat man Appetit auf etwas Deftiges. Diese Linsensuppe ist genial einfach und einfach genial und dazu natürlich auch ein Stück weit Kindheitserinnerung. Nur wer es ausprobiert, wird es erfahren!

  • 250 g durchwachsener Speck
  • 250 g Tellerlinsen
  • 1 TL getrockneter Majoran
  • 3 Möhren
  • 1 kl. Sellerie
  • 1 Stange Lauch
  • 500 g Kartoffeln
  • 4 TL Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer, Zucker, Essig
  • 1 EL Senf

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Speck in 1,5 l Wasser 45 Minuten kochen.

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Linsen und Majoran hinzufügen und weitere 45 Minuten garen. Möhre, Sellerie, Lauch und Kartoffeln putzen bzw. schälen und fein würfeln und nach 15 Minuten dazugeben.

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Speck herausnehmen und fein würfeln, wieder zurückgeben. Abschließend mit Salz (Vorsicht wegen des Specks!), Pfeffer, Zucker, Essig und Senf abschmecken. Möglichst über Nacht kalt stellen….dazu Rauchenden (Mettenden).

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