Filetsteak – eine kleine Kochschule

Ach ja, das liebe Steak! Meine ersten Erfahrungen mit diesem perfekten Stück Fleisch reichen schon sehr, sehr weit zurück. Es war in irgendeinem Urlaub in den Siebzigern und mein Vater nahm mich mit zum Einkaufen. Anschließend suchte er zielsicher ein Steakhaus auf und bestellte sich ein Pfeffersteak. Das war ein Rumpsteak mit einer fast ausschließlich aus Pfefferkörnern bestehenden Sauce…gruselig, damals wie heute. Seitdem hat sich eine ganze Menge getan: wir kennen und lieben heute Fleischzuschnitte und -stücke, von denen denen wir noch vor 2 Jahren niemals gehört hatten. Oder kannten wir früher etwa Flank Steak oder Onglet?

Genug der Faselei. Heute möchte ich jeden ermutigen, sich an das heikle Thema Steak braten zu wagen. Es ist wahrlich nicht schwer und Anfängerfehler macht doch jeder. Am wichtigsten ist die Fleischqualität. Wer in seiner näheren Umgebung keinen richtigen Schlachter mehr hat, der kann mittlerweile alles in exzellenter Qualität im Netz bestellen.

Heute habe ich mir vom lokal Fleischdealer ein Rinderfiletsteak in opulenter Größe (ca. 350g) besorgt, das hoffentlich seiner finalen Bestimmung mit handwerklichem Geschick (und ja, auch Glück!) zugeführt wird.

  • 1 Filetsteak (aus der Mitte geschnitten), ca. 350 g
  • Fleur de sel
  • Schwarzer Pfeffer (grob gemahlen oder im Mörser zerstoßen)
  • neutrales Öl

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Es ist ziemlich wichtig, dass das Fleisch rechtzeitig aus dem Kühlschrank genommen wird (mind. 1 Stunde), denn ansonsten ist der Temperaturunterschied zu groß und das Fleisch ‚verkrampft‘ beim Braten. Das Fleisch mit Öl einreiben und salzen.

Eine Pfanne (ich habe hier eine Grillpfanne verwendet, wegen des Musters!) mit Öl ausreiben und sehr stark erhitzen, bis das Öl anfängt zu qualmen.

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Das gesalzene Fleisch (auf keinen Fall pfeffern, denn der würde sofort verbrennen) in die Pfanne legen und scharf anbraten. Wenn die Kruste geil aussieht, umdrehen und anschließend herausnehmen und in den auf 200 Grad vorgeheizten Ofen legen und 10 Minuten ziehen lassen, dann herausnehmen und in Alufolie eingewickelt 5 Minuten ruhen lassen.

Am Tisch pfeffern  und gut ist’s!

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Überbackener Porree mit Käsesauce

Heute gehts mal wieder ein knappes halbes Jahrhundert zurück in die kulinarischen Kinderschuhe der Republik und wir landen nur ganz knapp hinter dem Hawaii-Toast (den ich übrigens nach wie vor absolut lecker finde).

Porree ist ja eigentlich ein klassisches Wintergemüse. Aber wer sagt denn, dass er nicht auch im Sommer schmeckt? Nun, diese Gesamtkomposition ist wahrlich kein kulinarisches Fliegengewicht, aber es schmeckt zu neuen Kartoffeln einfach göttlich.

Bei der Auswahl des Käses sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Ich kombiniere gerne einen milden mit einem etwas würzigeren Käse (hier: je zur Hälfte mittelalter Gouda und Höhlenkäse).

Für die Käsesauce:

  • 50 gButter
  • 60 g Mehl
  • 500 ml leichte Gemüsebrühe
  • 500 g. geriebenen Käse
  • Salz und Pfeffer
  • ggf. etwas Milch oder Sahne zum Verdünnen

Für den Porree:

  • 2 große Stangen Porree
  • 3 sehr dicke oder 6 normale Scheiben Kochenschinken

Für die Käsesauce schwitze ich das Mehl in der zerlassenen Butter an, gieße nach und nach die Gemüsebrühe an und schlage alles kräftig mit dem Schneebesen zur Vermeidung von Klümpchen. Anschließend den Käse zugeben und bei niedriger Hitze schmelzen lassen, Würzen und ggf. verdünnen….fertig!

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Porree putzen, der Länge nach bis zur Mitte einschneiden und gründlich waschen. Hier sehr sorgfältig vorgehen, sonst knirscht es! Porree in Stücke schneiden und in kochendem Wasser ca. Minuten blanchieren, herausnehmen und abschrecken, abtropfen lassen.

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Kochschinken nebeneinander auf die Arbeitsfläche legen mit Salz und Pfeffer würzen, Porree darauf verteilen und einrollen. In eine ausreichend große Auflaufform legen, mit Sauce übergießen und in den mit 200 g vorgeheizten Ofen 30-45 Minuten überbacken.

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Dazu neue Kartoffeln!

Rinderfilet in Sichuan-Pfeffersoße mit grünem Spargel

Asiatisch geht immer….genauso wie griechisch italienisch oder deutsch. Doofe Einleitung mit desaströsem Hintergrund, stimmt aber. Ich wollte damit eigentlich zum Ausdruck bringen, dass ich asiatisch eigentlich immer essen kann, sofern es sich nicht um die Glutamatattacke vom ‚Chinamann‘ handelt.

Es geht schnell, es ist sehr bekömmlich, das Gemüse hat stets noch Biss und es schmeckt einfach großartig.

Held dieses Rezepts ist der Sichuanpfeffer, der sehr zitronig daherkommt und trotzdem eine tolle Schärfe mit sich bringt….unbedingt ausprobieren!

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  • 500 g Rinderfilet (in 1/2 cm dicke Scheiben geschnitten)
  • 4–6 EL  chinesischer Reiswein (z. B. Mirin) 
  • 1 TL  Sichuanpfefferkörner
  • 1  Knoblauchzehe  
  • 50-100 ml  Hühnerbrühe  
  • 4 EL  Austernsoße  
  • 2 EL  Sojasoße
  • brauner Zucker
  • 750 g  grüner Spargel  
  • Öl, Salz und Pfeffer
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Rinderfilet in Reiswein mind. 30 Minuten marinieren.

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Knoblauch schälen und sehr fein hacken. Für die Pfeffersoße Sichuanpfeffer in einem Mörser grob zerstoßen. Brühe, Sichuanpfeffer, 2 EL Austernsoße, Sojasoße und 1 TL Zucker verrühren.

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Vom Spargel die holzigen Enden großzügig abschneiden. Spargel waschen und in ca. 4 cm lange Stücke schneiden. 2 EL Öl in einem Wok oder einer großen Pfanne erhitzen. Spargel darin unter Rühren ca. 1 Minute braten. 2 EL Austernsoße und 2 EL Brühe unterrühren und alles einige Minuten weiterbraten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

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2 EL Öl in einem zweiten Wok oder einer großen Pfanne erhitzen. Filetscheiben darin in 2–3 Portionen bei starker Hitze von jeder Seite ca. 30 Sekunden braten. Herausnehmen. 1 EL Öl im Bratfett erhitzen. Knoblauch darin anbraten. Gebratenes Fleisch und Pfeffersoße zugeben und alles für 1 Minute weiterbraten. Spargel kurz erhitzen. Mit dem Filet in Pfeffersoße anrichten.

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Dazu schmeckt natürlich Reis.

Das ist ein geiles Gericht, das wirklich jedem, der auf asiatische Küche steht, schmecken wird….garantiert!!!!

 

 

Krustenbraten

Ich gebe zu, dass es schon ein paar Monde her ist, seit ich dieses Prachtexemplar zubereitet habe, denn niemand würde mir ernsthaft glauben, dass ich bei Außentemperaturen von um die dreißig Grad eine solche Fleischbombe zubereiten würde…oder etwa doch?

Wie dem auch sei, neulich habe ich einen Beitrag gesehen, wie dieses Gericht schulbuchmäßig zubereitet wird. Also, um es diplomatisch auszudrücken: meine Zubereitung verfolgt einen eher unkonventionellen Ansatz. Ich behaupte aber, dass mein Krustenbraten denen aus dem Beitrag in nichts nachsteht.

Noch ein Satz zum Fleisch: man bekommt zwei Variantes des Krustenbratens: gepökelt oder natur. Pökeln bedeutet, dass das Fleisch mittels einer Injetion ein Nitritsalz verabreicht bekommt. Dadurch wird das Fleisch zarter und bekommt eine rötliche Färbung. Ich verwende grundsätzlich ungepökeltes Fleisch. Das ist vielleicht dann später nicht mehr ganz so zart, behält aber seinen ‚Schweinebratencharakter‘ besser, wie ich finde. Ist natürlich immer Geschmackssache!

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  • 1 ungepökelten Krustenbraten 2,5 – 3 kg
  • 500 – 750 ml Fleischbrühe
  • 2-3 Zwiebeln (geputzt und geviertelt)
  • 250 ml Weißwein
  • 250 ml Sahne
  • Salz und Pfeffer
  • ggf. dunklen Soßenbinder

Die Kruste des Bratens wird kreuzförmig eingeritzt. Es ist darauf zu achten, dass nur die Fettschicht und nicht das darunter liegende Fleisch beschädigt werden darf, denn sonst ‚läuft der Braten aus‘ und er wird trocken und zäh. Das Einschneiden übernimmt ein ultrascharfes Küchenmesser oder ein Cuttermesser. Jetzt von allen Seiten kräftig salzen und pfeffern und mit der Krustenseite auf ein tiefes Backblech legen, Zwiebeln um das Fleisch verteilen und etwas Brühe (ca. 250 ml) angießen. In den auf 200 Grad vorgeheizten Ofen schieben und insgesamt 2-2,5 Stunden braten. Zwischendurch immer wieder mit Brühe, Wein und Sahne begießen.

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Wer den Garpunkt perfekt bestimmen will, nimmt ein Thermometer zu Hilfe. Ab 70 Grad Kerntemperatur ist es klasse….80 Grad gehen natürlich auch. Das Bleck aus dem Ofen nehmen, den Braten in eine passende Auflaufform umbetten und zurück in den Ofen schieben.

Für die Soße nehme ich einen Silikonpinsel und löse unter Zuhilfenahme der Backblechflüssigkeit die Röststoffe vom Backblech und gieße die ganze Chose (inkl. Zwiebeln) in einen Topf um und ergänze ggf. etwas Brühe und püriere alles mit dem Pürierstab. Aufkochen, abschmecken, ggf. nachwürzen und mit Soßenbinder andicken.

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Kruste: Eigentlich sollte die Kruste jetzt auch knackig sein. Wenn dies nicht der Fall ist, mische ich 100 ml Wasser mit Salz und Honig,bestreiche die Kruste damit und schalte den Grill an. Jetzt dauerts nur wenige Minuten und die Kruste ‚ploppt‘ regelrecht auf.

Ein Träumchen!!!

Bratenfond /-jus

Als ich vor rund einem halbem Jahr in der illustren Kochfernsehshow mitgemacht habe, war ein wesentlicher Bestandteil meiner Hauptspeise die selbstgemachte Cognac-Pfefferrahmsauce, die auf einem selbst gekochten Bratenfond basierte.

Unzählige Male (ok, das war gelogen, aber zumindest) gelegentlich werde ich auf das dazugehörige Rezept angesprochen, das ich nun im Folgenden zum Besten geben werde. Entscheidender Vorteil gegenüber dem Fertigprodukt ist natürlich der konzentrierte Fleischgeschmack, der den Zutaten geschuldet ist und nicht, wie beim Industrieprodukt, ’natürlichen‘ und naturidentischen‘ Aromastoffen. Wo viel Licht ist, ist auch Schatten, insofern will ich nicht verheimlichen, dass die Zubereitung schon gut und gerne 8-10 Stunden in Anspruch nimmt, aber das Ergebnis rechtfertigt den Aufwand allemal.

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  • 3-4 kg Rinderknochen
  • Butterschmalz
  • 2 Möhren
  • 200 g Knollensellerie
  • 1 Lauchstange
  • 2 Zwiebeln
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 Flasche trockenen Rotwein
  • 6 angedrückte Wacholderbeeren
  • 2-3 Gewürznelken
  • 1 EL grob zerstoßenen Pfeffer
  • 2-3 Lorbeerblätter
  • 3-4 Tymianzweige
  • 2-3 Rosmarinzweige
  • Salz und Pfeffe

Los geht’s: Butterschmalz in einem sehr großen Topf erhitzen und die Knochen darin unter Rühren 10-15 Minuten kräftig anrösten und herausnehmen.

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Geputztes, klein geschnittenes Gemüse und Tomatenmark zugeben und weitere 5-10 Minuten anrösten, dann den Wein in drei Etappen zugeben und immer wieder fast vollständig verkochen lassen.

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2,5 Liter eiskaltes Wasser, Gewürze und Kräuter zugeben, aufkochen lassen und bei leicht geöffnetem Deckel auf kleinster Stufe mind. 3 Stunden köcheln (’simmern‘) lassen. In dieser Zeit verbinden sich die Aromen von Fleisch, Wein, Gemüse und Kräuter aufs Vortrefflichste. Wichtigster Faktor hierbei ist die Zeit. Ernst hierdurch wird der unnachahmliche Geschmack der späteren Sauce erreicht.

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Knochen mit einer Schaumkelle entfernen, den Fond durch ein feines Sieb in einen kleineren Topf umfüllen. Wer es jetzt nicht allzu dogmatisch mag, kann nun 1 Glas Rinderfond angießen und alles bei starker Hitze auf einen knappen halben Liter reduzieren. Puristen lassen den fertigen Fond einfach weg.

Den Bratenfond erst jetzt mit Salz und Pfeffer abschmecken…fertig ist das Aromawunder!

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Es gibt nun mehrere Möglichkeiten: entweder den Fond halbieren und als Grundsubstanz für eine Pfefferrahmsauce einfrieren. In diesem Fall einfach nach dem Auftauen 50 ml Cognac und 150 ml Sahne sowie einige grüne Pfefferkörner zufügen…fertig ist die perfekte Fleischsauce.

Oder aber den Fond in 10 Portionen je 50 ml einfrieren, um eine schnelle Sauce aus einem Bratenansatz zu zaubern.

Echt geiler Scheiss!!!

Suflaki mit Metaxasauce

Mittlerweile dürften alle, die gelegentlich diesen Blog besuchen, mitbekommen haben, dass griechisches Essen zu meinen absoluten Favoriten gehört.

Ich habe hier ja schon meine ‚Geheimrezepte‘ für Gyros, Zaziki, Krautsalat sowie Gyrosbraten zum Besten gegeben.

Der Rezepttitel oben ist eher irreführend, denn eigentlich müsste es ‚Metaxasauce mit Suflaki‘ heißen. Für alle diejenigen, die mit dieser Sauce nichts verbinden, sei hier erwähnt, dass es sich um eine würzige, tomatige und mit Cognac o.ä. abgeschmeckte Sauce handelt, die extrem gut zu griechisch gewürztem Fleisch passt.

  • 1 Zwiebel (sehr fein gewürfelt)
  • 1 rote Paprikaschote (fein gewüfelt)
  • 1 Handvoll Champignons (kleingehackt)
  • 2 EL Tomatenmark
  • 100 ml Weißwein
  • 200 – 250 ml Brühe (Fleisch- oder Gemüse-)
  • 150 g Creme Fraiche
  • Salz, Pfeffer, Zucker
  • einige Spritzer Zitronensaft
  • etwas Gyrosgewürz
  • Cognac/Metaxa nach Geschmack (2-4cl)

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Zwiebel, Paprika und Champignons in etwas Öl weich dünsten, Tomatenmark zugeben und kurz anschwitzen, anschließend Wein und Brühe zugeben und kurz aufkochen lassen und Creme Fraiche zufügen. Mit Salz, Pfeffer, Zucker, Zitronensaft und Gyrosgewürz pikant abschmecken.

Die Zubereitung von Suflaki ist denkbar einfach:

  • 3 Scheiben Schweinerücken
  • 50 ml neutrales Öl
  • 1/2 TL Paprikapulver
  • je 1/4 TL Oregano und Petersilie (getrocknet)
  • Saft einer halben Zitrone

Zutaten verrühren, Fleisch in etwas kleine Stücke schneiden und mind. 3 Stunden, besser über Nacht marinieren. Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen und auf dem sehr heißen Grill (ersatzweise Grillpfanne) kurz angrillen, in eine Auflaufform geben, mit Sauce begießen und ca. 15-20 Minuten im 200 Grad heißen Ofen gar ziehen lassen.

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Gewoktes Rindfleisch in roter Chili-Erdnusssauce

Ich habe nicht die leiseste Ahnung, ob es die Wortschöpfung ‚gewokt‘ überhaupt gibt, aber es spiegelt in jedem Falle eine schnelle, unkomplizierte Garmethode wieder, deshalb habe ich sie übernommen.

Auch wenn auf den ersten oder zweiten Blick relativ viele Zutaten erforderlich sind, ist die Zubereitung doch ziemlich schnell erledigt.

  • 500 g Rindfleisch (ich habe Entrecote verwendet)
  • 5 EL Sojasauce
  • 2 EL Sesamöl
  • 1/2 TL (reines) Chilipulver (keine Gewürzzubereitung!)

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Das Fleisch in nicht zu kleine Stücke schneiden mit den übrigen Zutaten vermischen und ca. 1 Stunde marinieren. Der Duft des Sesamöls ist jedes Mal wieder ein olfaktorisches Erlebnis.

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  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 100 g Zuckerschoten
  • 5-10 Shiitake Pilze (nach Möglichkeit frisch)
  • 1 rote Paprika
  • 1 kleine Zucchini
  • 1 Dose Kokosmilch
  • 2 EL Erdnusscreme
  • 1 TL rote Currypaste
  • 1/4 TL Sambal Oelek
  • 1 TL frisch geriebenen Ingwer
  • 100 g Cashewnüsse
  • etwas Limettensaft

Los gehts! Zuerst das Fleisch aus der Marinade haben und abtropfen lassen (Marinade aufheben!).Dann in wenig Öl, am besten Woköl (ist leicht aromatisiert) nicht zu scharf anbraten und beiseite stellen.

Gemüse putzen, Frühlingszwiebeln in nicht zu schmale Stücke schneiden, Zuckerschoten halbieren, Pilze in Streifen und Paprika in Stücke scheiden, Zucchini längs vierteln und ebenfalls in Stücke schneiden. Das Gemüse im Bratfett anbraten, Currypaste und Sambal Oelek zufügen und kurz anrösten, Erdnusscreme und Kokosmilch zufügen und aufkochen lassen, Nüsse und Fleisch zufügen und mit Ingwer, Limette und der Marinade abschmecken. Je nach Schärfeempfinden noch mit Sambal nachwürzen. Wem die Sauce zu dick ist, der kann mit Rinderfond für Abhilfe schaffen.

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Richtig lecker!!!

Boeuf Stroganoff

Als ich damals mein erstes richtiges Geld verdient habe, und meine Kochvorhaben durchaus etwas kostspieliger sein durften, habe ich erstmalig dieses hinreißende Gericht gekocht. Es verbindet genau jene Komponenten, die ich so gerne habe: es ist sehr einfach in der Zubereitung, macht optisch und geschmacklich ordentlich was her und es lässt sich exzellent vorbereiten und kann auch ruhig ein halbes Stündchen auf seine Gäste warten. Aber Obacht: das Rinderfilet lässt sich nicht durch ein preiswerteres Stück vom Rind substituieren. Ich kaufe immer ganze Rinderfilets, und friere zunächst das Mittelstück ca. 600-700 g vakumiert ein und der Rest kann z.B. für sowas hier herhalten.

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  • 3 mittelgroße Zwiebeln
  • 350 g braune Champignons
  • 4 mittelgroße Gewürzgurken
  • 600 g Rinderfilet (s.o.)
  • Öl, Salz, Pfeffer, Zucker
  • 1 geh. EL Mehl
  • 2 TL Gemüsebrühe
  • 300 g Creme Fraiche
  • 1 EL Senf

Zwiebeln schälen, halbieren und in dünne Streifen schneiden. Pilze putzen und in Scheiben schneiden, Gurken ebenfalls.

Fleisch in Scheiben schneiden und portionsweise in extrem heißer Pfanne mit Öl kurz und kräftig anbraten, herausnehmen und mit Salz und Pfeffer würzen. Pilze und Zwiebeln im Bratfett andünsten,mit Mehl bestäuben und anschwitzen, mit Wasser ablöschen, aufkochen und Brühe einrühren. Alle restlichen Zutaten zufügen und noch einmal kurz sachte aufkochen lassen, abschmecken und servieren.

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LECKER!!!

Ich füge immer 1-2 TL Demi Glace (stark eingekochter, sirupartiger Rinderfond) hinzu. Ersatzweise funktionieren auch 2 TL Rinderbrühe.

Frankfurter grüne Soße (Frankfotter Grie Soß)

Auch wenn hier viele womöglich die Augen verdrehen, aber dieses Gericht ist ein besonderes Highlight meiner Kindheit. Mein damaliger bester Kumpel war zugezogener Hesse. Abgesehen von der unglaublichen Herzlichkeit und Freundlichkeit dieses Menschenschlags sowie der vollständigen Unfähigkeit, auch nur ein genießbares Pils zu brauen, sticht vor allem dieses Gericht aus der Tristesse der Kulinarik hervor. Jedes Mal, wenn wir in den Ferien Eikes Oma in Giessen besuchten, hatte sie dieses hinreissende Essen vorbereitet: keine kalte Sauce werde ich jemals wieder so lieben!

Das Geheimnis dieser Sauce ist natürlich die Kräutermischung, die im Original aus 7 Kräutern besteht. Über die Zusammensetzung scheiden sich die Geister, aber das Zwischennetz mag da sicher hilfreich sein!

  • 1 Packung/Bund Kräuter für grüne Soße
  • 2 hartgekochte, fein gehackte Eier
  • 250 g Creme fraiche
  • 150 g Joghurt
  • 250 g Mayonnaise
  • 2 TL Senf
  • 1-2 TL Zitronensaft
  • Salz, Pfeffer, Zucker

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Creme fraiche, Joghurt, Senf und Mayo verrühren und würzen. Kräuter von den Stielen befreien, in die Sauce geben und mit dem Pürierstab pürieren. Eier dazu geben, erneut abschmecken und kalt stellen.

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Dazu gibt es einen gekochten Kalbstafelspitz. Dazu ein Bund Suppengrün sowie eine (ungeschälte) Zwiebel grob würfeln und in ca. 2 Liter Wasser 30 Minuten kochen. Den Tafelspitz zufügen und bei ganz kleiner Hitze (Wasser darf nur sieden, nicht kochen!) ca. 90 Minuten garen. Quer zur Faser aufschneiden!

Ich liebe es!!!!

Gefülltes Schweinefilet

Das wohl beliebteste Stück vom Schwein (vermutlich neben dem Schnitzel) ist außerordentlich vielseitig und kommt in meiner kargen Küche häufiger zum Einsatz. Ich möchte hier mit allem Nachdruck noch einmal klar stellen, dass Schweinefleisch keinesfalls komplett durchgebraten sein darf, so wie man das vielleicht von früher noch kennt. Im Gegenteil, es sollte unbedingt noch rosa sein in der Mitte, da es ansonsten blitzschnell furztrocken und faserig wird.

Faustformel: das Filet (möglichst im Ganzen) von allen Seiten anbraten und anschließend im Ofen bei 160 Grad weitergaren, bis die Sauce fertig ist (15-20 Minuten).

Heute kommt das Filet mal als schweinisches Rollkommando daher, denn ich fülle es erst mit Spinat und Schafskäse und wickele es dann noch ein einen Baconmantel.

  • Ein langes Schweinefilet 500-600g
  • ca. 75 g TK-Spinat
  • 1-2 Schalotten
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • 1/2 Packung Schafskäse
  • 150 g Bacon

Zuerst das Schweinefilet aufschneiden. Dazu mit einem scharfen (!) Messer der Länge nach ein-, aber nicht durchschneiden. Dann jeweils an den aufgeklappten Seiten das gleiche ein bis zwei Mal wiederholen, bis eine Fläche entstanden ist.

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Den Spinat in einer kleinen Kasserolle mit wenig Olivenöl dünsten, bis er vollständig aufgetaut ist, dann die fein gehackte Schalotte(n) zugeben und mit andünsten. Würzen, in ein Sieb geben und mit einem Löffelrücken ausdrücken (wichtig!).

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Das Fleisch (ausnahmsweise mal vorsichtig) würzen, mit Spinat und zerbröseltem Schafskäse belegen und aufrollen.

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Den Bacon leicht überlappend auf der Arbeitsfläche ausbreiten, das Fleisch darauf setzen und alles schön zusammenrollen.

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Auf der ‚Naht‘ zuerst anbraten, dann vorsichtig Stück für Stück umdrehen und weiter anbraten. Anschließend ist eine Auflaufform setzen und ca. 30 Minuten bei 160 Grad im Ofen garen.

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Im Bratfett dann diese Soße zubereiten, die u. U. sogar noch mit etwas Schafskäse ergänzt werden kann.

Dazu dies:

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Ein wirklich köstliches Essen, das dazu auch optisch was hermacht und somit extrem gästekompatibel ist!