Lachs-Nudelpfanne mit Zucchini

Es gibt Gerichte, die ich mit meinen Bordmitteln einfach nicht so fotografieren kann, dass sie auch nur halbwegs lecker aussehen. Dieses Gericht gehört auch dazu, genauso wie dies und dies – das aber nur am Rande!

Wenn man auf der Suche nach einem schnellen, schmackhaften Pastagericht ist und dabei noch gerne Lachs isst, dann ist man bei diesem Geschmacksallrounder genau richtig. Wichtig ist lediglich, dass man die Zucchini in nicht zu dünne Stücke schneidet, sonst sind sie schnell zu weich und die ganze Chose driftet schnell in Richtung Kantinenessen ab. Ist aber das Gemüse knackig, die Nudeln al dente und Lachs gut angebraten, wird aus diesem relativ einfachen Gericht eine wahre Delikatesse.

Ich nehme übrigens tiefgefrorenen Lachs (Wildlachs), den ich nur antauen lasse und dann in nicht zu kleine Würfel schneide.

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  • 600 g Lachsfilet
  • 1 EL Öl
  • 1 kleingehackte Zwiebel, 1/2 kleingehackte Knoblauchzehe
  • 150 ml Wermut (Noilly Prat)
  • 250 ml Sahne
  • 2 EL Zitronensaft
  • Salz und Pfeffer
  • 400 g kurze Nudeln
  • 1 Zucchini (ca. 300g)

Lachs in Würfel schneiden und im Öl bei mittlerer Hitze anbraten,  herausnehmen. Zwiebel und Knoblauch im Bratfett andünsten und mit Wermut ablöschen und einköcheln lassen. Sahne zugeben und erneut auf kochen lassen, mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen, vom Herd ziehen und Lachswürfel zurück in die Pfanne geben.

 

Nudeln nach Packungsanweisung in gut gesalzenem Wasser kochen. 3 Minuten vor Ende der Garzeit die in stattliche Würfel geschnittene Zucchini zufügen. Abgießen und ca. 100 ml Nudelwasser auffangen. Nudel/Zucchini-Mischung in die Pfanne zu Lachs geben, Nudelwasser zufügen und alles erneut kurz aufkochen.

In tiefe Teller füllen, ggf dekorieren (Basilikum oder Schnittlauch) und sofort essen!

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Gebackenes Hähnchen mit Sirachasauce

Aus der Rubrik ‚Asia geht imma‘ (au backe!) gibt’s heute mal was, das es so in keinem Chinapuff zu futtern gibt: lecker frittierte Hähnchenstücke in einer leicht scharfen Chili-Mayo-Sauce auf duftigem Jasminreis. Ich vermute, dass das Rezept Trilliarden Kilometer davon entfernt ist, original asiatische Kochkunst zu repräsentieren, aber es ist saulecker und geht auch einigermaßen flott. Es gibt keine zubereitungstechnischen Stolperfallen, also, liebe Nachkocher…immer ran ans Hähnchenfilet!

  • 400g Hähnchenbrustfilet
  • 1 EL Mehl
  • 1 EL Speisestärke
  • 2 Eier
  • 1/2 TL Salz

Aus Mehl, Stärke, Eiern und Salz einen halbflüssigen Teig herstellen. Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden, mit dem Teig vermengen und im Kühlschrank parken.

  • 4 EL Mayonnaise
  • 2 EL Siracha (scharfe thailändische Chilisauce)
  • 1 EL Ketchup
  • 1 TL Zucker
  • 1 TL Limettensaft
  • 1 EL Öl

Für die Sauce alle Zutaten mit Ausnahme des Öls vermischen. Öl in einer großen Pfanne erhitzen und Saucengemisch darin erhitzen.

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Fett in einer Friteuse auf 190 Grad erhitzen, Fleisch aus dem Kühlschrank nehmen, Fleischstücke einzeln ins heiße Fett gleiten lassen, bis es bräunlich wird (ca. 4-5 Minuten), anschließend mit einer Schaumkelle aus dem heißen Fett nehmen und in die Saucenpfanne umbetten. In der Sauce solange wenden, bis die Fleischstücke ummantelt sind, dann mit gekochtem Reis servieren.

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Klassische Kartoffelsuppe

Manchmal sind es die einfachen Dinge, die am Schönsten sind. Ein Sonnenaufgang, ein gutes Glas Cabernet Sauvignon oder eine wärmende Suppe. Unter allen Suppen, die sich in meinem Repertoire befinden, ist die klassische Kartoffelsuppe immer noch die leckerste, weil sich Kindheitserinnerungen mit purem Wohlbefinden mischen. Sie geht so flink, ist sättigend und ist dabei extrem schmackhaft. Wie auch bei dieser hier eignen sich auch durchaus Kartoffeln, die nicht mehr so ganz taufrisch sind und dringend weg müssen.

Hier die Zutaten für 3 Portionen:

  • 1 große Zwiebel
  • 1 Bund Suppengrün
  • 500 g Kartoffeln (Sorte ist egal!)
  • etwas Butterschmalz
  • Salz, Pfeffer
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • 3 Rauch- / Mettenden
  • etwas gehackte Petersilie

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Zwiebel fein würfeln, Suppengrün putzen und in kleine (ca. 1cm) Würfel schneiden. Kartoffeln schälen und ebenfalls fein würfeln. Alles in Butterschmalz andünsten, salzen und pfeffern, mit Brühe ablöschen und ca. 15-20 Minuten köcheln lassen.

Rauchende längs halbieren und in Scheiben schneiden. Nach 20 Minuten ca. ein Drittel des Gemüses aus der Brühe heben, Rest Suppe leicht pürieren. Gemüse und Wurst zugeben und noch etwas weiterköcheln lassen.

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Das war’s!!!

 

 

Pilzmedaillons mit Carbonara-Cremesößchen

Bämm…ein wahrhaftiger Vertreter der ‚Voll-auf-die-Fresse-Küche‘! Hier wird nicht lange mit feinen Aromen hantiert, sondern es gibt Schweinemedaillons in einer mit Sahne aufgemotzen Carbonara-Sauce mit nicht zu feingeschnittenen Champignons…einfach nur super! Und bitte, liebe Freunde der deftigen Küche, macht nicht den Fehler und serviert etwa noch Pasta als ‚Sättigungbeilage‘. Die Sauce hat mächtig Bums, so dass etwas Baguette, oder wie bei uns, Pizzabrötchen aus übriggebliebenem Pizzateig ein idealer Begleiter sind.

  • 600 g Schweinefilet
  • 100 g Pancetta in dünnen Scheiben (Bacon tut’s aber auch allemal)
  • 500 g Champignons (je nach Größe halbiert bzw. geviertelt)
  • 1 große oder 2 kleine Zwiebeln, fein gewürfelt
  • Butterschmalz (vielleicht ja dieser hier)
  • Salz und Pfeffer
  • 200 g Sahne
  • 75 g Parmesan
  • 3 Eigelb

Schweinefilet putzen und in nicht zu dünne Medaillons schneiden, würzen. Ofen auf 160 Grad Umluft vorheizen. Fleisch in Butterschmalz von beiden Seiten kurz kräftig anbraten und in einer Auflaufform im Ofen 10-15 Minuten garen.

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Pancetta/Bacon im Bratfett knusprig ausbraten und auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Pilze und Zwiebeln im Bratfett anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen. Sahne und 1/8 Liter Wasser angießen und kurz aufkochen lassen.

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Käse fein reiben, mit den Eigelb vermischen…sieht eklig aus, gehört aber so! Pfanne mit der Soße vom Herd ziehen, etwas von der Flüssigkeit in die Ei-Käse-Masse rühren und denn alles zurück in die Pfanne gießen und verrühren. Die Masse darf jetzt auf keinen Fall mehr sprudelnd kochen, sonst gerinnt das Eigelb und die Soße wird extrem unansehnlich.

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Fleisch aus dem Ofen nehmen und auf Teller verteilen, mit einer kleinen Kelle Soße beglücken und dem Speck garnieren…that’s all!

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Makkaroni-Torte alla Carbonara

Verrückt! Anstatt hier eine anständige Carbonara zu kochen wie diese hier, kann ich mal wieder nicht die Finger von gewagten Variationen lassen. Zur reinen Lehre: Spaghetti Carbonara ist ein klassisches Nudelgericht aus Spaghetti, Speck, Ei und Käse. Dieses Rezept hier ersetzt beispielsweise den Speck (Pancetta) durch Tiroler Speck, der eigentlich ein Schinken ist, aber Speck genannt wird. Zudem verhelfen, Milch, Sahne und Tomaten zu etwas mehr Schmelz auf der Zunge.

  • 250 g kurze Makkaroni
  • 150 g Kirschtomaten
  • 100 ml Sahne
  • 50 ml Milch
  • 1/2 EL Speisestärke
  • 100 g Parmesan (oder Pecorino)
  • 100 g Mozzarella
  • 2 Eier
  • 10 Scheiben dünn geschnittener Tiroler Speck

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Ofen auf 160 Grad Umluft vorheizen. Die Makkaroni ca. 5 Minuten vorkochen (7 Minuten lt. Packungsanleitung), sie garen im Ofen noch nach, abgießen und abtropfen lassen. Kirschtonaten halbieren oder vierteln.

Sahne, Milch und Speisestärke verrühren. Eier unterrühren. Geriebenen Parmesan und kleingeschnittenen Mozzarella zugeben und kräftig mit Pfeffer würzeln, abschmecken und bei Bedarf etwas salzen.

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Eine kleine Springform (22 cm) mit Backpapier auskleiden, übriges Backpapier wegschneiden und mit Speck auslegen. Die Scheiben sollten sich leicht überlappen.

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Nudeln zurück in Topf geben, Tomaten und Eiersahne zugeben und alles verrühren. Die die ausgespeckte Form geben und den überhängenden Speck darüberklappen.

Im Ofen insgesamt 50 Minuten backen, nach 30 Minuten die Temperatur auf 180 Grad erhöhen!

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Saulecker!!!

Ofenschaschlik

Männerabend!!! Manchmal sind es die einfachen Dinge, die glücklich machen. Bier, Fußball, Fleisch! So geschehen neulich Abend…als klitzekleine Vorspeise gab es meine Aioli mit frischem Baguette.

Das Spezielle an diesen Schaschliks ist ihre Zubereitungsart, sie werden ganz einfach (wie bereits der Titel vermuten lässt) im Ofen gegart…erst offen, dann in der Sauce. Diese besteht aus einer eigenkomponierten Paprika-Ketchup-Plempe, aber dazu gleich mehr.

Für die Sauce:

  • 3 Paprikaschoten (rot, gelb, grün)
  • 4-5 Zwiebeln, in Streifen geschnitten
  • 80 g durchwachsenen Speck
  • 2-3 EL Tomatenmark
  • 1 kl. Glas Tomatenpaprika
  • 400g Tomatenketchup
  • Brühe nach Belieben (100-250 ml)
  • Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer

 

Paprika, putzen, vierteln und in schmale Streifen schneiden. In etwas Öl bei mittlerer Hitze andünsten, Zwiebeln und Speck dazugeben und solange schmoren lassen, bis die Paprika etwas weicher geworden sind. Hitze etwas hochdrehen und Tomatenmark dazugeben und mit anschwitzen. Tomatenpaprika (samt Flüssigkeit!!!) sowie Ketchup dazugeben und leicht köcheln lassen, Brühe nach Belieben angießen und kräftig würzen – fertig!

Für die Schaschlik:

  • ca. 1 kg Schweinenacken
  • Grillgewürz (Magic Dust Rub)
  • 15 Perlzwiebeln
  • 150 g. durchw. Speck im Stück

Das Fleisch in nicht zu kleine Würfel schneiden (2-3 cm) und mit MDR würzen. Einzelheiten zum Rub gibt’s hier. Idealerweise über Nacht marinieren lassen.

Nun abwechselnd Fleisch, in nicht zu dünne Scheiben geschnittenen Speck und Perlzwiebeln auf Spieße stecken. Ich habe solche genommen, die ‚doppelläufig‘ sind. Das hat den unschätzbaren Vorteil, dass das Fleisch bombenfest sitzt und sich nicht immer mitdreht, wenn man die Spieße wendet.

Den Ofen auf 200 Grad Umluft vorheizen und die Spieße quer über eine entsprechend große Auflaufform legen und eine halbe Stunde ‚anknuspern‘ lassen. Dann die Sauce in die Auflaufform geben, die Spieße hineinlegen und eine weitere halbe Stunde köcheln lassen.

Glücklich machend!!!

 

Jägerschnitzel

Wäre ich ein gastronomischer Betrieb, dann wäre ich ganz sicher ein Imbiss! Ich liebe Pommes frites, dazu eine tolle Mayo ( die idealerweise wie früher wie die schmeckt, die man am Imbissstand im Schwimmbad bekam), Currywurst, Zigeunerschnitzel, Curryfrikadellen, und und und… Lasse ich das alles mal Revue passieren, hat so ein Imbissfutter ja schon etwas Geniales. Allerdings würde ich meine Produkte nicht aus Eimern und Tütchen generieren, sondern ich würde alles selbermachen. Vielleicht wäre das ja noch mal was für die ungewisse Zukunft. Wer Lust hat mitzumachen, der darf sich gerne bei mir melden.

Die Assoziationen bezüglich des Namen sind hier klar vorgegeben: Jäger = Wald = Pilze. So einfach kann Kulinarik sein! Dass Champignons gar keine Waldpilze sind, kann man an dieser Stelle ruhig mal übersehen.

Ein Jägerschnitzel muss sämig sein, die Soße muss auf der Zunge zergehen, die Pilze müssen weich und möglichst zerkocht sein…Dosenpilze schweben über unseren Vorstellungen…aber hat: es geht auch lecker!

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  • 300 g (braune) Champignons
  • 2 Zwiebeln
  • 80 g durchwachsener Speck, fein gewürfelt
  • Butterschmalz
  • 1 EL Mehl
  • 1 EL Tomatenmark
  • 150 ml Weißwein
  • 150-200 ml Brühe
  • 200 ml Sahne
  • 1-2 EL Sojassuce
  • Salz und Pfeffer
  • etwas getrockneter Thymian und Petersilie

Die ersten drei Zutaten in Butterschmalz kräftig anbraten, dann erst Mehl zufügen und weiter anrösten, bis das Mehl braun wird, anschließend Tomatenmark zufügen und kurz weiter anrösten. Mit Wein ablöschen, Brühe und Sahne zufügen und köcheln lassen, dann mit Sojasauce, Salz und Pfeffer würzen und mit Kräutern versehen…kurz weiterköcheln lassen.

Ach ja…das obligatorische Schnitzel darf natürlich keinesfalls fehlen:

Chili con Carne

Novembertristesse, Nasskälte und Herbststürme…genau die richtige Zeit, um das Thema ‚Wintereintöpfe‘ wiederzubeleben.

Dieses Gericht gehört zu den ersten, die ich überhaupt jemals gekocht habe. Das Originalrezept stammt aus einer ‚Brigitte‘ des Jahres 1990 und wurde unzählige Male gekocht. Grausamer Höhepunkt war der 30. Geburtstag meiner Schwester, zu dem ich rund 15 Liter dieses Aromawunders kochen durfte. Danach habe ich das Rezept jahrelang nicht mehr angerührt.

Da ich der Meinung bin, dass alles mal irgendwann modifiziert werden sollte, habe ich angesichts zweier großer Rumpsteaks, die vakumiert in meinem Kühlschrank ihrer finalen Bestimmung zugeführt werden mussten, beschlossen, dieses wundervolle Gericht mal nicht mit Hackfleisch, sondern mit sehr fein geschnittenem Rindfleisch zu versuchen…es hat funktioniert!!!

  • 600-700 g Rumpsteak
  • 100 g. durchw. Speck
  • 4-5 mittelgroße Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Tüte (40 g) Chiligewürz
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 kl Dose stückige Tomaten (mit Basilikum)
  • 750 ml Fleischbrühe
  • 1 Dose Kidney Bohnen (425 g)
  • 1 Dose Mais (150 g)
  • je 1/4 TL Cayennepfeffer und Kreuzkümmel (wichtig!!!)
  • Salz

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Zunächst die Rumpsteaks längs in dünne Streifen schneiden und danach sehr fein würfeln, Speck ebenfalls kleinschneiden. Beides zusammen in Öl kräftig anbraten und das Chilipulver zugeben, aus der Pfanne nehmen.

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Zwiebeln schälen und in Streifen schneiden, Knoblauch pressen und im restlichen Bratfett dünsten. Tomatenmark zugeben und kurz anschwitzen lassen, anschließend stückige Tomaten und Brühe zugeben. Angebratenes Fleisch sowei abgetropfte Bohnen und Mais in die Pfanne geben, würzen und mind. 30-45 Minuten sanft köcheln lassen.

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Hier übrigens noch das Originalrezept:

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Burger im S-Point-Style

Kaum ist die Sommerpause vorbei, spricht er schon wieder in Rätseln…aber der Reihe nach: Der ‚S-Point‘ ist ein Strandlokal auf Sylt, das durch unsere letztjährigen Urlaube zu unserem persönlichen Hotspot avanciert ist…gute, authentische Küche mit Hang zur Exklusivität.

Der hier in Rede stehende Burger hat so gar nichts gemein mit den Klitschdingern, die man landläufig bekommt, er kommt ohne fiese Burgersaucenplempe, ohne Gurken und sogar Röstzwiebeln aus, dafür ist alles andere selfmade!

Gespielt wird hier mit den klassischen Aromakombinationen Rind-Blauschimmel-Birne. Ergänzt durch eine Limetten-Koriander-Mayo wird das Ganze zu einer Aromabombe vom Allerfeinsten!

Für die Mayo:

  • 1 Ei
  • 125 ml neutrales Öl
  • 1 Limette
  • 4-5 Stiele Koriander (oder glatte Petersilie)
  • Salz, Pfeffer
  • 1 TL Senf
  • Ahornsirup nach Belieben…

Ganzes Ei in einen Rührbecher geben. mit dem Pürierstab mixen und nach und nach Öl zugeben, bis eine Mayo entstanden ist. Koriander zugeben und erneut kurz mixen. Schale der Limette fein abreiben und zugeben. Limette auspressen und Saft, sowie Salz, Pfeffer und Senf zugeben, mit Ahornsirup abschmecken…kühl stellen.

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  • Burgerbrötchen (fertig gekauft oder diese hier)
  • Birnenchutney (Rezept folgt)
  • einige dünne Scheiben Blauschimmelkäse
  • eine dünne Scheibe Entrecote (knapp einen Zentimeter dick geschnitten)
  • einige Blätter Pflücksalat

Burgerbrötchen aufschneiden und unter dem Backofen grill rösten. Auf die Unterseite einige Blätter Salat geben, darauf etwas Mayo löffeln. Das Fleisch kurz bei sehr starker Hitze von beiden Seiten anbraten, salzen und pfeffern und auf den Salat geben. Darauf den Käse geben und mit Chutney toppen. Deckel drauf und fertig…restliche Mayo zum Dippen dazu servieren!!!

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Spit-roasted Ribs (Spareribs vom Drehspieß)

„Verdammte Hacke, ist das lecker!“ So oder so ähnlich waren die Reaktionen meiner Gäste, als sie die Rippchen (die man auf deutsch mit ‚p‘, auf englisch mit ‚b‘ schreibt!) zum ersten Mal probiert haben…aber der Reihe nach.

Spareribs sind in den USA seit ewigen Zeit ein fester Bestandzeil der Grillkultur. Sie werden in verschiedenen Grillzyklen stundenlang (insgesamt bis zu 6 Stunden!) auf dem Rost gegart, bis sie irgendwann so zart und weich sind, dass sie praktisch vom Knochen fallen. Abgesehen davon, dass das Fleisch, das man dann eher lutscht als kaut, jedwede Struktur drangegeben hat, finde ich die Zeit  sowie die eingesetzte Energie doch etwas überdimensioniert.

Also habe ich mal wieder etwas gestöbert und bin auf ein Rezept gestoßen, dass meinen Wünschen und Neigungen in vollem Umfang entspricht. Knapp 90 Minuten Zubereitungs- bzw. Garzeit und ein Geschmack, der alles getoppt hat, was ich bisher ‚ribsmäßig‘ gegessen habe. Voraussetzung ist allerding ein Grill mit elektrischem Drehspieß.

  • ca. 1,5 kg Schälrippchen
  • Magic Dust Rub

An der Rückseite der Rippchen befindet sich eine (fast unsichtbare) Silberhaut, die man entfernen muss. Dazu mit einem spitzen Messer zwischen Haut und Knochen fahren, um so ein kleines Stück Haut anzuheben, dann die Hautecke fest anfassen und komplett abziehen. Das funktioniert besser als es sich jetzt anhört.

Anschließend die Rippchen größzügig mit dem Rub bestreuen und in einen großen Gefrierbeutel legen, fest verschließen und über Nacht marinieren. Magic Dust eine Trockenmarinade auf Paprikabasis, die man in exzellenter Qualität hier kaufen kann.

Am nächsten Tag die Ribs ‚in Schlaufen‘ auf den Drehspieß stecken und auf dem Grill positionieren.  Bei 180 – 200 Grad eine Stunde grillen. Mit einer süßscharfen Sauce bestreichen, 10 Minuten weitergrillen, Vorgang wiederholen…fertig!

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Vorschlag für die Würzsauce: Apricot Glaze

  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 kl. Stück Ingwer
  • 3-4 getrocknete Chilis (klein)
  • etwas Butterschmalz
  • 50 ml Brandy

Zwiebel und Knoblauch schälen und grob zerteilen, Ingwer schälen und in kleine Würfeln schneiden. Alles zusammen mit den Chilis andünsten, mit Brandy ablöschen und etwas einkochen lassen.

  • 1 kl. Dose Aprikosenhälften
  • 1 TL Senf
  • 75 ml Ketchup
  • 1 EL Sojasauce
  • 1 EL Worchestersauce
  • 1/2 TL getr. Thymian
  • 3 EL Honig
  • 1-2 EL Essig
  • ca. 400 ml Pfirsichsaft

Aprikosen auf einem Sieb abgießen und den Saft auffangen. Aprikosen und alles anderen Zutaten (außer dem Saft) zugeben und ca. 30 Minuten sanft köcheln lassen. Den aufgefangenen Saft mit dem Pfirsichsaft auf 500 ml auffüllen, zugießen und anschließend pürieren, mit Salz abschmecken. Die jetzt noch vorhandene Schärfe verliert sich beim Aufwärmen noch etwas.

Lecker war es!!!