Putenoberkeule

Jaja, ich weiß schon jetzt, was alle Spötter denken: wie langweilig!!! Aber die oft verschmähte Keule der Pute bietet weitaus mehr, als dieses Fleisch für gewöhnlich verspricht. Es ist nämlich durchwachsen, hat also einen gewissen Fettanteil und wird somit nicht trocken. Es ist wie ein Hähnchenschenkel, nur in größer!

  • 1 Putenoberkeule
  • 3 Zwiebeln (geschält und geviertelt)
  • je 1/4 l Brühe, Rotwein, Sahne
  • Salz und Pfeffer
  • ggf. Speisestärke oder Soßenbinder

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Die Keule mit Salz und Pfeffer nicht zu knapp würzen und auf ein Backblech legen, Zwiebeln dazugeben und in den auf 225 Grad vorgeheizten Ofen schieben und insgesamt 90-120 Minuten garen.

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Zwischendurch immer wieder abwechselnd mit einer der o.g. Flüssigkeiten begießen.

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Nach Ablauf der Zeit das Backblech aus dem Ofen nehmen, die Keule in eine passende Auflaufform um betten und wieder zurück in den Ofen geben. Mit weiterer Flüssigkeit und einem Backpinsel die entstandenen Röststoffe ablösen und anschließend die gesamte Chose in einen Topf umfüllen, mit dem Pürierstab pürieren und langsam einkochen….ggf. binden!

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Probiert es aus, es ist echt saulecker!

Back on track

Wie mittlerweile auch der Letzte bemerkt haben dürfte, habe ich unlängst bei meiner Lieblingssendung als Teilnehmer mitgewirkt und überraschenderweise sogar recht erfolgreich abgeschnitten. Dadurch habe ich diesen Blog leider etwas vernachlässigt, was nun aber Geschichte ist.

Ich freue mich über alle neu hinzugekommenen Kochfans und ich hoffe, dass euch mein kleines Kochtagebuch gefällt. Fragen, Kommentare und Anregungen sind jederzeit herzlich willkommen. Ich bemühe mich um zeitnahe Antwort.

Als kleinen visuellen Vorgeschmack hier schon mal das Filet mit Gefolge von gestern. Es hat vorzüglich geschmeckt. Das Rezept dazu gibts übrigens schon, nämlich hier.

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Liebe Grüße, Gero

Noch’n Blog?

Nach langem Hin und Her, dem guten Zureden von Freunden und Kollegen habe ich mich entschlossen, künftig ‚Blogger‘ zu werden.

Ich kochte seit mehr als 25 Jahren und nach mehrheitlicher Meinung derjenigen, die es essen mussten/durften, nicht unbedingt schlecht. Ich koche niemals opulent, sondern immer einfach, so dass jeder, der lesen kann und nur ein Fünkchen Kochbegeisterung mitbringt, meine Rezepte nachkochen kann.

Besonderes Augenmerk liegt auf der Qualität der Produkte: Frische als oberstes Prinzip. Fertiggerichte, Tütenkram und Containersaucen sind tabu, aber auch hier gilt: Bitte keine Dogmen! Jeder trinkt Cola (die ausschließlich aus Zucker und künstlichen Aromen besteht), manche rümpfen aber die Nase, wenn die Brühe nicht selbst gekocht ist oder das Baguette nicht selbst gebacken.

Was erwartet den Leser hier? Meine Kochwurzeln liegen in der traditionellen Hausmannskost: Rouladen, Rinderbraten, Gulasch, Königsberger Klopse waren die Wegbereiter meiner Kochbegeisterung. Dann folgte ein Faible für Italien: Pizza, Pasta und Antipasti in allen Formen und Farben sorgten als Vorstufe dafür, dass ich Anfang der Neunziger ein wenig Farbe in die kulinarische Diaspora meines Heimatdorfs gebracht habe. Meine Begeisterung ging soweit, dass ich mir irgendwann einen ‚richtigen‘ Pizzaofen gönnte mit getrennter Ober- und Unterhitze sowie der Möglichkeit, bis 500 Grad zu backen. Ich werde hier übrigens das Rezept für den ultimativen Pizzateig verraten.

Seit einiger Zeit beschäftige ich mich  mit dem Thema ‚Grillen‘ recht intensiv. Hier hat sich in den letzten Jahren hinsichtlich der Fleischqualität sowie der Fleischzuschnitte so einiges getan. Auf dem Foto sieht man ein gut ein Kilo schweres Tomahawk-Steak, dass vor kurzem Premiere hatte auf meinem Grill. So gutes, zartes und saftiges Fleisch hatte ich zuvor noch nie gegessen.

Was für Lebensmittel gilt, findet auch für die Kochausrüstung Anwendung: Alfred Biolek, der vor über 20 Jahren den Kochboom in Deutschland mit auslöste, schrieb in seinem ersten Kochbuch: „Ein gutes Messer ist mir einiges wert.“ Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Ich koche seit ewigen Zeiten mit Messern der preislichen Oberklasse, die regelmäßig geschärft werden (auch dazu habe ich einige Erfahrungen gesammelt, die sehr gerne weitergeben möchte) und auch nach zwei Jahrzehnten nichts an Qualität eingebüßt haben. Gleiches gilt natürlich für Töpfe und Pfannen. Grundsatz: wer billig kauft, kauft doppelt.

So, das sollte für den Anfang reichen. Ich hoffe, dass mein Blog gefallen wird und freue mich auf reges Interesse.