Curry-Hähnchen-Suppe

Ich bin ja in den 70ern groß geworden. Kulinarisch war da eher deutsche Hausmannskost angesagt So ganz langsam fing man an, auch essenstechnisch über den Tellerrand zu schauen. Ich erinnere mich noch gerne daran, wie ‚Tante Ulla‘, die natürlich nicht meine Tante war, mir zu einem Geburtstag eine Pizza zubereitete. Für den italienischen Geschmack der Tomatensauce wurde das Gewürzpäckchen aus einer Schachtel ‚Miracoli‘ verwendet und der Hefeteig wurde noch mit Ei und Butter zubereitet…lecker war sie trotzdem und den Geschmack werde ich wohl nie wieder vergessen.

Die absolute Spezialität meiner Mutter, über deren Kochfähigkeiten man geteilter Meinung sein konnte, war ein Vorläufer der Bihunsuppe, die bei uns als ‚chinesische Hühnersuppe‘ bekannt war. Eine Hühnerbrühe, die mit Currypulver, Glasnudeln und Mu-Err-Pilzen gepimpt wurde war das Highlight zu Weihnachten und Silvester. „Die macht aber ordentlich Arbeit“, beklagte sich meine Mutter stets, weil das Auskochen eines Suppenhuhn mit anschließendem Abpulen des Hühnerfleischs natürlich eine ultrafettige Angelegenheit war und alles, wofür man mehr als nur einen Topf benötigte, war für meine Mutter immer eine ‚Heidenarbeit‘. Diese Suppe geht eher so in Richtung Cremesuppe, wobei ich bei der Kombination aus Huhn und Curry immer schwach werde. Getoppt wird dieser eigentlich nur noch von frittiertem Huhn, dem ich tatsächlich verfallen bin. Aufwändig ist bei dieser Suppe eigentlich nur das Schnippeln der Zutaten vorab.

  • 500 g Hähnchenbrustfilet
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 300 g braune Champignons
  • 1 rote Paprikaschote
  • 1 Zwiebel
  • 1 Becher Kräuterschmelzkäse (200 g)
  • 750 ml Hühnerbrühe
  • 100 Sahne
  • 30 ml Terriyakisauce
  • 1 TL rote Currypaste
  • 1,5 EL Mehl
  • 1 EL Curry
  • 1 EL Butter
  • Salz und Pfeffer

Wie bereits erwähnt, muss anfangs etwas geschnippelt werden: Hähnchen in nicht zu große Stücke, Frühlingszwiebeln in Ringe (das Dunkelgrüne nicht mitverwenden), Pilze und Paprika in kleine Stücke und die Zwiebel in halbierte Ringe.

Hähnchenstücke in heißem Öl anbraten und sie, sobald sie einigermaßen gebräunt sind, wieder herausnehmen. Dann das übrige Gemüse (erst Zwieben und Paprika für 5 Minuten, dann den Rest) andünsten und ebenfalls wieder herausnehmen. In einem großen Topf die Butter schmelzen und das gebratene Hähnchenfleisch geben. Mehl und Curry darüberstäuben und anschwitzen, dann mit Brühe ablöschen und leicht köcheln. Dann den Schmelzkäse zufügen und schmelzen lassen, dann Sahne und Terriyaki zugeben und den Gemüsemix zufügen. Mit Currypaste, Salz und Pfeffer je nach gewünschter Schärfe abschmecken und noch 10 Minuten köcheln lassen.

Das war’s schon!

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