Omas Rahmwirsing

Heute tauchen wir mal ab in die Niederungen der großmütterlichen Küche und kochen etwas, das viele tatsächlich nur noch von der Oma kennen. Ich kann mich ganz schwach daran erinnern, das meine Großmutter dieses Gemüse geliebt hat und wahrscheinlich auch deshalb totgekocht hat, bis vom Wirsing nur noch ein Brei übrig geblieben war. Dazu gab es untersalztes Kartoffelpüree und grobe Bratwurst mit einer Zwiebelsauce, die dafür um so salziger war. In der Kombination unschlagbar. Der Zwiebelsauce werde ich mich demnächst widmen, wenn es das Wetter empfiehlt.

Wirsing ist ein sehr dankbares Gemüse. Es ist anspruchslos in der Vor- und Zubereitung. Es kommt nicht auf minutiöses Timing an, allerdings will es ordentlich gewürzt werden, sonst schmeckt es fad.

  • 100 g durchw. Speck
  • 2 kl. Zwiebeln (in Streifen)
  • Butterschmalz
  • 1 kg Wirsing (geputzt, geviertelt und in Streifen geschnitten)
  • 250 ml Fleischbrühe
  • 75 ml Milch
  • 1 EL Mehl
  • 100 ml Sahne
  • 2 TL Senf
  • Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskat

Speck und Zwiebel in der größten Pfanne der Hauses in Butterschmalz andünsten und herausnehmen, beiseite stellen. Noch etwas Schmalz zufügen und den Kohl nach und nach in die Pfanne geben und zusammenfallen lassen, mit Brühe auffüllen und ca. 15 Minuten sanft offen köcheln lassen. Milch und Mehl verrühren und zum Kohl geben, Sahne und Senf zugeben und würzen. Solange leise simmern lassen, bis der Kohl wirklich weich ist. Guten Appetit und viel Spaß bei der geschmacklichen Reise in die Vergangenheit.

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